Ins Bild gesetzt
Durch eingebaute TV-Tuner, integrierte PC-Hardware und aufgebrachte Touch-Oberflächen sollen Displays zukünftig den Zweitfernseher in Küche und Kinderzimmer ersetzen, als portable Surfstation dienen oder sich als integrierte Web-TV-PC-Kombination präsentieren.
Dem Trend zum TV-Monitor ist die Firma Samsung schon seit geraumer Zeit auf der Spur: Deren LC-Displays der MP-Reihe integrieren TV-Tuner sowie Lautsprecher und lassen sich per Fernbedienung steuern. Außerdem präsentiert Samsung seinen ersten Web-Monitor inklusive TV-Tuner, Infrarot-Tastatur und -Maus. Zunächst will der koreanische Hersteller die neue Geräteklasse mit Röhrenmonitoren realisieren, auf der CeBIT wird er aber auch eine Variante mit LC-Display zeigen. Daneben kann man am Stand Samsungs komplette Produktpalette an Röhrenmonitoren und LC-Displays bewundern, darunter der derzeit größte in Serie produzierte TFT-Monitor SyncMaster 240T mit 24"-Bilddiagonale (1920 x 1200 Pixel) sowie die LCD-Einsteigermodelle aus der Samtron-Reihe. Außerdem werden ein 19"-LCD mit neuem Samsung-Panel in PVA-Technik (Parallel Vertical Alignment) ausgestellt sowie ein 42-zölliger Rückprojektionsfernseher. Bei den Röhrenmonitoren liegt der Fokus auf den planen Röhren; mit einem 19"-CRT mit planer Oberfläche und in Kurzhalstechnik gibt Samsung die zukünftige Richtung für Röhrenmonitore vor.
Auch LG Electronics präsentiert seine Produktpalette an Flatron-CRTs und -LCDs sowie diverse Flüssigkristallpanels in unterschiedlichen Größen. Darunter soll sich ein 20,1-zölliges Panel mit UXGA-Auflösung (1600 x 1200 Bildpunkten) befinden und ein 20,8"-Panel mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln (QXGA). Zur letzten CeBIT hatte bereits Viewsonic ein QXGA-LCD vorgestellt; es basierte auf einem 20,8"-Panel von IBM (siehe c't 6/00, S. 18), wurde jedoch bis heute nicht als Serienprodukt realisiert. Deshalb darf man gespannt sein, ob LGs Anlauf auf die hochauflösende Klasse erfolgreicher ist. Mit LCD-Modulen für Web-Pads zeigt sich der koreanische Hersteller aufgeschlossen für mobile Internetanwendungen. Am Stand sollen fünf Webpads und ein Kühlschrank ihre Internet-Tauglichkeit unter Beweis stellen.
Eizo stellt die Präsentation seiner LCD-Garde unter das Motto ‘SlimEdge’: Die flachen Bildschirme sind von einem extrem schmalen Rand eingefasst, ein 18-zölliges Display begnügt sich beispielsweise mit weniger als zwei Zentimeter Rahmenbreite. Außerdem setzt der japanische Hersteller auf Client/Server-Anwendungen und zeigt ein Windows-Based-Terminal mit 15"-LC-Display. Den vor einiger Zeit erfolgten Einstieg ins Plasma-Geschäft demonstriert das Unternehmen mit einer großen ‘Videoleinwand’ aus 50 Plasmabildschirmen. Zusätzlich kann man auch die aktuellen Video- und Datenprojektoren von Eizo inspizieren sowie die aktuelle CRT-Produktpalette, darunter ein planer 21"-Bildschirm.
Ebenfalls in Halle 12 will die Firma Philips ihr neues Gehäusekonzept für Flachbildschirme vorstellen. Anwender haben künftig die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Standfüßen, die je nach Bedarf mit Lautsprechern oder USB ausgestattet sind oder eine Drehung des Displays in den Portrait-Modus erlauben. Die ersten Geräte mit dem neuen Outfit sind zwei 15-zöllige LCDs mit im Display integrierten Netzteil und hybridem Signaleingang. Außerdem zeigt das Unternehmen eine 17-zöllige LCD-TV-Kombination, die sich wahlweise als PC-Monitor, als kabeltaugliches TV-Gerät inklusive Videotext oder als Bildschirm für den Anschluss von DVD-Player, Videorecorder oder Kamera nutzen lässt.
Sharp Electronics legt den CeBIT-Schwerpunkt auf vernetzte Kommunikationslösungen. Hierzu gehören unter anderem Videokonferenzsysteme mit LC-Displays sowie Monitore für Bildpräsentationen. Gezeigt werden Flachbildschirme mit Diagonalen von 15 bis 19,6 Zoll (Letztere in UXGA-Auflösung, also 1600 x 1200 Pixel). Die Ergebnisse einiger neuer Techniken dürften erstmals dem breiten Publikum zugänglich sein, darunter Beschichtungen zur Bildschirmentspiegelung und LCDs mit so genannter ASV-Technik (Advanced Super V). Mit einem 16-zölligen LCD stellt Sharp zudem eine Bildschirmgröße mit SXGA-Auflösung (1280 x 1024 Pixel) vor, die in Konkurrenz zu 17"- und 18"-LCDs treten könnte; bislang hatte nur die Firma IBM einen 16-zölligen Flachbildschirm im Programm.
Bilderwerfer
Bei den Projektoren geht der Trend zu den mobilen Leichtgewichten: Die neue Geräteklasse mit einem Gewicht von weniger als 2 kg will in diesem Jahr bereits 15 Prozent des Marktes für sich gewinnen, in 2003 sollen die leichten Bildwerfer sogar über 50 Prozent des Marktes dominieren. Zudem muss man sich dann nicht mehr wie bisher bei den halbwegs erschwinglichen Geräten mit unter 1000 ANSI-Lumen begnügen. Während im vergangenen Jahr noch über 60 Prozent aller Geräte an der magischen 1000-Lumen-Grenze scheiterten, sollen schon in 2002 mehr als 85 Prozent aller verkauften Geräte deutlich heller strahlen.
Auf der CeBIT kann man etliche der lichtstarken, mobilen Projektoren bewundern, darunter beispielsweise den LP130 von InFocus. Der nur 1,36 kg leichte Bildwerfer passt auf eine Stellfläche von nur 17 x 21,9 Zentimetern und nutzt DLP-SpiegelArrays zur Projektion. Er kann mit Notebook und PC über den VGA-Eingang oder den DVI-I-Port kommunizieren und versteht sich auch auf konventionelle Fernsehsignale. Mit 1100 ANSI-Lumen behauptet sich der LP130 auch in helleren Räumen. Bei Toshiba bringt das lichtstarke Mobilgerät TDP-P4 runde 1,4 Kilogramm auf die Waage, zeigt Bilder mit einer Leuchtdichte von 1100 Lumen bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten (XGA) und versteht sich auch auf HDTV-Formate. Im silbergrauen Magnesiumgehäuse begnügt er sich mit einer Stellfläche von 15,9 x 21 Zentimetern, als Signaleingang stehen DVI, S-Video und Composite Video bereit. Der AstroBeam X10 von Anders und Kern wiegt 1,5 kg, leuchtet mit 1100 Lumen und zeigt ebenfalls XGA-Auflösung. Wie alle derzeitigen Leichtgewichte handelt es sich auch bei den Geräten von Toshiba und A&K um Projektoren auf DLP-Basis. Erst in Zukunft wird man in dieser Geräteklasse auch andere Techniken - beispielsweise organische Displays - antreffen.
Anders und Kern: Halle 8, Stand A31
Eizo: Halle 12, Stand D24
InFocus: Halle 8, Stand C05
LG Electronics: Halle 12, Stand C30
Philips: Halle 12, Stand B06
Samsung: Halle 12, Stand C49
Sharp Electronics: Halle 1, Stand 7A2
Toshiba Halle 1, Stand 6H2
(uk)