Maßgeschneiderte FSC-Rechner binnen 2 Tagen

In Kooperation mit seinen Distributoren will Fujitsu Siemens Vertriebspartnern ein verbessertes "Built-to-Order" anbieten und Lieferprobleme beseitigen.

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Mit den Value4you-Rechnern hält Fujitsu Siemens Computers (FSC) für seine Vertriebspartner stets eine ausgesuchte Palette von PCs, Notebooks und Servern parat, die ab Lager verfügbar sein sollen. Doch auch bei den Systemen "von der Stange" war der Hersteller in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres in massive Lieferprobleme geraten. "Wir hatten die angesetzten Forecasts bis zum Sommer nicht erfüllen können", erläutert Jörg Brünig, Senior Director Focus Accounts & Channel Enterprise bei FSC. In Konsequenz wurde die Planung für das zweite Halbjahr angepasst und mit niedrigeren Stückzahlen kalkuliert. "Von der stark anziehenden Nachfrage im dritten und vierten Quartal wurden wir dann überrannt", räumt Brünig ein.

In enger Kooperation mit seinen sechs Distributoren in Deutschland will der Hersteller die Versorgungsqualität der Channel-Partner deutlich verbessern. Dazu soll auch das "Built-to-Order"-Angebot (BTO) weiter ausgebaut werden. Vertriebspartner sollen die Möglichkeit bekommen, auf Basis der "Value4you"-Produkte individualisierte Rechner für ihre Kunden konfigurieren zu können. Die Distributoren bauen dazu derzeit ihre jeweiligen Webshops mit den passenden Online-Konfiguratoren aus. Der "V4Y Systemkalkulator" von Actebis Peacock sowie das "Optimized4You"-Angebot von ALSO Deutschland sollen in Kürze online gehen. Bytec-Partner konnten im "Customized4You"-Shop schon seit der CeBIT im vergangenen Jahr über 1.000 Primergy-Server konfigurieren, erklärt Paul Flemming, seit Herbst 2006 bei FSC für die Betreuung der Distribution zuständig. Adiva, "CTO@TechData" und Ingram Micros "IM.assembly" sollen bis Februar ebenfalls um die Online-Konfigurationsfunktionen für Value4You-Produkte ergänzt werden, kündigt Flemming an.

Für die maßgeschneiderten BTO-Systeme setzt FSC kürzeste Lieferzeiten an: Binnen 1 bis 2 Tagen sollen die Geräte beim Kunden eintreffen. Diese ambitionierte Ankündigung weckt indes Zweifel bei zahlreichen Channel-Partnern. Die Erfahrung zeige, dass in der Praxis Lieferzeiten von weniger als 48 Stunden immer seltener eingehalten werden. Einigkeit herrscht jedoch in dem Punkt, dass die Versäumnisse meist zu Lasten der Logistiker und Transportunternehmen gehen. FSC-Manager Flemming verweist in dieser Frage dann auch an die Distributoren, die eine reibunsglose Logistik schließlich zu ihren Kernkompetenzen zählen. (map)