Neues Touchpad als universelle und sensible Benutzerschnittstelle

Ein neues Zusatzgerät für Computer und Tablets reagiert auf unterschiedlich starke Berührungen und lässt sich für verschiedene Spezialanwendungen umrüsten. Manche davon sollen von den Nutzern selbst kommen.

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Touchpad
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Sascha Mattke

Mit einem Raster aus 20.000 winzigen Drucksensoren unter der Oberfläche und verschiedenen Auflagen soll das Touchpad Sensel Morph neue Bedienmöglichkeiten für anspruchsvolle Nutzer schaffen. Das Gerät erfasst anders als die meisten Smartphones und Tablet-Computer nicht nur Berührungen an sich, sondern auch deren Intensität, und ist für die Bedienung mit Fingern oder leitfähigen Spezialstiften geeignet. Das berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe in "Touchpad als Tastatur, Klavier, Leinwand und mehr".

Die Sensoren im Morph messen Intensität, Position und Form jedes Kontakts mit Fingern oder Gegenständen. Über den Sensoren befindet sich eine spezielle Polymerschicht, die dabei hilft, eine große Bandbreite an Berührungen zu erfassen. Dadurch müssen Nutzer nicht besonders fest drücken, damit die Sensoren stärkeren Druck registrieren. "Das ermöglicht verschiedenste reichhaltige Interaktionen. Wir können zum Beispiel mit einem Pinsel darauf malen und dabei den Druck des Pinsels erfassen", sagt Ilya Rosenberg, Mitgründer und CEO des Start-ups Sensel.

Mit austauschbaren Auflagen lässt sich dem Morph beispielsweise das Aussehen einer Klaviertastatur oder eines Drumcomputers geben. Software im Gerät sorgt dafür, dass Berührungen (laut dem Unternehmen bis zu 16 gleichzeitig) automatisch passend zur gewählten Schnittstellen-Auflage interpretiert werden. Sensel geht davon aus, dass das Produkt attraktiv für Nutzer ist, die genaueste Steuermöglichkeiten brauchen, weil sie an Animationen, Videospielen oder Musik arbeiten. Außerdem können sie über eine offene Schnittstelle selbst neue Anwendungsmöglichkeiten programmieren und anderen zur Verfügung stellen.

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(sma)