Zweite Mainboard-Generation für den Athlon
Die zweite Generation von Mainboards für den Athlon-Prozessor von AMD hält auf der CeBIT Einzug in die Regale der Aussteller. Zum einen erscheinen Boards mit dem VIA-Chipsatz KX133. Zum anderen kommt eine aktualisierte Revision des Irongate-Chipsatz von AMD auf kostensparenden Board-Designs zum Einsatz.
VIA liefert seit Anfang Januar den KX133 aus, der die Athlon-Welt um AGP-4X und PC133-Speicher bereichert. Vor allem das von VIAs Slot-1-Chipsatz 694X (Apollo Pro133A) bekannte Speicher-Interface verspricht viel: Im Vergleich zu PC100-Speicher steigt die theoretische Bandbreite von 800 auf 1064 MByte/s. Zudem soll der KX133 mit verschiedenen Speichermodulen auch in Mischbestückungen besser zurechtkommen als der in dieser Hinsicht etwas ‘zickige’ Irongate-Chipsatz. Laut VIA hat AMD für den Irongate auf recht alte Bibliotheken von VIA-Chipsätzen zurückgegriffen, und gerade bezüglich des Speicher-Interface hat VIA seit den ersten ‘Apollo-Missionen’ doch einige Fortschritte gemacht.
Mainboards mit dem VIA KX133 wollen AOpen (H 13/F51), Chaintech (H 13/F70), EPoX (H 13/F36), Lucky Star (H 13/D83,2), Luckytech (H 13/B70,10), NMC (H 13/B25), Legend QDI (H 13/A17) und Soltek (H 13/F50) vorstellen. Die Ausstattung der Boards gleicht sich: ein AGP-, fünf PCI-, ein ISA und ein AMR-Slot, AC’97-Sound, Ultra-ATA/66-Adapter, vier USB-Ports und drei DIMM-Sockel (obwohl laut neuem KX133-Datenblatt vier erlaubt sind).
Auch AMD hat seinen Chipsatz weiter entwickelt und liefert nun eine Version mit ‘Super Bypass’ aus (siehe Bericht in c't 4/2000 ab Seite 118). Über die tatsächliche Bezeichnung dieser Revision herrscht reichlich Uneinigkeit: AMD selbst und einige Hersteller bezeichnen sie als C5, wogegen die PCI-Revision-ID 25h des Irongate laut Datenblatt als C6 zu interpretieren wäre.
Die neue Board-Generation mit dem Irongate C5/C6/25h beruht auf einem Referenz-Design von AMD, das kostengünstige 4-Layer-Boards vorsieht, im Unterschied zu den bisherigen Boards mit sechs Lagen. Sie sind bei DFI (H 13/F35), Gigabyte (H 13/F13), Lucky Star, MSI Microstar (H 13/F31), Shuttle (H 13/C46) und Soyo (H 13/D70) zu finden. Die Ausstattung der Boards mit Onboard-Sound, PCI- und ISA-Slots variiert. Gemeinsam neben den üblichen Schnittstellen sind drei DIMM-Sockel, ein AGP-Slot und der Verzicht auf AMR.
Asus (H 13/B52) und MSIMicrostar bieten Micro-ATX-Versionen von schon vorhandenen Boards an. Auf diese maximal 244 x 244 cm2 großen Platinen passen meistens nur ein AGP- und drei PCI-Slots. Weitere Athlon-Boards haben Asus, Biostar (H 13/B32), FIC (H 13/B08), Transcend (H 13/C14/1) und TMC/Mycomp (H 13/F37) angekündigt, doch mit Einzelheiten halten sich die Hersteller noch bedeckt. (jow) (jow)