EP: Quantitativem Wachstum soll qualitatives folgen
Um fast 14 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro konnte die ElectronicPartner-Gruppe ihren Zentralumsatz im abgelaufenen Jahr steigern. 2007 soll vor allem in Marketing, Weiterbildung und Service investiert werden.
Die Fachhandelskooperation ElectronicPartner (EP) geht mit einer erfreulichen Bilanz aus den vergangenen zwölf Monaten in ihr diesjähriges 70. Jubiläum. Europaweit konnte die Gruppe 2006 ihren Zentralumsatz um 13,8 Prozent auf insgesamt 2,051 Milliarden Euro steigern. "In Deutschland sind wir sogar 16,2 Prozent gewachsen", freut sich Oliver Haubrich, Vorsitzender der Geschäftsführung von ElectronicPartner.
International konnte EP über 70 neue Mitglieder gewinnen – dazu zählen die Länder Belgien, Italien, Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Polen, Ungarn und die Türkei. In Deutschland, das über zwei Drittel des Gesamtumsatz beisteuert, wuchs die Zahl der Mitglieder um 21. Dem massiven Ausbau der Flächenmärkte MediMax um rund 50 Filialen auf über 100 steht demzufolge ein leichter Rückgang der übrigen EP-Mitglieder hierzulande gegenüber. "Beim Umsatzwachstum auf gleicher Fläche konnten wir 2006 aber einen Spitzenwert von 11,8 Prozent erzielen", betont Haubrich. In Deutschland betrug der Wert sogar 15,5 Prozent. Den Außenumsatz aller Mitglieder taxiert die EP-Führung auf rund 4,3 Milliarden Euro.
In diesem Jahr will sich die Fachhandelskooperation nach dem quantitativen Wachstum in der Vergangenheit jedoch stärker auf qualitatives Wachstum konzentrieren, gibt Haubrich die Richtung vor. "Wir haben bereits über eine Millionen Euro für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter reserviert", erklärt der EP-Chef. Unter anderen sind künftig interaktive Online-Schulungen geplant, die EP-Mitarbeiter wahlweise am frühen Morgen oder zum Feierabend nutzen können.
Investitionen in die Qualität will EP auch bei der Ausstattung von Filialen forcieren. Dazu zählt beispielsweise eine geeignete Anpassung von Ladeneinrichtung und angebotenem Produktportfolio. "Hochwertige Unterhaltungselektronik sollte auch in einem gediegenen Ambiente präsentiert werden", erläutert Haubrich. Das erfolgreich eingeführte Schloßallee-Konzept mit exklusiven Produkten für EP-Mitglieder wird weiter ausgebaut.
Als begleitende Maßnahmen startet die Gruppe 2007 einige große Marketingaktionen. Den Auftakt hat bereits die "Ich geh zu EP"-Kampagne gemacht, die dem Verbraucher in loser Folge "gute Gründe" für den Einkauf bei einem EP-Partner vorstellt. An die Vermarktungserfolge durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 möchte EP in diesem Jahr mit einem eigenen Basketball-Turnier anknüpfen.
Der Systemhausverbund comTeam erhielt 2006 mit BestBuy-Online ein wertvolles Tool zur einfacheren Produktauswahl und dem Preisvergleich. In diesem Jahr soll ein europaweit agierendes Key Account Team den Systemhausmitgliedern aus der EP-Zentrale heraus auch bei internationalen Projekten gezielt unter die Arme greifen und dabei Synergien innerhalb der gesamten EP-Gruppe nutzen.
Zudem verspricht Haubrich, dass die Kooperation weiterhin konsequent in den Ausbau ihres Supply Chain Management, den Service und den internen Informationsfluss investieren werde. Nachdem im vergangenen Jahr das Logistikzentrum in Genshagen bei Berlin ausgebaut wurde, stehen 2007 Investitionen am Standort Augsburg an. In den EP-Rechenzentren soll durch redundante Auslegung der Systeme für höhere Ausfallsicherheit gesorgt werden, um den sicheren Betrieb sämtlicher Services dauerhaft zu gewährleisten. Kooperationen, wie die im Dezember 2006 mit Actebis Peacock geschlossene, sollen das Leistungsspektrum für die Mitglieder erweitern und verbessern. (map)