Scharfblick

Die Scanner der nächsten Generation versprechen mehr Bildqualität durch feinere Auflösung und größere Farbtiefe. Obendrein lernen sie immer mehr Softwaretricks wie automatische Vorlagenerkennung oder Entfernen von Schmutzpartikeln, die das Scannen erleichtern.

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Von
  • Bianca Dechtjarew

Das Design der neuen Scanner wird allgemein kompakter, formschöner und farbenfroher. Vor allem die flachen CIS-Geräte (Compact Image Sensor) findet man immer häufiger, so etwa bei Umax mit den Modellen AstraSlim 600 und 1200. Canon nimmt noch mehr CIS-Scanner ins Angebot und will gleichzeitig sein Sortiment an CCD-Modellen (Charge Coupled Device) einschränken.

Fast alle künftigen Flachbettscanner erhalten eine höhere optische Auflösung von 1200 dpi und mehr, die reale Farbtiefe steigt zumeist auf 48 Bit. Benq will sogar ältere Modelle, die noch unter dem Namen Acer Communications & Multimedia verkauft wurden, nachträglich auf 48 Bit umrüsten. Filmscanner erreichen nun überwiegend 3000 dpi bei gleichfalls 48 Bit Farbtiefe.

Die höhere Auflösung wird zum Teil durch Mehrfach-CCDs erzielt. Epson zeigt beispielsweise die beiden Perfection 1650 Photo und 2450 Photo, die jeweils mit zwei versetzt angeordneten CCD-Sensoren optische Auflösungen von 1600 dpi beziehungsweise 2400 dpi erreichen sollen. Der ScanMaker 5600 von Microtek, bereits vorgestellt in c't 5/02, S. 23, arbeitet sogar mit sechs versetzen CCD-Zeilen und soll damit auf 2400 x 4800 dpi kommen.

Wie die kĂĽnftige Standardanbindung zwischen Scanner und Rechner aussieht, ist noch offen. Die meisten Hersteller bleiben vorerst bei USB 1.1; vielleicht wollen sie abwarten, ob USB 2.0 sich wirklich gegen FireWire durchsetzt. Nur einige wagen erste Schritte in diese oder jene Richtung.

Canon beispielsweise bringt mit dem CanoScan D1250U2 seinen ersten Flachbettscanner mit USB 2.0 auf den Markt. Er erreicht 1200 x 2400 dpi bei 48 Bit Farbtiefe. Als D1250U2F soll er auch im Bundle mit einer USB-2.0-Interface-Karte für den PC und einer integrierten Durchlichteinheit vertrieben werden. Benq präsentiert den ScanPrisa 6400UT mit einer optische Auflösung von 1200 x 2400 dpi, 36 Bit Farbtiefe und USB-2.0-Anschluss.

Microtek dagegen baut in einige Modelle einen FireWire-Port zusätzlich ein, zum Beispiel in den FilmScan 3600 Silver. Wenige Hersteller wie Umax oder Epson bieten sowohl Geräte mit USB 2.0 als auch solche mit FireWire an. Die USB-2.0-Anbindung findet man meist bei den billigeren Scannern, den zusätzlichen FireWire-Port bei den Highend-Geräten.

Scannerhersteller Hewlett-Packard und Plustek haben für sich den Mobilscanner-Markt entdeckt. Während HP noch keine Details preisgibt, kündigt Firma Plustek den Visitenkarten-Scanner OptiCard 600 an, der optisch 600 x 600 dpi in 255 Graustufen auflöst. Ihr Notebook-Scanner OpticPro SF 600 kommt auf 600 x 1200 dpi bei 24 Bit Farbtiefe. Beide Geräte arbeiten mit CIS-Sensoren und beziehen den Strom über die USB-1.1-Schnittstelle. (bid)

Benq Europe, Halle 21, A24
Canon, Halle 1, 4e 4/5b 2
Epson, Halle 23, B42
Hewlett-Packard, Halle 23, A10
Microtek, Halle 25, B50
Plustek Technology, Halle 22, A29
Umax Systems, Halle 22, B07 (ole)