AOL wehrt sich gegen Vorwürfe der Wettbewerbsbehinderung

America Onlice hat in einem Brief an die FCC versichert, dass der Vorwurf von Konkurrenten, AOL/Time Warner werde den Wettbewerb behindern, jeglicher Grundlage entbehre.

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America Onlice hat in einem Brief an die Federal Communication Comission (FCC) versichert, dass der Vorwurf von Konkurrenten, AOL/Time Warner werde den Wettbewerb behindern, jeglicher Grundlage entbehre. Der neue interaktive TV-Service werde entgegen anderslautender Befürchtungen eigene Inhalte nicht denen anderer Programm-Provider vorziehen. George Vradenburg III, Senior Vice President Of Global And Strategic Policy bei AOL, äußerte laut der Washington Post sogar, dass etwa Beschwerden von Seiten Disneys ein Resultat der Verzweiflung darüber seien, keine eigene Internet-Strategie zu besitzen.

AOL reagierte damit auf Angriffe des Disney-Lobbyisten Preston Padden. Der hatte gestern behauptet, die Geschäftspolitik von AOL sei zum Vorschein gekommen, als Disneys ABC News versuchte, Partner der Internetfirma zu werden. AOL habe ABC News daraufhin aufgefordert, alle Links zu entfernen, die auf andere Websites führten. Zudem habe sich AOL die Option offen halten wollen, den Vertrag zu kündigen, wenn mehr als 25 Prozent der Besucher ABC News über Links auf externe Seiten verlassen. Die Verhandlungen zwischen AOL und ABC News brachen schließlich ab, worauf AOL an Viacoms CBS herantrat. Nach Aussagen von Vradenburg seien in dem daraufhin geschlossen Vertrag keine Klauseln zu finden, die Links limitieren würden.

Disney ist einer der Hauptkritiker des Zusammenschlusses von AOL und Time Warner und hatte bereits im Mai bei der FCC Auflagen für die Fusion verlangt. Die Auseinandersetzung war damals eskaliert, als Time Warner das Programm der Disney-Tochter ABC TV in elf US-amerikanischen Städten für eineinhalb Tage aus seinem Kabelnetz aussperrte. (nij)