Wikileaks will 50.000 Dollar für Kundus-Video sammeln

Der Whistleblower, der das Cockpit-Video vom Angriff auf das Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Kundus leakt, soll 50.000 US-Dollar bekommen.

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brennendes Gebäude

(Bild: msf.org)

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Von
  • Detlef Borchers

Die Whistleblowing-Plattform Wikileaks hat eine neue Fundraising-Kampagne aufgenommen. Wer die Cockpit-Videos, die Sprachaufnahmen und den Einsatzbefehl der US-amerikanischen Luftangriffes auf das Krankenhaus in Kundus leakt, soll 50.000 US-Dollar bekommen. Im Spendenaufruf vergleicht Wikileaks die Aktion der US-Luftwaffe mit dem im Video dokumentierten Luftangriff, der als "Collateral Murder" von Wikileaks veröffentlicht wurde und die Plattform weltweit bekannt machte. Dieses Video wurde von der Whistleblowerin Chelsea Manning an Wikleaks geschickt.

Wikileaks will mit der Aktion zur Aufklärung des mutmaßlichen Kriegsverbrechens beitragen und bezieht sich dabei auf die Organisation "Ärzte ohne Grenzen", die das Krankenhaus im afghanischen Kundus betreibt. "Ärzte ohne Grenzen" hatte selbst gefordert, dass die Internationale Humanitäre Ermittlungskommission den Vorfall untersuchen soll. US-Präsident Obama hatte sich für den Vorfall entschuldigt und größtmögliche Transparenz und Kooperation bei der Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Abseits dieser Spendenkampagne hat sich Wikileaks-Gründer Julian Assange in Neuseeland zu Worte gemeldet und davon gesprochen, dass die USA einen "Lawfare", einen juristischen Krieg gegen ihn, Kim Dotcom und Edward Snowden führe. Auffälligstes Merkmal dieses Krieges sei es, dass die Ermittlungen von der Stadt Alexandria im US-Bundesstaat Virginia aus geführt würden, erklärte Assange. (anw)