Zwergdenker für den Herbst
Bereits im Vorfeld schürte Palm das Gerücht, auf der Systems seine ersten PDA-Modelle mit Palm OS 5 zu zeigen. Was sich hinter den neuen Labels Tungsten und Zire, die man im Vorfeld bekannt gab, verbirgt, will man erst auf der Systems präsentieren. Aber schon vorher verkündeten Palm-Sprecher in Interviews, dass es sich dabei um drei neue Geräte handeln werde, von denen eines mit GSM und Palm OS 5 ausgestattet sein wird und zwei unter der älteren Systemversion 4.x laufen.
- Daniel Lüders
- Dr. Jürgen Rink
Nach dem Erfolg der Consumer-Serien m1xx ist es denkbar, dass Palm auch weiterhin diesem Markt mit einer eigenen Serie Beachtung schenkt, zu der die zwei neuen Modelle gehören sollen.
Vieles brodelt auch in der Gerüchteküche von Sony: In Japan hat der Elektronikkonzern bereits sein PDA-Spitzenmodell NR70V aus den Verkaufsregalen verschwinden lassen, aber hierzulande ist noch kein Ende des Abverkaufs in Sicht. Über eine Flaute kann sich das Unternehmen in Deutschland wahrlich nicht beschweren, denn momentan kann Sony die Nachfrage nach dem NR70V nicht befriedigen, weshalb sich Kunden auf Wartezeit einstellen müssen. Davon können andere Hersteller derzeit nur träumen.
Gerüchten zufolge soll Sony bereits das Nachfolgemodell NX70 mit Palm OS 5 und XScale-CPU in der Hinterhand bereit halten. Die eingebaute Kamera soll Bilder mit im Vergleich zum NR70V doppelt so hoher Auflösung knipsen und neben dem Memory-Stick-Slot soll - man höre und staune - ein CF-Slot integriert sein. Doch auch wenn man schon viele Details über das Internet erfährt, lässt es der Elektronikriese offen, ob er sein neues Modell zur Systems mitbringt. Auf jeden Fall wird er die Funktionen des neuen Bluetooth-Memory-Stick demonstrieren, der zu einem Preis von etwa 220 Euro sämtlichen Cliés den Kurzstreckenfunk beschert.
Nachdem alle anderen Hersteller in ihre neuen Pocket PC 2002 einen XScale-Prozessor mit 400 MHz einbauen, zeigt Toshiba mit dem neuen e330 kurioserweise den ersten PDA mit einem langsameren PXA-250: Die CPU läuft mit 300 MHz Takt, spricht den Speicher aber dennoch mit einem FSB von 400 MHz an. Ansonsten bringt der neue Handheld alle üblichen Beigaben von Pocket PCs mit: 64 MByte RAM, 32 MByte Flash-ROM, reflektiver Farb-Touchscreen mit 16 Bit Farbtiefe, IrDA-Schnittstelle, Kopfhörer-Anschluss, Mikrofon und einen SD/MMC-Erweiterungsslot. Das 147 Gramm leichte Gerät soll ab sofort hierzulande für 600 Euro erhältlich sein. Die Lebensmittelkette Plus plant sogar, den kleinen Rechner demnächst im Bundle mit einem GPS-Empfänger und der Navigationssoftware MobileNavigator von Navigon für 777 Euro anzubieten.
Logitech stellt in diesem Jahr neben seinen Palm-PDA-Tastaturlösungen einen Stift vor, der Handgeschriebene Notizen während des Schreibens erkennt und auf einen Computer überträgt. Der io soll sich ansonsten wie ein ganz normaler Kugelschreiber verwenden lassen und mit herkömmlicher Tinte schreiben. Damit das Gerät Schrift und Skizzen erkennt, braucht es allerdings ein Spezialpapier, das der optische Sensor im Stift dann abtastet. Über eine Docking-Station wird dann das Geschreibsel auf den Rechner übertragen. Mitte November soll der Stift-Scanner für 249 Euro in den Läden stehen. (dal)
Sony, Halle B3, Stand 329
Toshiba, Halle B3, Stand 324
Palm, Halle B3, Stand 343
Logitech, Halle B2, Stand 218
(ole)