Websites aktuell
- Horst-Joachim Hoffmann
- Frank Boguschewski
- Theresa Mansmann
Logo-Lotse
www.advanced-tech.com/ic_logos/ic_logos.htm
http://micro.magnet.fsu.edu/creatures/logoindex.html
Da hat man eine Soundkarte aus der Grabbelkiste gezogen, die man in den PC des Filius einbauen will. Die Treiber-CD ist schon lange verschollen und nicht einmal mehr der Name des Herstellers will einem einfallen - aufgedruckt ist er auch nicht. Einziger Anhaltspunkt fĂĽr die Identifizierung ist ein Logo, das auf einem IC prangt.
Auf der Homepage von Advanced Tech findet man eine Liste von Hardware-Herstellern mit ihren Logos für die Identifizierung. Auch wenn dies nicht immer sofort zum Ziel führt, kann es doch helfen, den Hersteller des IC oder besser noch der Karte auszumachen. Die Logo-Seite lädt allerdings sehr langsam, mitunter erst nach mehreren Versuchen.
Die Logos und Bilder auf der Seite Silicon Zoo der Florida State University bekommt Otto Normalanwender dagegen nicht zu Gesicht: Sie sind nicht außen auf die IC-Gehäuse aufgedruckt, sondern ins darin verborgene Silizium-Plättchen (Die) geätzt. Der Name der Site kommt nicht von ungefähr: Neben einem Sammelsurium der verschiedensten Bildchen, vom mittelalterlichen Schwert bis zum Saab 900 Turbo 16 Cabriolet, haben die Chipdesigner auch Tiere aller Art verewigt. (jo)
Wie man sich bettet ...
www.openhotelguide.net/pg/sfx/openhotelguide.php?
In Katalogen und auf Webseiten sehen alle Hotels immer ganz toll aus und bieten perfekten Service. In der Realität kann man darüber durchaus geteilter Meinung sein. Bevor man ein Hotel blind bucht, empfiehlt sich ein kleiner Blick in den OpenHotelGuide. Hier schildern Hotelbesucher ihre Erfahrungen mit Unterkünften aus aller Welt.
Über eine Karte oder ein regional organisiertes Verzeichnis klickt sich der Reisende zum Zielort. Um sich detailliert über ein Hotel zu informieren, reicht dann ein weiterer Klick. Hier gibt es die Einzelergebnisse der Besucher-Kritiken, zum Beispiel zu den Themen „Zimmer“, „allgemeiner Hotelbereich“ oder „Verpflegung“.
Die Kritiker nehmen kein Blatt vor den Mund. Da wird schon mal gemeckert, dass ein sehr klägliches Frühstücksbuffet in einem ungemütlichen Kellerraum untergebracht war. Die Bewertungen sind teilweise veraltet, aber das Datum ist der Deutlichkeit halber immer angegeben. Lobhudeleien, die den Verdacht weckten, dass es sich um Eigenkritiken der Hoteliers handelt, haben wir bei unseren Stichproben nicht entdecken können. (Horst-Joachim Hoffmann/jo)
Nutzloses Wissen
75 Prozent aller Norweger leben weniger als 15 Kilometer vom Meer entfernt; in Amerika verletzen sich jedes Jahr rund 55 700 Menschen an Schmuck; jeder Elefant schläft pro Tag durchschnittlich zwei Stunden: Hätten Sie das gewusst? Hätte Sie diese Informationen überhaupt interessiert? Dann sollten Sie einmal die Datenbank des nutzlosen Wissens aufsuchen, dort findet sich noch viel mehr davon.
Hubert Schölnast hat für die Sammlung Dutzende Info-Schnipsel aus diversen Quellen zusammengeklaubt. Besucher können ihm weitere zusenden. Wer weiß, vielleicht sitzt man eines Tages in einer Quizshow und wird gefragt, mit welchem Fuß Neil Armstrong den Mond zuerst betreten hat. Gut, wenn man sich dann an den Eintrag aus der Datenbank des nutzlosen Wissens erinnern kann. (jo)
Gegen Rothäute
www.sonne-mit-verstand.de
www.uv-check.de
www.dwd.de/de/WundK/Warnungen/UV/index.htm
www.dwd.de/de/wir/Geschaeftsfelder/Medizin/Leistungen/uv-index
Ein Sonnenbrand vergällt nicht nur die Urlaubstage, er kann auch zu ernsthaften Folgeschäden bis hin zu lebensgefährlichem Hautkrebs führen. „Die Haut vergisst nichts!“ schreibt Sonne(n) mit Verstand und listet Regeln und Infos für die Verweilzeit in der Sonne auf.
In einem Schnelltest können Sonnenhungrige bei UV-Check orts- und zeitgenaue Informationen abfragen: Wie lange dürfen sie sich bei den aktuellen Wetterkonditionen in Barcelona in der Sonne aufhalten, welchen Lichtschutzfaktor sollte die Sonnencreme haben und und nach wie viel Minuten heißt es dann „ab ins Haus“? Der Deutsche Wetterdienst hat für die Bundesrepublik UV-Warnungen ins Netz gestellt. (Horst-Joachim Hoffmann/jo)
Letzte Ehre
Der eine würde seinen PC wohl am liebsten aus dem Fenster werfen, dem anderen fällt es schwer, sich von seinem Rechner zu trennen, mit dem er viele schlaflose Nächte verbrachte und in den er einst viel Zeit, Energie und Geld investierte. Bei Silizid kann man der angegrauten Hardware einen würdi-gen Abschied bereiten. Zunächst muss der hinterbliebene User die Wahl treffen, ob der Rechner in den Himmel oder die Hölle kommen soll. Wahlweise kann er sich noch das Gnadenbrot verdienen, beispielsweise als Router.
Das Hinscheiden eines Rechners lässt den Groll der Anwender offenbar in vielen Fällen verrauchen: Der PC-Himmel ist deutlich stärker bevölkert als die PC-Hölle. Wer mag, kann für den verblichenen Rechner noch einen Grabstein gestalten und eine Widmung schreiben. Die Worte am offenen RAM-Grab sind oft erstaunlich kreativ. Allerdings berichten Anwender insbesondere in der Kategorie „PC-Hölle“ auch vom Genuss, mit dem sie sich für die zahllosen unerklärlichen Abstürze mittels schweren Werkzeugs gerächt haben. (Theresa Mansmann/uma)
Kreativpool
Nach Meinung etlicher Eltern verbringt deren Nachwuchs zuviel Zeit vor dem binären Alleinunterhalter. Das kindgerechte Web-Magazin zzzebra kennt zahlreiche Tätigkeiten fernab des Rechenknechts. Die Ideendatenbank reicht vom Erlernen einer Geheimschrift bis zu sportlichen Aktivitäten im Freien, etwa einem Fahrradslalom. Darüber hinaus profitieren auch Erwachsene von der von Micha Labbé betriebenen Site, beispielsweise erfahren sie, wie man auf den Fingern pfeift. Der virtuelle Kreativpool bietet dermaßen viele Vorschläge, dass sich die Kleinen leider zu leicht bei der Seitennavigation verlaufen. (Frank Boguschewski/jo)
Die Websites aus c't 16/2005