Online-Forum für Jugendliche gegen Rechtsextremismus
Auf Fairlink.de sollen insbesondere Jugendliche sich in die Diskussion um rechtsextremistische Inhalte im Internet einmischen.
Mit FairLink.de ist ein neues Forum online gegangen, in dem insbesondere Jugendliche sich in die Diskussion um rechtsextremistische Inhalte im Internet einbringen können. Das Forum steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau und ist ein Projekt der gemeinnützigen Jugendinitiative STEP 21, die von Bertelsmann, DaimlerChrysler und Siemens gegründet wurde.
STEP-21-Sprecher Philip Graf Dönhoff sieht als Ziel für das Forum, Spielregeln für Toleranz und Fairplay im Web aufzustellen und konkrete Forderungen an die Zuständigen in Politik oder Wirtschaft zusammenzutragen. Um die Auseinandersetzung mit diesen Themen zu fördern, sollen die Jugendlichen über Begriffe wie Toleranz, Zivilcourage und Verantwortung diskutieren. Bisher seien solche Diskussionen fast ausschließlich von erwachsenen Experten geführt worden.
Als Einstieg wird auf der FairLink-Seite die Frage zur Diskussion gestellt, ob rechtsextreme Seiten beispielsweise auch in Schulen gezeigt werden sollten oder ob dadurch erst die Neugier für diese Angebote geweckt wird. Jedenfalls hat sich die Initiative bereits dagegen ausgesprochen, rechtsextreme Seiten einfach verbieten zu lassen. Sonja Lahnstein, geschäftsführende Gesellschafterin von STEP 21, hält es für unrealistisch, dass extremistische Inhalte wegen Verboten aus dem Netz verschwinden werden. "Unser Ansatz ist es daher, gemeinsam mit Jugendlichen die Auseinandersetzung mit diesen Inhalten im Netz zu suchen."
Im Laufe dieses Jahres werden die beteiligten Jugendlichen eine "Netiquette der Toleranz" erarbeiten, die dann Anfang 2002 dem Bundespräsidenten überreicht werden soll. (pmo)