Feiner, bunter, schneller
Das papierlose Büro ist und bleibt Fiktion, und so zeigen die Druckerhersteller Mut zu Innovationen: Vom schnellen Flachbettnadler über 600-dpi-GDI-Drucker bis zum i960-gesteuerten 24-Seiten-Laser reicht die Neuheiten-Palette.
- Arno Kral
Eine Weltneuheit präsentierte Sass auf der CeBIT. Der Solid 30-2 von Microplex füllt mit 300 dpi Auflösung 30 Seiten pro Minute. Der 68040-Motorola-Prozessor stellt die erste Seite in 4,3 Sekunden fertig, der Speicher faßt 4 MByte. Der Ionendrucker überträgt das Image - anders als ein Laserdrucker - nicht per Laser auf einen lichtempfindlichen Photoleiter. Statt dessen bauen 2480 Mikrodüsen, aus denen ein Ionenplama strömt, das Bild auf einer kunststoffbeschichteten Aluminiumtrommel auf. Die Standzeit der Trommel beträgt 500 000 Seiten, der Seitenpreis 2,3 Pfennige. Der Solid 30-2 führt das Papier auf geradem Wege durch die Mechanik und kommt so mit Problemmaterialien wie Etiketten, Warenanhängern oder Papieren bis 180 g/m2 gut zurecht. Der Preis liegt bei 26 000 Mark.
Für den Netzwerkeinsatz hat Lexmark einen 600-dpi-Laserdrucker entwickelt. Der Optra N druckt in 600 dpi 24 DIN-A4-Seiten pro Minute (DIN-A3: knapp die Hälfte). Binnen 16 Sekunden kommt die erste Druckseite. Lexmark setzt erstmals einen mit 50 MHz getakteten i960- Prozessor ein. Die Speichergröße beträgt 4 MByte und ist auf 64 MByte erweiterbar. Der Optra N ist kompatibel zu PostScript Level 2 und PCL 5 sowie PPDS (4029- Unterstützung). Die Tonerkassette reicht für 15 000 Seiten; die drei Papierfächer fassen zusammen 1100 Blatt. Für Netzwerkkarten stehen zwei Steckplätze zur Verfügung, das Printermanagement im Netz übernimmt die Software `MarkVision'. Im Preis wollte sich Lexmark nicht festlegen, orientiert sich jedoch an Hewlett-Packards LaserJet 5Si.
Für den Einsatz etwa in Arztpraxen hat Seikosha einen Drucker mit einer zweiten, abschließbaren Kassette für 250 Formulare im DIN-A6-Format entwickelt. Die Normalversion hat statt dessen einen nicht abschließbaren DIN-A4-Schacht für 250 Blätter. Der OP-800 enthält ein 8-Seiten-600-dpi-Druckwerk. Der 2 MByte große Arbeitsspeicher läßt sich auf 34 MByte erweitern. Der Preis liegt bei 2500 Mark. Als Beitrag zur Klasse der 600-dpi-Netzwerkdrucker präsentierte Fujitsu die Modelle Printpartner 10 und Printpartner 14. Die Memory Management Technik FM2 begnügt sich im Printpartner 10 dank Datenkompression bei der Aufbereitung einer 600-dpi-DIN-A4-Seite mit nur 2 MByte Arbeitsspeicher, das schnellere Modell ist mit drei MByte bestückt. Der Speicher läßt sich mit Standard-SIMMs auf 34 respektive 35 MByte erweitern. Beide Drucker arbeiten mit PCL5e und Hewlett-Packard-GL-II, PostScript Level 2 steht als Option zur Verfügung. Fujitsu liefert zu den Geräten 45 skalierbare Schriften (unter anderem für Ungarn, Kroatien, Polen, Tschechien, Slowenien, Bulgarien, Rußland, die Ukraine und Litauen). Die Druckeinheit hält 20 000 Seiten; die Tonerkassette reicht für 10 000 Seiten. Zum Einsatz im Netzwerk läßt sich ein Adapter einbauen. Der Preis für das DIN-A4-Model liegt bei 2800 Mark, die DIN-A3-Version soll 3200 Mark kosten. Canon bietet für den Netzwerkeinsatz den 12-Seiten-Laserdrucker LBP-1260 Plus. Er arbeitet unter PCL5e und optional unter PostScript Level 2 und kommt dank Memorymanagement bei der Aufbereitung von 600-dpi-Dokumenten mit nur 2 MByte Arbeitsspeicher (erweiterbar auf 34 MByte) aus. In der Grundversion kostet das Gerät rund 3450 Mark.
Ebenfalls in die Klasse der Hochleistungslaserdrucker fällt die CeBIT-Neuheit von Brother, der HL-1260e LaserAs. Sein 600-dpi-Druckwerk liefert 12 Seiten pro Minute in 256 Graustufen. Der 2 MByte großer Speicher läßt sich auf 66 MByte ausbauen. Neben 62 skalierbaren Schriften ist der HL-1260e mit den gängigen Barcodes bestückt. Optional steht eine Duplex-Einheit für den beidseitigen Druck zur Verfügung. Der Seitenpreis liegt unter drei Pfennigen. Den Listenpreis gibt Brother mit 3300 Mark an, als Straßenpreis erwartet man rund 2650 Mark.
Kyocera zeigte mit dem FS-1550+ einen 10-Seiten-Laserdrucker mit einer Grundauflösung von 300 dpi, das Kyocera Image Refinement interpoliert in der Vertikalen 1200 dpi. Er wartet mit einem 16,5 MHz schnellen MC-68020-Prozessor auf. Der neue PrintMonitor bindet den FS-1550+ per TCP/IP in LANs ein, außer SMNP stehen optional Local Talk, Ethernet und Token Ring zur Verfügung. Eine Druckseite kostet weniger als zwei Pfennige. Da Kyocera keine Listenpreisvorgaben macht, liegt die Preisbildung beim Fachhandel.
SoHo
Auch GDI-Drucker - Haupteinsatzgebiet SoHo (Small Office, Home Office) - arbeiten mittlerweile mit einer Auflösung von 600 dpi. Sie sind preiswert herzustellen, da die Bildaufbereitung in den Windows-Eingeweiden auf dem PC erfolgt. Im Drucker können Hochleistungsprozessor und Speicher (vom Puffer für flüssigere Datenübertragung abgesehen) also entfallen. 600 dpi bedeuten gegenüber 300 dpi die vierfache Datenmenge, die zu handhaben es eines leistungsfähigen PC bedarf. Die Druckerhersteller verlassen sich auf die Windows-95-bedingte Speicheraufrüstwelle. Oki wußte auf der CeBIT einen kleinen, schnellen und preiswerten GDI-Drucker mit 300 dpi Grundauflösung ins rechte Licht zu setzen; wir stellen ihn in dieser Ausgabe auf Seite 124 kurz vor.
Von Panasonic kommt der 600-dpi-Drucker KX-P6300, ein Tischgerät für den Einsatz unter Windows 3.11/95. Im PCL-Betriebsmodus sinkt die Auflösung auf 300 dpi. Der Arbeitsspeicher läßt sich von 256 KByte auf 1,25 MByte aufstocken, was dem Einsatz in Arbeitsgruppen mit maximal drei Benutzern zugute kommen soll. Die Druckleistung gibt der Hersteller mit maximal sechs Seiten pro Minute an. Der Straßenpreis wird dem des Vorgängers KX-P6100 ähneln, rund 700 Mark.
Für rund zweihundert Mark Aufpreis gibt es ebenfalls ab Mai den KX-P6500, der dasselbe Druckwerk, aber eine DOS-taugliche Elektronik mit eigenem Controller aufweist. Der 512 KByte große Speicher läßt sich auf 4,5 MByte aufstocken. Von Samsung war der ML-85-G zu sehen, ein GDI-Drucker, der am Enhanced Parallel Port (ECP) in einer Auflösung von 600 dpi bis zu acht Seiten pro Minute (sechs sonst) drucken soll. Die Lebensdauer der Kartusche mit Toner und Fotoleitertrommel wird mit 4000 Seiten angegeben. Der Preis stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest. Ebenfalls mit GDI-Technik arbeitet der SuperScript S860 von NEC. Er erzielt per GDI-Treiber unter Windows 95 acht Seiten pro Minute. Der eingebaute PCL-4.5-Controller (M68EC000, 16 MHz) arbeitet dank Datenkompression mit einem Arbeitsspeicher von nur einem MByte (mit Standard-SIMMs erweiterbar auf fünf MByte). Die Druckauflösung beträgt ohne Kantenglättung 600 dpi. Auf der Treiber-CD liefert NEC 78 Adobe-Schriften mit, 17 Schriften residieren bereits im Drucker selbst. Der SuperScript S860 kostet knapp 1500 Mark. Für weniger als 1000 Mark bietet auch Epson ein 600 dpi-GDI-Gerät. Der EPL- 5500w liefert sechs Seiten pro Minute, der Toner reicht für 2000 Seiten, die Trommel für 10 000 Seiten. Gesteuert wird das Gerät - auch in PCL4-Emulation - über das Windows-Printing-System.
Steht der Drucker direkt am Arbeitsplatz, kann der Anwender auch mal Hand anlegen - denkt sich Canon und stattet den BJC-4100, einen kleinen Tintenstrahler, mit zwei verschiedenen Druckköpfen aus. Der Vierfarbkopf druckt 16,7 Millionen Farbnuancen in 720 x 165; 360 dpi. Der vom Druckkopf getrennt installierte Tintentank reicht bei 30 Prozent Deckung für 100 Seiten. Mit der Schwarzweißpatrone läßt sich dieselbe Auflösung realisieren, eine Tankfüllung reicht bei für 900 Seiten. Der automatische Einzelblatteinzug faßt 100 Blatt. Den Straßenpreis schätzt Canon auf 600 Mark. Eine Nummer kleiner, dafür rund 150 Mark preiswerter fällt Canons `HomePrinter' BJC-210 aus. Der optionale Druckkopf BC-05 für Farbe kostet 60 Mark zusätzlich und hält bei 30 Prozent Deckung für 200 Seiten. Die Geschwindigkeit liegt bei 0,8 Seiten pro Minute.
Für nur 400 Mark bietet Hewlett-Packard den DeskJet 400 an. Der Tintenstrahldrucker gibt schwarzweiß in 600 x 300 dpi bis zu drei Seiten pro Minute aus. Durch Wechseln des Druckkopfes läßt sich der DeskJet 400 für 60 Mark zum Drucken in 16,7 Millionen Farbnuancen umrüsten. Die Auflösung dabei sinkt auf 300 x 300 dpi, das Drucktempo auf eine Drittelseite pro Minute.
Farbe
Farbe ist aus dem professionellen Bereich nicht wegzudenken, erfordert aber schon wegen der Druckgeschwindigkeit leistungsfähigere Maschinen als die im Heimbereich so beliebten Tintenstrahldrucker. Tektronix hat mit dem Phaser 550 einen Laserfarbdrucker ins Sortiment aufgenommen (siehe Test in c't 4/96, Seite 276), der in 1200-dpi-Auflösung bis zu fünf Seiten pro Minute farbig oder 14 Seiten monochrom ausgibt. Sein Tempo verdankt der Phaser 550 einer mit 34 MHz getakteten AMD-29040-CPU, welche Druckdaten im PostScript Level 2 (farbig) und PCL5 (monochrom) umsetzt. Der Speicher läßt sich von 8 MByte auf 72 MByte erweitern. Die Tonerkartuschen für die Farben CMY reichen für rund 8000 Seiten, die für Schwarz für 10 000 Seiten. Novum: Im Phaser 550 sind mehrere Web-Seiten gespeichert. Sofern er an einem TCP/IP-Netzwerk arbeitet, kann er von einem beliebigen PC mit WWW- Browser per `Phaser Link' konfiguriert, kalibriert und gesteuert werden. Der Phaser 550 kostet knapp 15 000 Mark.
Bunt ging es auch bei Mitsubishis A3-Druckern zu: `Verdammt nah am Original' sieht der japanische Hersteller die Druckergebnisse seiner beiden Sublimationsdrucker S6800-40 und G6800-40, dem Augenschein nach nicht zu unrecht. Das S-Modell bringt die Farben im klassischen Sublimationsverfahren durch Verdampfen zu Papier und erreicht durch 256 Abstufungen pro Kanal 16,7 Millionen Farbnuancen - in Schwarzweiß 256 Graustufen. Eine DIN-A3-Seite (Übergröße) kostet rund 15 Mark. Der Preis des S6800-40 liegt um 26 000 Mark.
Brandneu in der Sublimationstechnik ist das `Variable Dot' getaufte Druckverfahren. Es soll, eingesetzt im Modell G6800-40, die `Misregistration' deutlich verringern. Dabei variiert die Größe der Farbpunkte in 64 Stufen, insgesamt lassen sich 262 000 Farbnuancen realisieren. Ein Spezialpapier saugt die während des Druckvorgangs geschmolzene Farbe von der Oberfläche in senkrecht stehende Papierkapillaren. Das erhöht nicht nur die Abriebfestigkeit: Variable Dot liefert ein Druckbild, das dem von Offset-Maschinen sehr nahe kommt. Ferner sinkt der DIN-A3-Seitenpreis auf knapp 8 Mark. Damit bietet sich diese Maschine als Pre-Proof-Printer an. Der Preis des G6800-40 rangiert um 20 000 Mark. Beide Modelle arbeiten bis DIN-A3-Überformat, die maximale Auflösung beträgt 300 x 300 dpi. Die mit 33 MHz getakteten i860-RISC-Prozessoren verhelfen ihnen zu einem Drucktempo von 242 Sekunden pro Seite. Beide Maschinen verfügen über Centronics, Apple Talk, RS-232 und eine SCSI-Schnittstelle; optional läßt sich eine Ethernet-Karte einbauen.
Mit dem C LBP-360 PS wagt sich Canon, Marktführer bei Farbkopierern, jetzt in den Farblasermarkt. Das Gerät arbeitet wie der fast baugleiche LSR2000 von DEC mit dem Fiery-XJE-Controller von EFI unter PostScript Level 2. Das Druckwerk produziert bei 600 dpi Auflösung 3 Farb- oder 12 Schwarzweißseiten pro Minute (Overheadfolie: 1 Minute). Es findet sich auch in Apples LaserJet und in Lexmarks Optra-C. Die Elektronik steuert ein MIPS- R4600-Prozessor, die Speichergröße beträgt 32 MByte RAM (erweiterbar auf 48 MByte). Dank des modulierbaren Laserstrahls stellt der C LBP-360 PS jeden Farbpunkt (CMYK) in 256 Abstufungen dar. Der C LBP-360 PS unterstützt alle gängigen Netzwerke und kann gleichzeitig in PC-, Unix- und Apple-Umgebungen betrieben werden. Der Preis liegt bei 23 000 Mark.
Für unter 8000 Mark bietet Samsung mit dem PM-120 einen Sublimations-Farbdrucker an, der in 300 dpi Auflösung eine Seite farbig in 65 Sekunden druckt. Er arbeitet unter PostScript Level 2 mit einer AMD-29040-33-CPU; sein Speicher läßt sich von 16 MByte durch Standard-SIMMs auf 64 MByte erweitern. Dank einer externen SCSI-II- Schnittstelle lassen sich neben der internen zusätzliche Festplatten anschließen; obendrein bindet man die Maschine mit einer optionalen Netzwerkkarte ins LAN ein. Die Farbträgerfolie für Drucke in DIN-A4-Übergröße reicht für 100 Seiten.
Bis zur Postergröße DIN A2 druckt der T 7070 von Mannesmann Tally in Tintenstrahltechnik. Er arbeitet wahlweise mit einem Monochromdruckkopf (2700 Seiten) oder einem Farbdruckkopf (200 Seiten) und erzielt eine Auflösung von 720 x 360 dpi. Bei Endlospapier beträgt die maximale Breite 16 Zoll. In Schnellschrift schafft der T 7070 sieben DIN-A4-Seiten pro Minute, in den zwölf Zeichensätzen sind Kyrillisch, Arabisch, Griechisch und Türkisch vertreten. Der Preis liegt um 1800 Mark.
Formular
Geht es um Formulare mit Durchschlägen, führt kein Weg an mechanisch arbeitenden Druckern vorbei. Anwender in diesem Marktsegment fordern ferner eine höhere Geschwindigkeit, als sie preiswerte Laser- oder gar Tintenstrahldrucker zu bieten haben. So war auf der CeBIT von verschiedenen Herstellern zu erfahren, daß bei Nadeldruckern die Nachfrage wieder stark angestiegen sei. Bei NEC löst der Pinwriter P72X das Vorgängermodell P72 ab. Der Neue verarbeitet jetzt bis zu fünf Durchschläge und druckt bei 15 Zeichen pro Zoll (cpi) bis zu 413 Zeichen pro Sekunde (cps); bei 2000 Zeichen pro Seite entspricht das einer Leistung von 12,39 Seiten pro Minute. NEC realisiert im Silentwriter P72X zwölf verschiedene Papierzuführungswege, womit aus je zwei Endlos-, zwei Einzelblatt und einer manuellen Papierzufuhr im Wechsel gedruckt werden kann. Plug&Play-Funktionen für Windows 95 binden nicht nur Gerät und Treiber automatisch ein, sondern sorgen zusammen mit dem sogenannten `Smart-Head-System' für selbsttätige Papierbreiten- und - positionserkennung. Der Preis liegt um 1650 Mark. Zum Bedrucken von Lieferscheinen und Formularen baut Seikosha zwei 24-Nadel- Flachbettdrucker. Der FB-840 gibt bis zu 840 cps auf Formate bis DIN A3 quer aus und bewältigt bis zu 8 Durchschläge. Bei Letter Quality sinkt die Druckleistung auf 158 cps. Die Papierdicke darf bis zu 0,8 Millimeter betragen. Der Preis liegt bei 5600 Mark. Der kleinere FB-375 schafft fünf Durchschläge mit einer Druckgeschwindigkeit von 375 cps (in Letter Quality 83 cps). Er kostet rund 1700 Mark.
Fünf neue Nadeldrucker bot Star Micronics auf der CeBIT feil. Das schnellste Modell, der 9-Nadler LC-1521, druckt im Highspeed-Draft-Modus bei 10 cpi 400 cps auf Formulare bis 15 Zoll. Er bringt einen 45 KByte großen Speicher mit und unterstützt 31 Codepages, auch für Kyrillisch, Hebräisch und Arabisch. Der Preis liegt bei 850 Mark. Eine deutlich höhere Druckqualität bietet der 24-Nadler LC-4521. Er arbeitet im Draft-Modus bei 15 cpi mit bis zu 450 cps in einer Auflösung von 360 dpi. Das Papier darf bis 15 Zoll in der Breite messen und vier Durchschläge aufweisen. Der Preis liegt bei knapp 1000 Mark.
Foto
LCDI - Low Cost Digital Imaging - wurde noch vor der CeBIT als Trend gehandelt, allein: Es mangelte an der Umsetzung. Noch bleibt preiswertes Imaging, also digitale Bildeingabe (Scanner, Digitalkamera oder Mal-/Zeichenprogramm), Verarbeitung (Pentium-PC) und Ausgabe in Fotoamateur-Qualität (Farbdrucker) Stückwerk. Geschlossene Lösungen sind rar, doch die Hersteller sogenannter Fotodrucker stehen bereits Gewehr bei Fuß. Beispiel: Unter 1000 Mark wird der DIN-A6-Fotodrucker CP-D1 von Mitsubishi Electric kosten. Er arbeitet im Sublimationsverfahren, bei dem die Farbe weitgehend wisch- und kratzfest in das Papier eingedampft wird. Das Resultat kommt einem Farbabzug sehr nahe, auch das Format und Preis lehnen sich an die herkömmliche Fotografie an: Die bedruckbare Fläche mißt 12,3 x 8,2 Zentimeter, die Kosten pro Bild (Spezialpapier und Farbfolie) liegen knapp unter einer Mark pro Bild. Der CP-D1 druckt 720 x 480 Punkte in 16,7 Millionen Farbnuancen in rund zwei Minuten. (kr) (ole)