Ingrams Lieferprobleme halten an
Die EinfĂĽhrung der neuen Lagerverwaltungssoftware im September bereitet dem Broadliner noch immer Schwierigkeiten. Reseller mĂĽssen sich auch weiterhin in Geduld ĂĽben, denn der Normalbetrieb wird frĂĽhestens im kommenden Jahr wieder hergestellt sein.
Warenlieferungen binnen 24 Stunden kann Ingram Micro nur in Ausnahmefällen garantieren. Ursache für die anhaltenden Verzögerungen sind vielfältige Probleme mit der im September eingeführten neuen Lagerverwaltungssoftware. Zwar wurde das System, das ursprünglich schon im Mai starten sollte, vor der Einführung ausgiebig getestet, aber im praktischen Einsatz traten dann doch Probleme und Fehler auf, die eine reibungslose Logistik und Abwicklung sämtlicher Bestellvorgänge bisher verhindern.
Ingram Micro-Chef Gerhard Schulz ging bereits Ende September in die Offensive. Er entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und versprach in einer offiziellen Mitteilung an seine Kunden eine rasche Rückkehr zum gewohnten Alltag. Während mittlerweile kontinuierlich am System gearbeitet wurde, konnten einzelne Probleme gelöst und ausgeräumt werden, die Lieferverzögerungen sind indes – zum Unmut vieler Fachhändler – noch nicht ausgeräumt.
Angesichts der hohen Auslastung von System und Mitarbeitern im Jahresendgeschäft sieht Ingram vorläufig kaum Chancen auf eine spürbare Besserung der Lage, obwohl weiter mit Nachdruck an der Beseitigung der Softwareprobleme gearbeitet werde. Fachhändler müssen sich daher vorläufig weiter in Geduld üben, denn eine vollständige Normalisierung der Situation erwartet der Distributor nicht mehr im laufenden Jahr. "Immerhin können wir inzwischen aber wieder die Mehrheit der Aufträge binnen 48 Stunden abwickeln", erklärt Firmensprecherin Katharina Scheurer auf Anfrage von heise resale. (map)