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http://numsum.org

Wer einen Internet-Zugang hat, benötigt jetzt nicht mehr ein Feature-Monster wie Excel oder OpenOffice zum Kalkulieren. Der Dienst Num Sum bildet eine Tabellenkalkulation im Browser nach. Dank JavaScript fühlt sich Num Sum fast so an wie eine Desktop-Anwendung. Der Benutzer kann Texte formatieren und Bilder und Hyperlinks einbinden, sogar einfache Berechnungen mit absolutem Feldbezug meistert der Dienst.

Der Anwender kann Tabellen privat nutzen oder für die Allgemeinheit zur Ansicht freigeben. Frei definierbare so genannte Tags als zusätzliches Ordnungskriterium helfen, zum Beispiel die zu einem bestimmten Projekt gehörenden Tabellen schnell wiederzufinden. Eine Import- oder Exportfunktion für Office-Dokumente fehlt. Num Sum erfordert eine kostenlose Registrierung. Der Dienst soll auch in Zukunft immer in einer Basisversion gratis bleiben. Er funktioniert mit Internet Explorer 6.x oder Firefox, mit Opera jedoch nicht. (jo)


www.typorganism.com

Die Macher von typorganism.com sind überzeugt: Schriftzeichen sind eine Lebensform, die im Internet lebt und auf Benutzereingaben reagiert. Jeder kann sich darüber vergewissern, indem er die DNA der Typen erforscht, das Gewicht des T mit dem des N vergleicht und mit dem ASCII-O-Matic Bilder aus Lettern generiert - eine schöne kleine Spielerei mit und über Typografie. (jo)


http://turbulence.org/spotlight/thinking/chess.html

Kann man Gedanken sehen? Das Online-Schachprogramm „Thinking Machine“ von Martin Wattenberg und Marek Walczak lässt den Besucher tief blicken, wenn es über seinen nächsten Zug grübelt. Es zeichnet die vorausberechneten Züge in Form gekrümmter, farbiger Linien aufs Brett. Besondere Einblicke gewinnt der menschliche Gegner nicht durch die abertausend Varianten, die das Java-Applet durchspielt. Doch visuell ist es ein Genuss, der allmählichen Einfärbung des Bretts zuzusehen. Freude macht Thinking Machine auch durch die formschönen, streng abstrakten Figurensymbole - und durch seine niedrige Spielstärke, die auch dem Schachamateur ein gelegentliches Erfolgserlebnis gönnt. Bei Gefallen lohnt sich ein Blick auf die zahlreichen anderen Online-Kunstprojekte, die turbulence.org hostet. (heb)


www.schneehoehen.de

Wer für einen Kurztrip auf die Bretter will, der findet unter schneehoehen.de eine nützliche Planungshilfe. Die Site kennt die Wintersportbedingungen aller Skigebiete in Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich und Norwegen. Zu jedem Gebiet listet schneehoehen.de tabellarisch die wichtigsten Informationen (Schneehöhen im Tal und auf dem Berg, geöffnete Pistenkilometer und Liftanlagen) in einer Übersicht. In der Detailansicht erfahren Wintersportler auch den Schnee- und Pistenzustand, Snowboard- und Langlaufbedingungen, die Anzahl der Rodelbahnen und die Länge der Winterwanderwege. (jo)


www.scenta.co.uk/minisites/warelephant/cropofthepops

Musikliebhaber können mit ihren Kenntnissen endlich die Bürokollegen beeindrucken: Bei dem Online-Spielchen „Crop of the Pops“ müssen sie möglichst schnell zehn Platten eines zuvor eingegebenen Künstlers erkennen. Die Cover-Abbildungen, die sich die Flash-Anwendung über das Amazon-API holt, werden unscharf eingeblendet, langsam herangezoomt oder rotieren. Unter den Auswahlkandidaten sind auch Tribute-Alben oder CDs mit ähnlichem Titel, sodass das Ratespiel auch bei bekannten Bands schwierig bleibt. Und mehr als 1000 Punkte sollten es schon sein - damit man im Büro nicht das Gesicht verliert. (heb)


www.lib.utexas.edu/maps

Die Bibliothekare der Universität im texanischen Austin haben ein Faible für Landkarten. Auf ihrer Homepage haben sie eine große Sammlung von Karten aller Art zusammengetragen. Sie umfasst viel eigenes Material, das offenbar aus Büchern kopiert wurde. Darunter findet sich auch Historisches, etwa München im Jahre 1858. Die Startseite linkt außerdem auf eine Reihe von Karten mit aktuellem Bezug, etwa zur Verbreitung der Vogelgrippe oder zu den Aufständen in Frankreich. Daneben findet sich eine umfassende Linksammlung zu anderen Websites mit Kartenmaterial. (jo)


www.erik-krause.de/schaerfe.htm

Wer die Phase des Knipsens hinter sich hat und ernsthaft fotografiert, muss sich auch mit Technik und Physik beschäftigen. Außer der richtigen Belichtung ist der korrekte Umgang mit der Schärfe von großer Bedeutung für die Bildwirkung. Nachträgliche Korrekturen sind hier sehr aufwendig bis unmöglich. Doch der Autofokus stellt nur auf einen bestimmten Punkt scharf, während sich die Schärfe über einen ganzen Bereich, die Schärfentiefe, erstreckt und unterschiedlich sanft in eine mehr oder weniger weiche Unschärfe übergeht.

Bei der digitalen Fotografie hängt die Schärfentiefe nicht nur von der Brennweite, sondern auch vom Format des Aufnahmesensors ab. Außerdem muss man die Grenze zwischen Schärfe und Unschärfe abhängig vom Ausgabeformat definieren. Dazu kommen weitere Randbedingungen wie die Beugung an der Blende. Erik Krause bietet mit seinem Schärfentiefenrechner eine JavaScript-Seite, die einem nach Eingabe der festen Parameter viel Rechenarbeit spart. Sie ermittelt nicht nur die Schärfentiefe und die hyperfokale Distanz, sondern auch die förderliche und die optimale Blende, den Bildwinkel, das Bildfeld, den Abbildungsmaßstab, den optimalen Betrachtungsabstand sowie für Digitalkameras die benötigte Auflösung. (ad)


Die Websites aus c't 25/2005 (jo)