Haltbarkeitsdaten
Die Zuverlässigkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei der Kaufentscheidung, ob neu oder gebraucht. Klischees helfen hier nur noch selten und bei Überprüfungsprotokollen, Pannenstatistiken oder Zufriedenheitsranking kommt es nicht nur auf die Reihung an, sondern auch auf die Interpretation
- Rudolf Skarics
Wien, 18. September 2015 – Die Zuverlässigkeit eines Automobils ist zweifellos eine der wichtigsten Eigenschaften bei der Kaufentscheidung, ob neu oder gebraucht. Allerdings lässt sich diese im Vorhinein naturgemäß sehr schwer feststellen. Schwächen an Automobilen treten ja oft erst nach vielen Jahren zum Vorschein. Auch Hersteller, die für ihre hohe Qualität bekannt sind, zeigen ab und an erstaunliche Ausreißer. Wie kann man also möglichst sicher gehen, dass man mit einem Auto gut fährt?
Die großen Institutionen, die für die regelmäßige technischen Überwachung von Personenwagen zuständig sind, führen umfassend Statistik. In Deutschland genannt Hauptuntersuchung, vulgo TÜV, nach der in diesem Bereich dominierenden Prüforganisation, in Österreich wiederkehrende Begutachtung „Pickerl“, in der Schweiz Motorfahrzeugkontrolle ganz unromantisch „MFK“.
Haltbarkeitsdaten (5 Bilder)

(Bild: Audi)
Während die Überprüfung in Deutschland von großen zertifizierten Organisationen (TÜV, GTÜ, Dekra, KÜS) durchgeführt wird, darf diese Arbeit in Österreich fast jede Autowerkstätte erledigen. Die Schweizer sind naturgemäß am strengsten, dort darf nur das kantonale Straßenverkehrsamt den wiederkehrenden Segen geben.
Gerne und auch regelmäßig werden die Ergebnisse von Fahrzeuguntersuchungen in Rankinglisten dargestellt. So haben sich auch die großen deutschen Automobilzeitschriften mit Prüforganisationen zusammengetan und veröffentlichen und interpretieren deren Ergebnisse im Jahresrhythmus. Gerade erst erschienen: Die Autozeitung mit den Ergebnissen der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Autobild präsentiert regelmäßig die Ergebnisse des TÜV, Auto Motor und Sport sorgt für die Verbreitung der Erkenntnisse der Dekra.
Ranglisten und Qualitätsimage
Diese Ranking-Listen sind ein mächtiges Instrument, beeinflussen sie doch die Kaufbereitschaft bei Neuwagen und sogar unmittelbar die Preisgestaltung bei Gebrauchten. Autohersteller nutzen demzufolge gutes Abschneiden in ihren Werbekampagnen, und wer schlecht wegkommt, kann immer noch hoffen, dass es möglichst wenige mitbekommen. Das Qualitätsimage einer Marke ist nicht unerheblich von diesen Ergebnissen abhängig. Es kann Jahre dauern, bis ein positives Bild einer Marke aufgebaut ist und in Kürze kann es auch wieder beschädigt sein.