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Lesezeit: 6 Min.
Von
  • Jo Bager
  • Christiane Schulzki-Haddouti
  • Horst-Joachim Hoffmann
Inhaltsverzeichnis

www.engadget.com
www.gizmodo.com
www.gizmo.com.au

Gadgets - zu deutsch „Apparate“, aber auch „technische Spielereien“ - sind die Ferraris der Nerds: Der PC-Fan mit grauem Big Tower unter dem Tisch kann sich die hochgestylten Hightech-Spielzeuge zwar oft nicht leisten, was aber nichts daran ändert, dass er sich brennend für sie interessiert - ganz wie der Polo-Fahrer, der in der Autozeitschrift gerne die Ferrari-Hochglanzfotos studiert.

Dabei ist das Feld der Dinge, für die die Bezeichnung Gadget benutzt wird, recht groß. Die Bandbreite der in den einschlägigen Postillen engadget, Gizmodo und gizmag gehandelten Gadgets reicht vom Miniatur-USB-Stick bis zur Mega-Yacht im Design von Phillipe Starck. Der technophile Surfer findet ein riesiges Sammelsurium von Techno-Appliances für alle Lebenslagen, von der Toilette mit MP3-Wiedergabe über das Bett mit Home Cinema System bis zur SMS-fähigen Pillendose, die ihre Nutzer an die Einnahme erinnert. Natürlich berichten die Gadget-Gazetten auch über „normalere“ Gerätschaften wie PCs, Handys, Kameras, MP3-Player et cetera. (jo)

www.schillerjahr2005.de
gutenberg.spiegel.de

„Geben Sie Gedankenfreiheit, Sir“ - Sätze wie dieser, den Schiller den Marquis Posa in seinem „Don Carlos“ sagen lässt, machten den Dichter zu einem der Vordenker seiner Zeit - und sie verleihen ihm auch heute noch Aktualität. 200 Jahre nach seinem Tod am 9. Mai 1805 ehrt Deutschland den Dichterfürsten mit einem Schillerjahr.

Die Gestalter der Site zum Schillerjahr 2005 möchten jedoch nicht nur zum Lesen reizen und auf die vielen Veranstaltungen landauf, landab hinweisen - sie wünschen sich auch, dass sowohl der Dichter als auch seine Aussagen insgesamt neu entdeckt und bewertet werden. Neben den Fakten zum Leben Schillers finden sich auch Interviews mit Biografen und Ausstellungsmachern, die sich intensiv mit dem Dichter auseinander gesetzt haben. Schillers Hauptwerke sind über Links zum Projekt Gutenberg-DE frei zugänglich. (Horst-Joachim Hoffmann, jo)

www.flickr.com

Der Betreiber von Flickr bezeichnet den Fotodienst als Beta-Version. Davon merkt der Benutzer aber nichts, im Gegenteil, der Dienst ist angesagt. Er hat bereits 230 000 Mitglieder und verwaltet über 3,5 Millionen Bilder. Anwender laden Fotos per PC, Notebook oder mobil per E-Mail vom Fotohandy auf den Flickr-Server hoch.

Nutzer wie Betrachter können jedem Bild Begriffe zuordnen, so genannte Tags. Das ermöglicht es, Bilder in individuelle Kategorien einzusortieren. Die Fotos lassen sich auch als Diashow organisieren und mit anderen Flickr-Nutzern tauschen. Freunde und Verwandte können die neuesten Fotos per RSS-Feed abonnieren. Die kostenlose Version des Dienstes ist auf zehn Megabyte Upload pro Monat beschränkt. Wer mehr Bilder hochladen will, muss 60 Dollar pro Jahr berappen. (Christiane Schulzki-Haddouti, jo)

www.trash-mail.de
www.mailexpire.com
www.spamgourmet.com

Aus Angst vor Spam zögern viele Leute immer wieder davor, im Internet ihre E-Mail-Adresse preiszugeben. Allerdings setzen viele Online-Angebote bei der Anmeldung eine E-Mail-Adresse voraus, die sie während des Anmeldeprozesses benutzen. Für solche Zwecke stellen Dienste wie trash-mail.de kostenlos Einmaladressen bereit. Man denkt sich einfach ein Adress-Präfix für trash-mail.de aus, gibt dieses bei der Registrierung des Online-Dienstes an und ruft bei trash-mail die E-Mails ab. Der Dienst speichert die Nachrichten maximal drei Tage.

trash-mail erfordert keine Anmeldung: Der Anwender gibt einfach das gewünschte Adresspräfix ein, und der Dienst präsentiert ihm alle dafür eingegangenen E-Mails. So einfach die Bedienung von trash-mail sein mag - der Dienst birgt das Risiko, dass andere Nutzer die Adresse erraten (oder per Skript Abermillionen Adressen durchprobieren). Uns ist es tatsächlich gelungen, E-Mails anderer Nutzer einzusehen, die Login-Information für Online-Dienste enthielten. Daher sollte man trash-mail nicht für vertrauliche Informationen nutzen und sich tunlichst eine mindestens zehn Zeichen lange E-Mail-Adresse ausdenken, die nicht erraten werden kann.

Wer auf Nummer sicher gehen will, dass nicht Dritte auf Wegwerf-E-mails zugreifen können, sollte sich einen ebenfalls kostenlosen Account bei Spamgourmet oder Mailexpire zulegen. Spamgourmet zum Beispiel stellt E-Mail-Adressen bereit und leitet daran gerichtete E-Mails nur so oft an den normalerweise genutzten E-Mail-Account weiter, wie der Anwender es will.

Der Benutzer meldet sich bei Spamgourmet also zunächst mit der normalerweise genutzten E-Mail-Adresse an. Danach muss er die Homepage von Spamgourmet nie wieder aufsuchen, sondern kann beliebige E-Mail-Adressen der Art irgendetwas.x.user@spamgourmet.com verwenden. Dabei ist user sein Benutzername bei Spamgourmet und irgendetwas ein beliebiges Präfix. Spamgourmet leitet nur x E-Mails weiter. Auf ähnliche Weise kann man Mailexpire zeitlich beschränkte Adressen generieren lassen. (jo)

www.rulers.org

Rulers.org sammelt Informationen über die politischen Führer der Welt seit 1700. Das Layout der englischsprachigen Site hinterlässt einen etwas altertümlichen Eindruck, dafür enthält sie einen riesigen Wissensfundus. Neben einem kurzen Abriss der Geschichte und Staatsformen fasst rulers.org für jedes Land die Amtszeiten der Staatsführer tabellarisch zusammen. Viele Staats- und Regierungschefs stellt die Site in einem kurzen Absatz mit Bild vor. (jo)

www.info-sozial.de

Info sozial ist ein Portal für das Sozialwesen. Neben mehr als 1700 thematisch aufbereiteten Web-Links findet der Surfer Buchrezensionen und Ankündigungen von Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet. Die Rubrik „interaktiv“ führt zu Plätzen, an denen sich Interessierte austauschen können. (jo)


Die Websites aus c't 4/2005