Voxelus: Entwickler-Baukasten fĂĽr VR-Inhalte im Stil von Minecraft
Das neue Entwickler-Tool von Voxelus soll selbst unerfahrenen Nutzern die Erstellung von VR-Inhalten ermöglichen. Der Baukasten samt Marketplace funktioniert ähnlich wie Minecraft und setzt auf eine grafische Bedienoberfläche.
Voxelus erinnert stark an den Baukasten Minecraft und soll sich ähnlich einfach bedienen lassen.
(Bild: Voxelus)
Die erst in diesem Jahr gegründete Firma Voxelus hat auf der VR-Entwicklerkonferenz Oculus Connect eine Software-Plattform vorgestellt, mit der auch Laien die Erstellung eigener Apps für Virtual-Reality-Brillen ermöglicht werden soll.
Minecraft als Vorbild fĂĽr Voxelus
Auf der Bühne des mittlerweile zu Facebook gehörenden Unternehmens Oculus VR zeigte Voxelus, wie in einer anfangs leeren Welt mit vorgefertigten Objekten und animierten Figuren eine Virtual-Reality-Welt erschaffen werden kann. Die quadratischen Gegenstände erinnern stark an das Baukasten-Spiel Minecraft. Auch darin lassen sich aus Blöcken Häuser oder komplette Landschaften formen.
Voxelus ist für die Nutzung am PC oder Mac gedacht. Die erstellten Welten lassen sich hingegen auf den VR-Brillen Oculus Rift und Gear VR von Samsung anzeigen. Programmierkenntnisse seien für den Voxelus Creator nicht nötig: Gegenstände lassen sich per Drag & Drop in der Welt platzieren, bereits existierende Formate wie OBJ oder FBX sind mit Voxelus kompatibel. Der Editor wird darüber hinaus mit kostenlosen Bauteilen ausgeliefert, die nach und nach erweitert werden sollen.
Marktplatz fĂĽr Entwickler
Für die Anzeige der Kreationen ist hingegen der Voxelus Viewer zuständig. Dieser fungiert als Browser, in dem die Welten aufgelistet und dargestellt werden. Mit dem Voxelus Marketplace hat der Hersteller schließlich auch noch eine Plattform in Arbeit, in der sich geschaffene Welten oder Gegenstände über eine In-Game-Währung namens VoxCoins verkaufen lassen. Die Tools zur Erstellung neuer Welten und Spiele sind hingegen kostenlos und stehen nach einer Registrierung zum Download bereit.
Firmengründer und CEO Martin Repetto ist der Überzeugung, der Spielebranche steht eine ähnliche Wende wie Anfang der 90er Jahre bevor. Damals sorgten Spiele wie Doom oder später Super Mario 64 für einen Wandel von 2D-Spielen hin zu 3D-Welten. Virtual Reality werde seiner Meinung nach für einen ähnlichen Umschwung sorgen und wichtige Genres wie Ego-Shooter, Multiplayer- und Rollenspiele komplett umkrempeln. (mho)