Mikroroboter, die in Flüssigkeiten arbeiten können
Schwedischen Wissenschaftlern ist die Herstellung von Mikrorobotern mit steuerbaren Gelenken gelungen.
Schwedische Wissenschaftler haben Mikroroboter gebaut, die gerade einmal 0,5 Millimeter lang und 0,25 Millimeter breit sind und in salzhaltigen Flüssigkeiten wie Hände eingesetzt werden können. Die Wissenschaftler von der Linköpings Universitet haben ihre Roboter in der neuesten Ausgabe der zeitschrift Science vorgestellt und hoffen, dass sie vor allem in Form von Schwärmen eines Tages in der Medizin, der Grundlagenforschung oder als Mikrofabriken Anwendung finden.
Erstmalig konnten von den Wissenschaftler Mikroroboter mit beweglichen Gliedern realisiert werden, die auch in Flüssigkeiten funktionsfähig sind. Wenn Silizium, so Jager, Wasser ausgesetzt wird, oxydiert es und wird funktionsunfähig. Bei den schwedischen Mikrorobotern besteht der Skelettrahmen aus Silizium, der aber von den "Mikromuskeln" aus Gold und Polypyrrol umgeben und geschützt wird. Die Roboter mit einem Ellbogen, einem Handgelenk, einer Hand und zwei bis vier Fingern wurden in einer elektrolytischen Lösung eingetaucht und mit einer Stromquelle zur Steuerung verbunden. Durch die Stimulation ihrer Gelenke konnten winzige Glasperlen 0,25 Millimeter weit transportiert oder von einem "Band" auf ein anderes befördert werden, was für die Wissenschaftler beweist, dass ihre Erfindungen irgendwann als winzige Arbeiter für "Desktop biofactories" einsetzbar sein könnten.
Mehr in Telepolis: Mikroroboter für das Blut. (fr)