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Von
  • Horst-Joachim Hoffmann
  • Frank Boguschewski
Inhaltsverzeichnis

www.voip-information.de

Was früher mit Echo und Verzögerung nervte und allenfalls hartgesottene Billigtelefonierer begeisterte, entwickelt sich heute zu einem Trend: Telefonieren übers Internet. VoIP-Information bietet zu diesem Thema eine interessante Linksammlung, die rund 250 Quellen in 13 Kategorien nennt. Die Sammlung reicht von Hintergrundberichten über Pressemitteilungen bis hin zu Nachrichten, Soft- und Hardware-Informationen und Tarifvergleichen. Dabei kommen weder Verbindungen von Computer zu Computer (etwa über Skype) als preiswerte Variante noch die Angebote für gebührenpflichtige VoIP-Telefonie in Fest- oder Mobilfunknetzen zu kurz. Der Mix aus redaktionellem Text und Verzweigungen zu teils englischsprachigen Seiten bietet einen guten Einstieg für Neu-VoIPler. Für alte Hasen gibt es eine Liste von Blogs und Foren zum Informations- und Erfahrungsaustausch; allgemeine Marktinformationen findet man unter „Sonstiges“. Allerdings könnten die „News“ etwas aktueller sein. (Horst-Joachim Hoffmann/ad)

www.englisch-hilfen.de
www.slf.ruhr-uni-bochum.de/etandem/etindex-de.html

It’s hard to know the ropes of good english - die deutschsprachigen Englisch-Hilfen geben dem lerneifrigen Sprachenschüler die Möglichkeit, sein Englisch aktiv zu verbessern. Neben zahlreichen Grammatikerläuterungen werden auch interaktive Übungen angeboten, um das soeben Gelernte zu vertiefen. Das Vokabelverzeichnis ist thematisch gegliedert, sodass man schnell die passenden Worte findet, etwa wenn man eine Präsentation vorbereitet. Für die Nutzung des kostenlosen Angebots ist keine Anmeldung erforderlich, da sich die Site über reichlich Banner-Werbung finanziert, was teilweise recht nervig ist.

Gemeinschaftliches Lernen ist auf jeden Fall unterhaltsamer als das sture Pauken aus Büchern. Das E-Tandem vermittelt kostenlos Partner, die sich gegenseitig ihre Muttersprache lehren. Zur Registrierung muss lediglich ein kurzes Online-Formular ausgefüllt werden, welches etwa das eigene Sprachniveau der Fremdsprache und die persönlichen Lernziele enthält. Als Kommunikationsmedien mit dem Tandem-Partner sind je nach Technisierung seines Mitlerners unter anderem Videokonferenz, E-Mail, Chat, Fax, Telefon oder die gute alte Schneckenpost möglich. Die Übersichtsliste gibt einen groben Anhaltspunkt, wie hoch das Lerninteresse an einer Fremdsprache liegt und mit welcher Wartezeit bis zu einer Vermittlung zu rechnen ist. So kommen momentan rund 580 Deutsche auf nur 20 Engländer, die die Sprache des anderen erlernen möchten. Mit etwas Glück und Geduld findet man aber Muttersprachler von Abchasisch bis Zulu als Lernpartner. Bislang hat das E-Tandem nach eigenen Angaben über 90 000 Lerngespanne quer über den ganzen Globus vermittelt. (Frank Boguschewski/ad)

www.filmzentrale.com
www.critics.com
www.filmdb.de
www.impawards.com
www.filmquiz.de

Nicht selten ärgert sich der passionierte Kinobesucher über Filme, deren Qualität nicht im Mindesten dem vorab betriebenen Marketing-Rummel gerecht wird. Die Filmzentrale hilft, das Geld für solche Popcorn-Blasen zu sparen. Sie hält zu den meisten aktuellen Kinoproduktionen deutschsprachige Rezensionen bereit. Insgesamt stehen rund 1400 ausführliche Filmkritiken zur Auswahl, die nach Filmtitel und Regisseur geordnet sind. Die meisten Beiträge stammen von bekannten Rezensenten und sind bereits vorab in anderen Medien erschienen, etwa in der Süddeutschen Zeitung.

Einen guten Überblick über die aktuellen Hollywood-Produktionen bietet die US-Site Critics. Fünfzehn Filmkenner bewerten neu anlaufende Filme; ihre Urteile werden übersichtlich auf einer Vier-Sterne-Skala dargestellt. Die Kritiken sind bereits vorab in anderen Medien, von der Quality-Press bis zu einschlägigen Websites, erschienen. Mit einem Klick auf die jeweilige Bewertung gelangt der Besucher auf die Site, auf der die vollständige Filmkritik publiziert wurde. Einige dieser Sites erfordern allerdings eine kostenpflichtige Anmeldung, etwa das Online-Abo des Wall Street Journal.

Hat man nun einen viel versprechenden Streifen gefunden, weiß aber nicht, ob der Film gerade im örtlichen Lichtspielhaus läuft, hilft die FilmDB. Die aktuelle Filmübersicht liefert die laufenden Filme in der gesuchten Stadt, wobei auch die Kinos in kleineren Orten berücksichtigt werden. Daneben bietet die Film-Datenbank auch knappe Informationen zu vielen Filmen, Schauspielern und Regisseuren.

Filmplakate sind Kunst und Kommerz in einem. Die Internet Movie Poster Awards küren die ansprechendsten Filmposter eines Jahrgangs in zehn Kategorien vom lustigsten Plakat bis zum gruseligsten. Insgesamt enthält die Site nach eigenen Angaben über 8000 Poster von 1974 bis zu kommenden Neuerscheinungen, die nach Filmtitel recherchierbar sind. Über die Foren tauschen sich registrierte Cineasten über die neusten Gerüchte aus Hollywood aus.

Dass das Filmzitat „Ich bin der König der Welt!“ aus James Camerones Titanic stammt, dürften viele Couchpotatoes wissen, aber in welchem Streifen heißt es „Sprich zur Hand“? Das Filmquiz bietet Cineasten zahlreiche harte Nüsse, um ihr filmisches Wissen auf die Probe zu stellen und sich mit Gleichgesinnten zu messen. Viermal täglich von 10 bis 22 Uhr gilt es im Dreistundentakt ein neues Filmzitat zu erraten, wobei die jeweils fünf Schnellsten Punkte sammeln und sich damit in der Bestenliste verewigen. Um 11 Uhr startet zusätzlich jeden Tag ein neues Filmplakatequiz, bei dem die Teile des Filmposters Stück für Stück im 30-Minuten-Rhythmus hinzukommen. Auch hierbei gibt es für die fünf schnellsten cineastischen Ratefüchse Punkte für die Monats- und Gesamtbestenliste. (Frank Boguschewski/ad)


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