Gut gewählt

Flachbildfernseher können hochaufgelöste (HD)TV-Signale anzeigen. Sie besitzen beeindruckende Bilddiagonalen und nutzen enorm viele Pixel zur Darstellung. Größe und Auflösung allein machen allerdings noch keinen guten Fernseher aus. Der Artikel zeigt auf, worauf Sie beim Kauf eines Großbildfernsehers achten sollten.

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Inhaltsverzeichnis

Sie tragen sich mit dem Gedanken, einen neuen Fernseher anzuschaffen? Und überlegen dabei, ob es ein Gerät mit neuer Bildschirmtechnik sein könnte? Dann rückt als erstes der Preis in den Fokus: Flache Fernseher in Plasma- oder LCD-Technik sind um einiges teurer als herkömmliche Röhrengeräte. Aber sind sie auch um so viel besser? „Das kommt darauf an“, sollte Ihnen jeder halbwegs seriöse Verkäufer hierauf antworten.

Ausgehend vom Ideal müssten es die neuen Flachbild-TVs locker mit der guten alten Röhre aufnehmen können: Sie nutzen deutlich mehr Pixel zur Darstellung und bieten somit ein gestochen scharfes Bild. Sie arbeiten digital, müssen also bei entsprechender Signaleinspeisung keine verlustbehaftete Wandlung durchführen. Sauber eingespielte Bilder laufen deshalb rausch- und ruckelfrei über den Schirm. Dank ihres großen Farbumfangs und der guten Helligkeits- und Kontrastwerte bieten Flachbild-TVs eine brillante Darstellung. Die Geräte besitzen jede Menge Anschlüsse und lassen sich darüber problemlos in jede Audio-Video-Umgebung integrieren. Und nicht zuletzt belegen sie dank ihrer geringen Tiefe bei gleicher Bildfläche weniger Platz im Wohnzimmer, sehen schick aus und können bei Bedarf sogar an der Wand befestigt werden. So weit die Theorie ...

In der Praxis hängt die Bildqualität der flachen Fernsehschirme von deutlich mehr Faktoren ab als den oben genannten Eigenschaften. Sogar das eigentlich unstrittige Platz-Argument kann sich bei genauerem Hinsehen als relativ entpuppen: Wenn die Lautsprecher eines Flachbild-TVs seitlich am Display befestigt sind, kann das Gesamtarrangement bei einem großen Schirm sehr breit werden - möglicherweise zu breit für den Stellplatz im heimischen Wohnzimmerregal. Immerhin ist etlichen Herstellern dieses Problem bewusst. Sie bieten ihre Großbildschirme deshalb in zwei Varianten an: mit seitlich und mit unter dem Display befestigten Boxen.

Aktuelle LCD-Fernseher mit Diagonalen ab 69 cm nutzen heute zumeist 1366 x 768 Pixel zur Darstellung, etwas ältere Modelle 1280 x 720 Pixel. Auf Geräte mit noch mehr Bildpunkten, etwa 1920 x 1080, trifft man in den Läden bislang kaum. Diese HDTV-Auflösung bieten derzeit vor allem die richtig großen, aber eben auch richtig teuren LCD-Fernseher mit Diagonalen ab 114 cm (45 Zoll). Künftig wird man sie auch in 90-cm-Schirmen finden, wie sie beispielsweise BenQ kürzlich vorgestellt hat.

Bei den Plasmafernsehern stößt man unter den bezahlbaren Geräten vornehmlich auf solche mit der HD-untauglichen Auflösung von 852 x 480 Pixeln. 1366 x 768 Bildpunkte bieten einige wenige 106-cm-Plasma-TVs (42"), meist findet man diese Auflösung erst ab Diagonalen von 1,27 m (50"). Dabei hängen die Preise für Plasmaschirme sehr stark von der Panelauflösung ab - je mehr Pixel, umso teurer. Die noch sehr rar gesähten Plasmadisplays mit 1920 x 1080 Bildpunkten sind deshalb kaum bezahlbar.

Preislich interessant sind aktuelle Displays mit 26" bis 32" im LCD-Bereich und 37" bis 42" bei den Plasmaschirmen. Wir haben sieben solcher Flachbildfernseher mit LCD-Technik und 80-cm-Schirm getestet. Es zeigte sich, dass eine hohe Auflösung kein Garant für ein scharfes Bild ist. Denn bevor die eingespeisten Fernseh- und Videosignale auf dem Schirm landen, müssen sie aufbereitet werden: Die Geräte digitalisieren die analogen TV-Signale, rechnen die PAL-Auflösung für eine schirmfüllende Anzeige auf die höhere Schirmauflösung um, setzen die Halbbilder zum Vollbild zusammen, passen die Bildwiederholfrequenz des Eingangssignals an die des Panels an und optimieren die Farben für eine möglichst naturgetreue Darstellung. Was dabei alles schief gehen kann, zeigt der Artikel ab Seite 154, c't 26/05.

An Röhrenfernsehern findet man außer der Antennenbuchse meist einen Scart-Eingang, vorn oder hinten am Gerät zusätzlich einen Composite-Video-Anschluss und im besseren Fall noch eine Hosiden-Buchse für S-Video-Signale (siehe Abbildungen rechts). So lassen sich diverse analoge Signalquellen mit dem Röhrengerät verbinden.

Mit dem Signal am Digitalausgang eines DVD-Players kann das Röhrengerät dagegen nichts anfangen. Erst Flachbildfernseher nehmen solche Signale an ihrem DVI- oder HDMI-Eingang entgegen. Allerdings übergibt der Zuspieler die digitalen Signale nur dann an das angeschlossene Display, wenn es den von der Filmindustrie geforderten Kopierschutz HDCP (High-bandwith Digital Content Protection) unterstützt. Andernfalls erscheint auf dem Schirm nur ein buntes Rauschen.

Leider sieht man den Fernsehgeräten die HDCP-Fähigkeit von außen nicht an. Und auf die Aussagen im Handel oder gar auf etwaige Werbebuttons in den Läden kann man sich nach unserer Erfahrung nicht verlassen. Erst ein Blick ins Datenblatt oder auf die Webseite des Herstellers klärt, ob der DVI-Port am Display den HDCP-Handshake beherrscht. Bei einem HDMI-Eingang stellt sich die Frage nicht, denn hier gehört HDCP zur Spezifikation, ist also immer sichergestellt.

Während die analogen Videoeingänge (S-Video, Composite und Scart) nur PAL- und NTSC-Signale im Zeilensprungverfahren mit 720 x 576 respektive 720 x 480 Bildpunkten akzeptieren, nimmt das Flachdisplay am Digitaleingang auch hochaufgelöste (HD-)Bilder entgegen. Einzig über den farbgetrennten Komponenteneingang kann man hochaufgelöste Bilder (720p, 1080i) auch analog einspeisen. Einige Geräte nehmen die Komponentensignale alternativ über den analogen Teil des DVI-Ports oder einen Sub-D-Eingang entgegen. Dazu muss dann ein Adapterkabel her, das die Komponentensignale an den drei Cinch-Buchsen auf die vier „Analogpins“ des DVI-Steckers oder den 15-poligen Sub-D umsetzt.

Die Mehrfachbelegung von Eingängen kann zum Problem werden: Gibt es nur einen DVI-I-Port, der digitale (DVI-) und analoge (Komponenten-) Videosignale sowie analoge und digitale PC-Signale entgegennimmt, muss entweder ein teurer DVI-Verteiler her oder man muss die Kabel am Display bei einem Wechsel des Zuspielers jedes Mal umstecken.

Um hochaufgelöste Videosignale dreht es sich auch bei „HD ready“. Dieses von der Industrievereinigung EICTA geschaffene Logo soll sicherstellen, dass ein Gerät mit aktuellen und künftigen Fernseh- und Videosignalen zurechtkommt. Jedes Display, das dieses Logo trägt, muss gewisse Bedingungen erfüllen, darunter die Wiedergabe von HD-Signalen am digitalen DVI- oder HDMI-Eingang und am analogen Komponentenanschluss (YUV) (siehe Kasten). Die Hersteller müssen für die Verwendung des Logos Lizenzgebühren zahlen, wobei die EICTA nicht selbst überprüft, ob die geforderten Kriterien tatsächlich eingehalten werden. Allerdings drohen bei falscher Nutzung des Logos empfindliche Bußgelder. Was aber nicht davor schützt, dass in den Läden auch mal ein Logo an Geräten bappt, die nicht HD ready sind. Das kann auf Grund nicht korrekter Überprüfung auf Seiten des Herstellers passieren, oder auch weil mit den werbewirksamen Auszeichnungen beim Discounter etwas zu großzügig umgegangen wurde. Bei unklarer Sachlage lässt man sich deshalb besser vor dem Kauf schriftlich bestätigen, dass das Wunschgerät die HD-ready-Spezifikationen erfüllt. Dann kann man es zurückgeben, sollte sich später das Gegenteil herausstellen.

Die beste Bildqualität bieten Flachdisplays, wenn sie am Digitaleingang von einem guten DVD-Player mit hochaufgelösten Signalen gefüttert werden. Die Bilddetails, die bei eingespeisten 1080 Zeilen am Display sichtbar werden, holt kein Röhrenmonitor auf den Schirm. Allerdings kann sich je nach Qualität der internen Signalverarbeitung ein Flackern an bewegten Kanten einstellen. Dann hat der Fernseher meistens das Filmmaterial (48 Halbbilder pro Sekunde) nicht sauber in 60 Vollbilder wandeln können. Stellen sich Kammstrukturen an schrägen Kanten ein, setzt das Display die Halbbilder nicht ordentlich zusammen. Unschärfen können auch durch das Skalieren auf die Displayauflösung entstehen. Je nach Qualität des TV-internen Deinterlacers und Scalers kann es sich deshalb lohnen, die Halbbilder vom DVD-Player zusammensetzen zu lassen und digitale Vollbilder mit 1280 x 720 Pixeln an das Fernsehgerät zu übergeben.

Die zweite Wahl für HD-Signale ist der Komponenteneingang, wobei in Sachen Deinterlacing und Skalierung die gleichen Kriterien gelten wie am Digitaleingang. In Test haben wir häufiger festgestellt, dass Geräte intern zwei verschiede Verarbeitungspfade für analoge und digitale Signale nutzen. Im Ergebnis zeigten sie dann bei gleicher Eingangsauflösung am DVI/HDMI-Anschluss und am Kom-ponentenanschluss sehr unterschiedliche Bildqualitäten.

Da die anderen analogen Videoeingänge maximal PAL-Auflösung (720 x 576, interlaced) oder NTSC (720 x 480, interlaced) akzeptieren, fällt die Bildqualität an ihnen etwas ab. Theoretisch müssten die Ergebnisse über RGB am Scart-Eingang noch am besten sein, in der Praxis liefert aber S-Video häufig mindestens die gleiche Qualität. Deutlich schlechter ist die Wiedergabe über Composite: Da hier Farb- und Helligkeitsinformationen über ein einziges Kabel geführt werden, stellen sich meistens Farbübersprecher an kontrastreichen Kanten ein.

Mit dem PC kann man Flachbildfernseher entweder wie einen Monitor über den Analogeingang (Sub-D) verbinden, es empfiehlt sich aber auch hier der Digitaleingang. Ist dieser am Display ein HDMI-Anschluss, benötigt man ein HDMI-DVI-Kabel ober einen entsprechenden Adapter für den DVI-Ausgang der Grafikkarte. Der HDCP-Kopierschutz kommt am PC (noch) nicht zum Zuge.

Leider verhalten sich viele Flachbildfernseher beim Betrieb am PC vollkommen anders, als man eigentlich erwartet. So lässt sich beispielsweise kaum ein Gerät mit seiner vollen Panelauflösung betreiben. Häufig darf man an der Grafikkarte maximale 1024 x 768 Bildpunkte (XGA) einstellen und diese 4:3-Auflösung wird dann noch auf der vollen 16:9-Schirmfläche verzerrt ausgegeben. Am Digitaleingang funktioniert oft noch nicht einmal das - die Displays bleiben einfach dunkel. Gelingt die Kommunikation zwischen PC und Fernseher, hapert es zudem an den Einstellmöglichkeiten: Die Synchronisation auf analoge Grafikkartensignale klappt nicht automatisch und manchmal bietet das Menü dafür nicht einmal manuelle Einstellmöglichkeiten. Bei manchen Geräten lassen sich weder die Farben noch der Bildkontrast manipulieren.

Solche Unzulänglichkeiten sind zum einen sehr ärgerlich für alle Anwender, die ihr teuer erworbenes Prachtstück auch zum Surfen oder Spielen am PC nutzen wollen. Zum anderen sind sie in den allermeisten Fällen weder im Handbuch noch im Datenblatt vermerkt. Die Informationen dazu muss man sich stattdessen mühsam aus Erfahrungsberichten andere Nutzer oder aus Testberichten in Zeitschriften zusammensuchen.

Das bislang Beschriebene gilt für Plasma- wie auch für LCD-Fernseher. Bei aller Gemeinsamkeit gibt es aber auch einige Unterschiede zwischen beiden TV-Typen. Der offensichtlichste ist die Schirmgröße: Plasma-TVs messen mindestens 94 cm in der Diagonalen (37 Zoll), die gängige Größe liegt bei 106 cm (42 Zoll). Mit der Flüssigkristalltechnik lassen sich viel kleinere Pixel realisieren als mit der Plasmatechnik, weshalb man LCD-TVs auch schon mit 50-cm-Diagonale findet. Dabei handelt es sich meist um Geräte mit geringer Auflösung von 640 x 480 oder 800 x 600, die sich allenfalls als Zweitfernseher für die Küche oder das Schlafzimmer empfehlen. Wohnzimmertaugliche LCD-Fernseher bieten Diagonalen zwischen 66 cm und 1,40 m (26" und 55"), hauptsächlich werden derzeit 68- und 80-cm-Schirme angeboten.

Die Leistungsaufnahme von Plasmaschirmen liegt meist etwas über der von LCDs, wobei die Werte von Hersteller zu Hersteller variieren. Das gilt auch für die Lebensdauer von Plasmaschirmen. Tendenziell ist diese jedoch merklich kürzer als bei LCD-TVs: Nur wenige Firmen versprechen für ihre Plasmadisplays eine Lebensdauer von deutlich über 20 000 Stunden, während man im LCD-Bereich kaum Werte von unter 30 000 Stunden findet. Die „Lebensdauer“ umfasst normalerweise den Zeitraum, in dem die Schirmleuchtdichte auf die Hälfte der Ausgangshelligkeit gefallen ist. Das Display ist dann also nicht defekt, sondern nur sichtbar dunkler. Weil die Helligkeit kontinuierlich abnimmt, wird man das beim eigenen Fernsehgerät kaum wahrnehmen. Man bemerkt es erst im Vergleich zu einem neueren Gerät oder wenn das Bild tatsächlich viel zu dunkel geworden ist. Der viel zu dunkle Zustand wird sich bei Plasmaschirmen allerdings eher einstellen als bei LCD-TVs, da sie bereits eine geringere Ausgangshelligkeit besitzen.

Die maximale Leuchtdichte eines Plasmaschirms hängt zudem vom Bildinhalt ab: Je mehr helle Bildbereiche das Display darstellen muss, umso dunkler werden diese. Grund ist eine interne Steuerung, die die maximale Leistungsaufnahme aus wärmetechnischen Gründen auf ein definiertes Maß begrenzen muss. Bei LCD-TVs ist die maximale Leuchtdichte völlig unabhängig vom Bildinhalt.

Beim Plasmadisplays kann die Helligkeit zudem partiell abnehmen: Wenn ein kontrastreicher Bildinhalt über eine längere Zeit auf dem Schirm steht, brennt der Phosphor an dieser Stelle aus beziehungsweise der Bildinhalt ein. In der Folge sieht man die Umrisse des Bildes auch später in der Darstellung. Auf Flughäfen kann man dieses Phänomen an den großen Plasmaanzeigen beobachten - ältere Flugdaten liegen wie ein Schatten hinter den aktuellen Angaben. Beim Fernsehschirm hat man im Allgemeinen kaum statische Bildinhalte. Das Einbrennen kann sich allerdings bei exzessiver Nutzung von Nachrichtensendern an den Rändern der Tickerzeilen einstellen. Auch kontrastreiche Senderlogos, die über längere Zeit eingeblendet wurden, können nach einem Senderwechsel als Schatten im Hintergrund verbleiben. Bei LCDs gibt es solche Effekte kaum und zudem sind sie reversibel, verschwinden also wieder.

Die Farben von Plasmaschirmen wirken allgemein etwas brillanter als bei Flüssigkristalldisplays - wobei dies wiederum stark vom jeweiligen Gerät abhängt: Gute LCD-TVs können günstige Plasmafernseher diesbezüglich sehr wohl toppen. In Sachen Einblickwinkel liegen die Plasmas dagegen eindeutig vorn, denn am LCD verändert sich die Darstellung von schräg betrachtet auch bei guten Geräten etwas. Dabei ist weniger eine Kontrastabnahme als vielmehr eine Helligkeits- und Farbveränderung wahrnehmbar.

Die Reaktionszeit von LCD-TVs ist bei aktuellen Geräten im Grunde kein Thema mehr, denn dank Overdrive-Techniken beherrschen die Panels auch schnelle Helligkeitswechsel. Etwaige Unschärfen entstehen durch die interne Bildverarbeitung. Die Bildoptimierung kann auch in Plasma-TVs für unschöne Effekte sorgen, typisch sind hier vor allem farbige Säume an kontrastreichen Kanten. Häufig wird man auch eine Rauschneigung bei dunklen Bildinhalten beobachten können.

Bevor Sie sich auf den Weg zum Händler machen, sollten Sie zunächst überprüfen, welche Schirmgröße tatsächlich zu Ihrem Wohnzimmer passt und welchen Betrachtungsabstand Sie normalerweise zum Fernsehgerät einnehmen. Ist dieser gering, sollte das Display eine möglichst hohe Auflösung besitzen, damit Sie im Bild keine Pixelstruktur mehr wahrnehmen. Eine hohe Auflösung brauchen Sie auch, wenn Sie Ihr Wunschgerät am DVD-Player oder PC mit HD-Signalen füttern wollen. Ein Plasmaschirm mit 854 x 480 Pixeln taugt dazu nicht. Ein Fernseher, der das Fußballspektakel im kommenden Jahr und auch darüber hinaus hochaufgelöst ins Bild setzen soll, muss ebenso HD ready sein wie Geräte, die vom DVD-Player digital mit hochaufgelösten Signalen gefüttert werden. Lassen Sie sich dies schriftlich bestätigen, wenn das HD-ready-Logo nicht im Handbuch oder auf dem Karton zu finden ist.

Wenn Sie das Display an der Wand befestigen möchten, achten Sie auf einen nach VESA genormten Geräteanschluss (meist vier Bohrungen im Displayrücken) für ebensolche Halter. Wollen Sie die Beschallung ausschließlich über Ihre HiFi-Anlage laufen lassen, sollten Sie einen Fernseher ohne oder mit abnehmbaren Lautsprechern bevorzugen.

Überlegen Sie gut, wofür das Gerät vornehmlich genutzt werden soll, und berücksichtigen Sie dabei auch die Bedürfnisse etwaiger Mitbewohner. Davon ausgehend legen Sie die notwendige Ausstattung fest. Dazu gehört die Anzahl und Art der Signaleingänge ebenso wie ein eingebauter Kartenleser oder ein Digitaltuner. Notieren Sie auch wünschenswerte, aber nicht zwingend notwendige Extras; sie können im Zweifelsfall den Ausschlag für ein Gerät geben.

Überprüfen Sie im Internet oder in Werbebeilagen etwaige Angebote auf Ihre Anforderungen oder treffen Sie anhand von Datenblättern, Test- oder Erfahrungsberichten eine kleine Vorauswahl. Schauen Sie sich die in Frage kommenden Geräte vor Ort möglichst selbst an. Achten Sie dabei vor allem auf die Wiedergabe bewegter Bilder - die schicken Flora- und Fauna-Standbilder der Werbebranche sehen auf fast allen Geräten gut aus. Eine eigene Beurteilung der Farben, der Schärfe und der allgemeinen Bildqualität ist praktisch unersetzlich, denn schließlich muss das Gerät nicht einem Verwandten oder einem Test-redakteur gefallen, sondern Ihnen.

"Schärfer fernsehen"
Weitere Artikel zum Thema "Schärfer fernsehen" finden Sie in der c't 26/2005:
Auswahlkriterien für Flachbildfernseher S. 150
High-Definition-fähige LCD-Fernseher mit PC-Anschluss S. 154

Ein Display ist HD ready, wenn es die folgenden Bedingungen erfüllt:

  • 720 aktive Pixelzeilen im Breitbildmodus (16:9 ±5 %)
  • digitaler Signaleingang (HDMI oder DVI) mit HDCP
  • analoger Komponenteneingang (YPRPB, YCRCB)
  • an beiden Eingängen Wiedergabe von Bildern mit
    • 1280 x 720 Pixeln (720p, progressive)
    • 1920 x 1080 Pixeln (1080i, interlaced)
    • jeweils mit 50 Hz und 60 Hz

(uk)