Dem Foto nah
Die kommende Generation von Scannern und Farbdruckern liefert zunehmend überzeugenden Fotorealismus bei akzeptablen Kosten. Auf gleich bleibendem Preisniveau steigt der technische Leistungsumfang. Sechsfarbdruck ist bezahlbar geworden, relativ hoch auflösende Flachbettscanner rutschen in die Preisklasse unter 500 Mark.
Canon zeigt auf der CeBIT seinen fototauglichen Drucker BJC 8200 Photo (siehe Test in c't 2/2000, S. 128). Er arbeitet mit sechs Farben bei einer Auflösung von 1200 x 1200 dpi und soll ab März für knapp 900 Mark erhältlich sein. Der Vierfarb-Drucker BJC 3000 eignet sich für den Heim- und Büroeinsatz; seine Tintentanks lassen sich - wie beim größeren Modell - einzeln auswechseln. Er kostet um die 300 Mark.
Epson will in Hannover drei neue Druckermodelle präsentieren. Der PhotoStylus 875 DC unterscheidet sich vom 870er-Modell durch einen eingebauten PCMCIA-Slot, um beispielsweise Bilder aus einer Digitalkamera ohne Umweg über den PC auszugeben. Beide Drucker bearbeiten Papier bis DIN A4, der Stylus Photo 1270 Papierbögen bis DIN-A3-Überformat. Die drei ‘Neuen’ sollen bei einer Druckauflösung von 1440 x 720 dpi fotoartige Drucke erzeugen. Eine variable Tintenmenge (4, 7 oder 11 Picoliter) erlaubt eine Optimierung der Ausgabe auf das jeweilige Motiv: Große Flächen werden mit großen Tropfen, feine Details mit den kleinsten Tröpfchen gedruckt. Das Patronensystem der neuen Modelle wurde um einen ‘intelligenten’ Chip erweitert, der die jeweils abgerufene Tintenmenge speichert und den Wechsel bereits gebrauchter Tanks gestattet.
Ein Problem der Tintendrucker besteht in der im Vergleich zum ‘echten’ Foto geringeren Lichtbeständigkeit der Drucke. Mit einer verbesserten Tintenrezeptur, die erstmals bei den neuen Fotodruckern zum Einsatz kommt, und einem speziellen Papier namens Premium Glossy Photo Paper will Epson eine Lichtechtheit von über 10 Jahren garantieren.
Hewlett Packard zeigt mit dem DeskJet 840C einen Tintenstrahldrucker für Einsteiger. Er soll dank ‘PhotoREt II Precision Technology’ fotorealistische Ausdrucke, scharfrandigen Text und aufwändige Grafiken liefern - zu einem günstigen Preis. Eine zusätzliche USB-Schnittstelle ermöglicht den Anschluss an Mac-Rechner. Mit optionalen ‘Frontklappen’ in den iMac-Farben lässt sich der 840C optisch der Mac-Welt anpassen. Sein Preis liegt bei circa 300 Mark.
Die Tintenstrahldrucker der HP DeskJet 900-Familie, der 930C und der 950C, sollen mit der ‘PhotoREt III Precision Technology’ fotorealistische Ausdrucke auch auf verschiedenen Papiermedien ermöglichen. Die Qualität des Schwarzweiß-Drucks sei vergleichbar mit der eines Laserdruckers, berichtet der Hersteller. Beide DeskJets können über die parallele Schnittstelle oder USB angeschlossen werden; damit sind sie Mac-kompatibel. Dank einer Frontpapierzuführung und der hochklappbaren Papierkassette nimmt der rund 400 Mark teure DeskJet930C wenig Platz ein. Für den Fotodruck eignet sich der DeskJet 950C, der eine separate Zuführung für Fotopapier (10 x 15 cm) aufweist; er kostet rund 550 Mark.
Scharfmacher
Mit dem ScanJet 5300C stellt HP einen Flachbett-Scanner vor, der ein Farbfoto in unter 50 Sekunden einscannt und sich mit der Vierknopfbedienung effektiv handhaben lässt. Das Gerät soll etwa 550 Mark kosten.
Das neue Einsteigergerät von Mikrotek, der ScanMaker 3600, arbeitet bei 42 Bit Farbtiefe mit 600 x 1200 dpi und überträgt die Scandaten via USB. Im Preis von knapp 250 Mark enthalten sind PhotoDeluxe von Adobe, Ulead PhotoImpact und Caere OmniPage LE (Texterkennung). Die Scansoftware ScanWizard 5 enthält eigene Bildbearbeitungswerkzeuge zum Retuschieren der gescannten Bilder.
Mit doppelter Schnittstellenausstattung - SCSI und USB - kommt der ScanMaker X12USL daher. Das Gerät bearbeitet bei einer Auflösung von 1200 x 2400 dpi und 42 Bit Farbtiefe Vorlagen bis 35,6 cm Länge. Die Benutzungsoberfläche des Treibers ScanWizard 5 lässt sich in zwei Modi - für Anfänger oder für Profis - schalten. Microtek liefert Adobe PhotoShop 5.0 LE, Caere PageKeeper (Dokumentenverwaltung) und die OCR-Software Caere OmniPage LE mit. Der ScanMaker X12USL kostet in der normalen Ausführung rund 700 Mark. In der Advanced-Version, mit Durchlichtaufsatz und der Scan-Software SilverFast von LaserSoft, kostet er knapp 900 Mark.
Für den PrePress-Bereich empfiehlt Microtek den ArtixScan 1100, der eine Farbtiefe von 42 Bit mit einem Dynamikbereich von bis zu D 3,7 und einer optischen Auflösung von 1000 x 2000 dpi kombiniert. Zum Lieferumfang gehört ein Set an gläsernen und glaslosen Filmhaltern für Mehrfachscans. Das Gerät wird mit einer Kalibriersoftware und mit Kodak-Q60-Kalibrierungsvorlagen ausgeliefert; die Software beruht auf dem Kodak Colour Management System. Neben der Scansoftware SilverFast von LaserSoft bringt das Gerät auch die Microtek-eigenen Treiber- und Farbmanagementsoftware ScanWizard Pro mit. Der ArtixScan 1100 soll knapp 5000 Mark kosten.
Umax stellt den 36-Bit-Scanner PowerLook 1100 vor, der sich dank FireWire/IEEE-1394-Bus-System im Vergleich zu SCSI einfacher und schneller handhaben lässt. Als Highend-Scanner konzipiert, beträgt seine Auflösung 1200 x 2400 dpi bei einer maximal differenzierten Dichte von D3,4. Mit der patentierten Bit Enhancement Technology will Umax das Signal-Rausch-Verhältnis des Scanners entscheidend verbessern. Dem Gerät liegt das TWAIN-Modul MagicScan 4.4 (Windows/Mac), Kodak MagicMatch (Windows/ Mac) zur Farbkalibrierung sowie Adobe Photoshop 5.5 LE bei. (uh)
Canon: Halle 1, Stand 4e5
Epson: Halle 7, Stand A14/B14
HP: Halle 7, Stand C30
Microtek: Halle 9, Stand A72
Umax: Halle 13 Stand D52
(uh)