An die Spitze gemischt

Als weltweit einziger Hersteller hat sich Toyota früh und konsequent mit Hybridautos beschäftigt. Inzwischen zieht der Rest der Branche nach, aber die Aufholjagd wird schwierig

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Von
  • Peter Fairley

(Zusammenfassung aus Technology Review Nr. 5/2004)

Bislang bilden Hybridfahrzeuge, die mit einem Verbrennungs- und zusätzlich einem Elektromotor angetrieben werden, nur eine kleine Nische auf dem weltweiten Automarkt. Aber es ist zu erwarten, dass sie auf mittlere Sicht große Bedeutung erlangen werden. Der deutsche Auto-Forscher Professor Ferdinand Dudenhöffer etwa geht davon aus, dass in zwanzig Jahren jedes zweite Auto einen Hybridantrieb haben wird.

Lange Zeit hat sich praktisch nur ein Hersteller konsequent mit Hybridautos beschäftigt: Toyota. Sein Prius geht in die zweite Generation der Serienfertigung, in den USA kommt in diesem Jahr ein kräftiger Sport-Geländewagen mit Elektro-Zusatzantrieb auf dem Markt. Zwar steigen durch die Hybrid-Technologie die Produktionskosten und damit gewöhnlich auch der Endpreis. Aber ein deutlich niedrigerer Spritverbrauch und weniger Schadstoff-Ausstoß machen diese Autos attraktiv.

Mittlerweile sehen das fast alle großen Hersteller so. Aber vor allem die großen Drei aus der US-Autostadt Detroit mussten bereits feststellen, dass die Technologie nicht so einfach in den Griff zu bekommen ist. Ähnlich sieht es in Deutschland aus. Toyota wird ein Entwicklungsvorsprung von mehreren Jahren attestiert. Dies könnte sich auch für die noch fernere Zukunft des Autobaus als wichtig erweisen: Bei von Brennstoffzellen angetriebenen Fahrzeugen lassen sich viele Elemente der Steuerung von normalen Elektromotoren verwerten. (sma)