Einwahlhilfe
Mit einer kostenlosen Flatrate fĂĽr einen Monat will AOL Beta-Tester fĂĽr die Version 2 der Einwahlsoftware gewinnen. Das Programmpaket umfasst einen vollwertigen Browser und einen Download-Manager.
Bisher fristete die Einwahlsoftware AOL Connect ein Schattendasein: Vom Funktionsumfang her ist das Programm zwischen der „großen“ AOL-Software und der Einwahl per DFÜ-Netzwerk angesiedelt und konnte offenbar nur wenige Anwender gewinnen.
Nun trommelt AOL eifrig für die zweite, grundlegend überarbeitete Version der Software, die mit zahlreichen Zusatzfunktionen aufwartet. Der angekündigte Beta-Test soll ihren Bekanntheitsgrad steigern. Neben einer Einwahlroutine umfasst das neue Programm bei einer Größe von knapp über 2 Megabyte einen abgespeckten Mozilla-Webbrowser und einen Download-Manager.
Beta-Tester erhalten einen Monat lang kostenlosen Zugriff auf AOL ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung. Die Anmeldung dafür ist bis Anfang September unter www.aol.de/betatest möglich. Wer sich eigens für den Test anmeldet, muss den Vertrag ausdrücklich verlängern, ansonsten erlischt der Account nach Abschluss der Testphase, ohne dass weitere Kosten entstehen.
Der Webbrowser mit integriertem Pop-up-Blocker öffnet neue Fenster als Tabs in der Anwendung - das verhindert die mühsame Suche nach dem richtigen Fenster in der oft meist gut bevölkerten Task-Leiste, ist aber für Umsteiger vom Internet Explorer gewöhnungsbedürftig. Wer stattdessen Mozilla oder Firefox gewohnt ist, findet sich auf der davon abgeleiteten Oberfläche auf Anhieb zurecht. Die Rendering-Engine stammt von Microsoft, was eventuellen Unverträglichkeiten mit unzulänglich programmierten Webseiten vorbauen soll. Die Favoritenleiste verfügt über eine Vorschaufunktion, die eine Miniaturansicht der jeweiligen Seite anzeigt.
Mit an Bord ist auch ein Download-Manager, der sich jederzeit stoppen lässt und die Wiederaufnahme abgebrochener Ladevorgänge unterstützt. Große Dateien teilt er in mehrere Streams auf, was bei langsamen Servern oder schlechten Verbindungen zu einer höheren Download-Geschwindigkeit führt; der Server muss diese Funktion allerdings unterstützen. Lästig ist, dass sich der Download-Manager nicht für einzelne Downloads, sondern nur insgesamt ein- oder abschalten lässt; er führt beim Einsatz von PHP-Skripten auf der Abrufseite häufig zu Fehlern.
Das Gespann aus Einwahlsoftware und Browser unterstützt auch die so genannte Top-Speed-Technologie, die statische Seiteninhalte in einem lokalen Cache vorhält und übertragene Daten über einen bei AOL platzierten Server komprimiert. Das erlaubt bei vielen Websites schnellere Ladezeiten und verringert das Übertragungsvolumen. Ein eigener Client für die E-Mail bei AOL war in der Testversion noch nicht vorhanden. Laut AOL soll aber eine eigene Bedienoberfläche als Flash-Applikation nachgerüstet werden. (uma) (uma)