Experten befürchten Engpässe bei elektronischen KFZ-Ersatzteilen

Experten vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) warnen vor Engpässen bei elektronischen Ersatzteilen für Autos.

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  • dpa

Ob Routenplaner, Einparkhilfen oder Internetanschluss – der Siegeszug der Elektronik im Auto setzt sich fort, bereitet Entwicklern aber Kopfzerbrechen. Bei einer Tagung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) am heutigen Donnerstag in Baden-Baden sagten Experten schon in absehbarer Zeit Engpässe bei elektronischen Ersatzteilen für Autos voraus. Grund ist nach den Worten des VDI-Tagungsleiters, Christian Trowitzsch, dass in immer kürzeren Abständen neue Elektronik-Produkte auf den Markt kämen.

Während ein Auto noch zwei Jahrzehnte nach dem Serienstart "reparaturfähig" sein muss, seien Elektronikhersteller oft nicht bereit, längst überholte Bauteile nach so langer Zeit noch zu liefern. Derzeit werde über Lösungen nachgedacht. Das Problem sei unter anderem, die benötigte Menge schon beim Ende der Serienproduktion auf Jahre voraus abzuschätzen und auch die hohen Lagerhaltungskosten und die Lagerungsfähigkeit der Bauteile einzubeziehen. Trowitzsch regte an, nach dem Vorbild der Unterhaltungselektronik auch zurückgenommene Bauteile wieder zu verwenden.

"In zwei bis drei Jahren sind Routenplaner in allen Fahrzeugklassen verfügbar", schätzt der Entwicklungsleiter Elektronik bei Opel, Peter Gresch. Er geht davon aus, dass Navigationssysteme – ähnlich wie Klimaanlagen – dann auch bei Kleinwagen verstärkt angeboten werden. Gresch sagte weiter: "Sinkende Mobilfunkkosten und höhere Bandbreiten mit UMTS fördern das Internet auf Rädern." Damit der Autofahrer am Ende vor lauter Technik nicht den Überblick verliert, müsse aber Wert auf leicht zu bedienende Systeme gelegt werden. Eine Herausforderung sei zum Beispiel die Spracheingabe. (dpa) (wst)