Knipsen und Quatschen
Sony Ericssons neue UMTS-Karte GC99 stellt eine große Auswahl an Funkverfahren für den mobilen Internetzugang bereit: Die PC-Card Typ II für 32 Bit breite PCMCIA-Slots (Cardbus) soll im UMTS-Netz bis zu 384 kBit/s in beiden Richtungen übertragen und als Quadband-GSM-Karte fast überall GPRS oder EGDE nutzen können. Im Bereich von Hotspots oder anderen Funk-LANs baut sie eine Internetverbindung auch per WLAN mit bis zu 54 MBit/s auf. Treiber gibt es für Windows 2000 und XP sowie für Mac OS X. Einen Preis nannte Sony Ericsson für die Karte bislang nicht.
Nokias Fotohandys 6280 und 6270 sind in Slider-Bauweise gestaltet - man kann die Wähltastatur hinter den Displayteil schieben - und mit QVGA-Farbdisplays ausgestattet. Nokia hat dazu die Bedienoberfläche geändert und nennt sie nun Series 40 3rd Edition. Die neue Version soll nicht nur mit höher aufgelösten Displays zusammenarbeiten, sondern auch um Multimedia-Funktionen erweiterte Programmierschnittstellen für Java-Anwendungen bereitstellen.
Während das 6280 als Dual-Mode-Handy im UMTS- und im GSM-Netz funkt, eignet sich das 6270 nur für den herkömmlichen Mobilfunk, arbeitet als Quadband-Gerät aber in nahezu allen GSM-Netzen der Welt. Beide Multimedia-Handys zeichnen Schnappschüsse und Videoclips mit einer Zwei-Megapixel-Kamera auf, das 6280 besitzt außerdem eine Zweitkamera über dem Display für Videotelefonate. Beide spielen MP3- und AAC-Sounddateien ab und empfangen UKW-Sender in Stereo. Über das Nokia-eigene Visual Radio lassen sich via GPRS Zusatzinformationen zu Radioprogrammen als Text empfangen, so der Sender diesen Dienst bereitstellt. Weiterhin kann man mit beiden Handys über den Walkie-Talkie-Dienst Push to Talk per Sprache Kontakt zu vorher festgelegten Gruppen von Kollegen oder Freunden halten. Organizerdaten lassen sich via SyncML und Bluetooth oder das Internet mit einem PC abgleichen.
Noch im dritten Quartal sollen das kompakte Slider-Handy 6111 und das günstige Klappmodell 6060 auf den Markt kommen. Das 6111 knipst Bilder mit einer Megapixel-Kamera und versendet sie als bis zu 300 KByte große MMS-Nachricht oder als E-Mail-Anhang. Wahlweise kann man Fotos auch via USB-Kabel, IrDA oder Bluetooth direkt auf einen PC übertragen. Auch ein UKW-Radio und den Push-to-Talk-Dienst kann das Triband-Handy vorweisen. Dem einfacheren 6060 fehlt die Kamera. Anrufer meldet das Dualband-Gerät mit MP3-Klingeltönen, Vibrationsalarm und Lichteffekten. Beim Einkaufen soll die vorinstallierte Anwendung „Expense Manager“ zur besseren Übersicht über die getätigten Ausgaben verhelfen.
Sony Ericsson zielt mit dem Foto-Handy S600i auf ein Publikum mit Spaß am Spielen unterwegs. Tastatur und Display sind wie beim Kamerahandy S700 über eine Drehachse miteinander verbunden. Zur Rufnummern-Eingabe oder zum Tippen einer SMS lässt sich der Ziffernblock herausschwenken. Die 1,2-Megapixel-Kamera nimmt auch Videoclips auf. Außer MMS und E-Mail gibt es einen Instant Messenger. Musik vom MP3-Player, der auch das AAC-Format kennt, oder dem RDS-fähigen UKW-Radio gibt das S600i über eingebaute Stereo-Lautsprecher oder ein Headset wieder.
Spiele nutzen das Display in horizontaler Ausrichtung und greifen wie beim Nokia-Spiele-Handy N-Gage auf die Bluetooth-Schnittstelle zurück, um mehrere Telefone zwecks gemeinsamen Daddelns zu verbinden. Drei Spiele sind vorinstalliert. Zum WAPpen hat Sony Ericsson einen Browser von Access NetFront integriert, der auch HTML-Seiten anzeigen kann.
Zu den Neuvorstellungen gehören auch ein modisch gestyltes Klapphandy namens Z520i, das besonders die Damenwelt ansprechen soll und mit VGA-Kamera, MMS, MP3-Klingeltönen und 3D-Java-Spielen auch in puncto Multimedia einiges zu bieten hat. Das günstige Einsteigerhandy J210i besitzt zwar keine Kamera, kann jedoch MMS-Nachichten empfangen und senden, funkt als Triband-Handy auch in US-amerikanischen GSM-Netzen und verfügt über einen einfachen WAP-Browser.
(rop)