Mars Express gelingt ungewöhnliche Panorama-Aufnahme
Seit 12 Jahren umkreist Mars Express den Roten Planeten und noch immer gelingen der ESA-Sonde überraschende Blicke auf ihren Planeten. Nun fotografierte sie eine Panorama-Aufnahme, die die Vielfalt des Planeten unterstreicht.
Ausschnitt aus dem Panorama
(Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO)
(Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO )
Bereits am 25. Februar hat die ESA-Sonde Mars Express eine beeindruckende Panorama-Aufnahme vom Mars und dessen Südpolregion gemacht. Die ausschweifende Aufnahme ist ungewöhnlich, weil sie einen großen Teil des Roten Planeten bei gleicher Belichtung zeigt, erklärt die Europäische Weltraumagentur. Normalerweise fotografiere die hochauflösende Kamera direkt nach unten, wenn sich die Sonde auf dem niedrigsten Punkt ihres Orbits befindet. Dann ist sie rund 300 Kilometer über der Oberfläche. Das nun veröffentlichte Bild helfe dagegen bei der Kalibrierung des Instruments.
Der markanteste Teil der Aufnahme aus 9900 Kilometern Entfernung zur Oberfläche ist die leuchtend weiße Eiskappe am Südpol des Mars. Sie besteht den Forschern zufolge aus Wassereis und gefrorenem Kohlendioxid. Im Verlauf eines Marsjahres verändert sie ihre Form und ist hier während des Sommers am Südpol zu sehen, deswegen also besonders klein. Im Winter wächst sie demnach so stark, dass sie sich in die relativ glatten Gebiete der Umgebung erstreckt. Nördlich der Eisfläche seien die südlichen Hochlande zu erkennen, deren Aussehen von einer großen Anzahl an Einschlagskratern geprägt ist. Im oberen Bereich des Bilds sind Ausläufer des Einschlagsbeckens Hellas Planitia zu sehen, das teilweise bis zu 8 Kilometer tief ist. Ganz oben ist sogar die Atmosphäre des Mars zu erkennen. (mho)