Vorreiter

`Internet aus der Steckdose wird in Baden-Württemberg sehr bald Realität sein´, kündigte Dr. Karlheinz Bozem, Vorstandsmitglied der EnBW an.

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Nachdem Nortel im Herbst letzten Jahres und zuletzt auf der CeBIT die Technologie zur Datenübertragung über 230-V-Leitungen demonstrierte, zeichnet sich allmählich auch die praktische Anwendung der `Digital Powerline´ ab: Nortel und die eigens für die 230-V-DFÜ gegründete Schwestergesellschaft Nor.Web gaben bekannt, daß sie mit zehn internationalen Energieversorgungsunternehmen Abkommen unterzeichnet haben. Unter anderem gehören Energieversorger aus Schweden und den Niederlanden sowie in Deutschland auch das RWE dazu. Der potentielle Markt für die Digital Powerline beläuft sich durch diese Abkommen auf mehr als 35 Millionen Haushalte in sieben europäischen und asiatischen Ländern.

`Der Wettbewerb in der Elektrizitätswirtschaft erfordert, daß wir die im Konzern vorhandenen Kräfte bündeln, um schnell und marktorientiert neue Dienstleistungen zu entwickeln. Dabei spielt die Einbindung der Kunden eine entscheidende Rolle´, sagte Dr. Bozem, der im EnBW-Konzern für die Telekommunikationsaktivitäten verantwortlich ist.

Bis zum offiziellen Netzstart kann allerdings noch ein Jahr vergehen. Zu den Anwendungen sollen neben dem Internet-Zugang zum Beispiel Fernsteuerung, Sicherheit und Automatisierung zu Hause oder etwa Online-Banking und -Shopping gehören. DPL ermöglicht eine Internetanbindung mit einer Bandbreite von 1 MBit/s - rund zehnmal schneller als ISDN. (dz) (dz)