Hotspot-Blockierer: US-Behörden gehen gegen Hilton-Hotels und Provider vor

Die US-Aufsichtsbehörde FCC hat US-Hoteliers und Providern, die persönliche Hotspots blockieren oder Ermittlungen in solchen Fällen behindern, erneut Strafen angedroht. Die Hilton-Unternehmensgruppe wird schon zur Kasse gebeten.

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(Bild: hilton.com)

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Gegen die Hilton-Gruppe sind bei der FCC (Federal Communications Commission) seit August 2014 schon mehrere Beschwerden eingegangen. So sollten Kunden, deren persönliche WLAN-Hotspots von dem Unternehmen blockiert wurden, für die Nutzung des hauseigenen WLAN rund 500 US-Dollar zahlen. Ähnliches passierte laut Beschwerden in anderen Hotels der Hilton Worldwide Holdings, zu denen unter anderem auch Waldorf Astoria, Conrad, Double Tree und weitere Marken gehören.

Wie die FCC nun bekannt gab, halfen die Hilton Worldwide Holdings allerdings nicht ausreichend bei der Aufklärung dieser Anschuldigungen mit. Sie hätten nur unzureichende Dokumente vorgelegt, die lediglich Informationen zu Hilton-Hotels beinhalten. Dabei vereinen sich unter dem Dach "Hilton" noch weitaus mehr Marken, deren Umgang mit persönlichen Hotspots ebenfalls geprüft werde müsse.

Hilton ist mehr als nur Hilton – das mahnt die FCC an. Auch für Double Tree und andere müssen Daten vorliegen.

(Bild: Hilton )

Die Hilton Worldwide Holdings müssen nun in einem ersten Schritt 25.000 US-Dollar Strafe zahlen. Kommen sie den Forderungen der FCC auch nach der Zahlung nicht nach, droht die Behörde mit weitaus höheren Bußgeldern.

Dass sie wesentlich härtere Strafen verhängen kann, bewies sie unter anderem, als sie im Oktober 2014 gegen die Marriott-Hotels vorging und eine Strafe von 600.000 US-Dollar verhängte. In 2015 wurden die Smart City Holdings zu 750.000 US-Dollar verdonnert, weil sie in Kongresszentren persönliche Hotspots blockierten.

Mit ihrer Erklärung zu den Hilton Worldwide Holdings schickte die FCC auch eine Ankündung für den WLAN-Provider M.C. Dean mit. Sie habe vorgeschlagen, dass dieser 718.000 US-Dollar zahlen sollte, da er im Baltimore Convention Center persönliche Hotspots störte. (kbe)