Schweden und Niederländer fahren zur Programmier-WM (Update)
Neben Schweden und Niederländern fahren auch Ulmer Informatiker zum Finale des International Collegiate Programming Contest.
Beim nordwesteuropäischen Regionalentscheid, der am Sonntag an der Technischen Universität (TU) in Darmstadt ausgetragen wurde, belegten die Coderunners der schwedischen Universität Umea den ersten Platz. Das Team Bug Fiction der Universität Groningen (Niederlande) kamen auf Platz zwei. Das beste deutsche Team aus Oldenburg (Oldenburg 1) hat mit Rang drei nur knapp die Finalteilnahme verpasst. Beim Ausscheidungswettbewerb für Zentral- und Mitteleuropa, der an diesem Wochenende in Freiburg ausgetragen wurde, belegten zwei Mannschaften aus Ulm die ersten beiden Plätze.
Die Gewinner werden im März 2001 in Kanada gegen 58 Mannschaften aus aller Welt antreten. Die Weltmeister erhalten Stipendien an amerikanischen Universitäten und Sachpreise, etwa vom Hauptsponsor IBM.
Der eigentliche Wettbewerb dauert fünf Stunden. Die Mannschaften müssen sechs von neun Programmieraufgaben in ANSI-C, ISO-Pascal, ANSI-C++ oder Java lösen. Als Wettkampfaufgaben wurden in den letzten Jahren Probleme wie beispielsweise die Optimierung von Flugrouten oder die Kodierung und Dekodierung von Satellitendaten gefordert.
Während des Wettbewerbs steht jedem Team nur ein Rechner zur Verfügung. Die Teams arbeiten an Notebooks, die per Funk mit einem Rechner vernetzt sind, auf dem die Problemlösungen noch während des Wettkampfs online getestet und bewertet werden.
Die so genannte "Olympiade der Programmierer" wird seit 1977 vom Informatik-Fachverband Association for Computing Machinery (ACM) veranstaltet. Auch im kommenden Jahr ist die Universität in Darmstadt Ausrichter der Vorausscheidung für Nordwesteuropa.
Der Darmstädter Wettbewerb ist Teil des weltweiten, jährlich stattfindenden Programmierwettbewerbs mit 30 Regionalentscheidungen (sechs europäische, elf nordamerikanische, acht asiatische, je zwei lateinamerikanische und afrikanisch-arabische und eine südpazifische), an denen sich in diesem Jahr von September bis November weltweit 2232 Teams aus 1096 Hochschulen an 30 Regionalausscheidungen beteiligten. Die Endausscheidung, zu der sich 60 Mannschaften qualifizieren können, findet vom 7. bis 11. März in Vancouver (Kanada) statt. (wst)