Novell schlittert knapp an Verlusten vorbei

Novell hat ein schwaches Ergebnis fĂĽr sein am 31. Juli zuende gegangenes drittes fiskalisches Quartal 2000 vorgelegt.

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Von
  • Christian Rabanus

Der US-amerikanische Software-Hersteller Novell hat ein schwaches Ergebnis für sein am 31. Juli zuende gegangenes drittes fiskalisches Quartal 2000 vorgelegt. Verkäufe in Höhe von 270 Millionen US-Dollar führten zu einem Verlust im operativen Geschäft von 18,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal sahen die Zahlen noch besser aus: Damals erwirtschaftete Novell aus 326,8 Millionen US-Dollar Umsatz 62,4 Millionen US-Dollar Gewinn. Schon im zweiten Quartal 2000 musste der Konzern Einbußen verkraften.

Der Umsatzrückgang im dritten Quartal rührt vor allem von einem Rückgang der Einnahmen aus dem OEM-Geschäft her: Konnte Novell im dritten Quartal 1999 in diesem Segment noch 52,6 Millionen US-Dollar einnehmen, so waren es im dritten Quartal diesen Jahres nur noch 17,8 Millionen US-Dollar.

Allerdings bleibt dem Konzern aus Utah wegen außerordentlicher Einnahmen in Höhe von 30,8 Millionen US-Dollar ein Netto-Gewinn von 8,6 Millionen US-Dollar oder drei Cent pro Aktie. Das bedeutet einen Rückgang von 82,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem Novell noch einen Gewinn von 49,3 Millionen US-Dollar oder 14 Cent pro Aktie auswies.

Der Niedergang des ehemals sehr mächtigen Konzerns macht ihn natürlich auch anfällig für eine Übernahme durch andere Unternehmen, namentlich ist IBM als potenzieller Käufer im Gespräch. Auf die Gerüchte angesprochen, wollte Novell-Chef Eric Schmidt nicht eindeutig Stellung beziehen. Man denke über alle Wege zur Wahrung des Shareholder Value nach, es gebe aber noch keine spruchreifen Pläne, sagte er. (chr)