Ins Bild gesetzt
Den aktuellen Stand der Display- und Projektionstechnik kann man in den Hallen 20 und 21 erkunden. Zudem gibt es vorzeigbare Ergebnisse im Bereich der organischen Displays.
Faltbare Großbildschirme für die Westentasche wird man in naher Zukunft zwar noch nicht kaufen können. Doch Kodak will auf der CeBIT kleine vollfarbige OLEDs groß ins Bild setzen und bereits im April eine Digitalkamera mit OLED-Display auf den Markt bringen. Bei Ritek wird man ebenfalls auf OLEDs stoßen, schließlich gehören die Taiwaner zu den Firmen, die kleine organische Schirme in Serie fertigen. Am Stand von Samsung, die gemeinsam mit NEC an OLEDs forschen, konnte man auch im vergangenen Jahr Plastikdisplays bestaunen. Beeindruckend ist das Ausstellungsstück bei Sony: ein leuchtstarkes OLED im 13-Zoll-Format. Philips präsentiert in seiner Innovation Corner zukünftige Applikationen mit Polymer OLEDs und ePaper. Bildschirme mit elektronischer Tinte gehören dank ihrer vergleichsweise simplen Fertigung neben OLEDs zu den Hoffnungsträgern der Display-Branche. Die Serienproduktion großflächiger OLEDs gestaltet sich da deutlich schwieriger: Die organischen lichtemittierenden Substanzen reagieren extrem empfindlich auf Feuchtigkeit, ihre begrenzte Lebensdauer wirft ebenfalls Probleme auf.
Nicht ganz so innovativ, dafür aber längst massentauglich sind die unzähligen Flüssigkristalldisplays auf den Ständen der Monitorhersteller. Hier dürften vor allem Riesenschirme mit Diagonalen von 30 Zoll und mehr die Blicke auf sich ziehen. Eye-Q, Iiyama, NEC-Mitsubishi und Samsung zeigen serienreife 40-zöllige LCDs für Daten, Video oder TV. Sharp forcierte LCD-TVs bereits zu einer Zeit, als die meisten die Flüssigkristalltechnik für TV-untauglich, weil zu teuer hielten. Heute bilden die Japaner die Speerspitze des LCD-TV-Marktes. Hersteller wie Samsung, Sony oder auch Thompson versuchen mit großen Breitbildformaten in LCD-Technik Anschluss zu halten.
ADI, BenQ, Iiyama und andere verwandeln ihre ‘normalen’ LC-Displays mit TV-Tuner-Boxen in die multimediataugliche Zweitglotze. Mit einem integrierten Cardreader wird der Monitor zum digitalen Bilderrahmen. Sony erreicht dies mit einem Memory Stick-Slot im 30-zölligen LCD-TV. Flachbildschirme für den Business-Bereich trumpfen mit umfangreichen Farbkorrekturmöglichkeiten, USB-Hub und doppelt ausgelegten Signaleingängen auf. An Mobilisten richten sich Hersteller wie Viewsonic und Philips: Ihre Smart Displays kann man als drahtloses Touch-Terminal zur Fernsteuerung des heimischen PCs nutzen (siehe auch c't 6/2003 S. 76).
Realistisches Feeling versprechen Displays mit dreidimensionaler Darstellung. In den 3D-LCDs von Sharp und Dimension Technology (DTI) erzeugt ein zusätzliches LCD-Panel die Parallaxe-Barriere, durch die jedes Auge den passenden Bildanteil sieht. Etwas aufwendiger ist die dreidimensionale Abbildung auf den Displays der Firma SeeReal Technology, denen der 4D-Vision und den LCDs des Fraunhofer Heinrich Hertz Instituts. Dank Eye-Tracker darf man sich hier vor dem Display bewegen und die Objekte vor dem Schirm bewegen. Beeindruckend, weil riesengroß, ist die dreidimensionale Projektion. Auf dem Stand von Kindermann zeigt die Kölner Firma digital Image ihren mobile.immersion Beamer. Der handliche 3D-Projektor lässt sich mit kleinen Tricks an herkömmlichen GeForce-Grafikkarten für 3D-Computerspiele nutzen. Sein Preis legt jedoch eher den Einsatz für anspruchsvolle Unternehmenspräsentationen oder CAD-Anwendungen nahe. (uk)
4D-Vision, Halle 21, Stand A02
ADI, Halle 20, Stand C32
BenQ, Halle 2, Stand B45
EYE-Q, Halle 21, Stand D 46
Fraunhofer HHI, Halle 11, Stand A24
Iiyama, Halle 21, Stand B11
Kindermann, Halle 1, Stand 1c3
Kodak, Halle 1, Stand 6d2
LG, Halle 21, Stand C04
NEC-Mitsubishi, Halle 21, Stand B58
Philips, Halle 21, Stand B02
Ritek, Halle 20, Stand C18
Samsung, Halle 21, Stand B44
Sharp, Halle 1, Stand 7a2
Sony, Halle 2, Stand C02
Viewsonic, Halle 21, Stand B57
(uk)