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www.consumersdigitalrights.org
www.irights.info

Die europäischen Verbraucherzentralen haben eine gemeinsame Kampagne gegen zu scharfe Kopierschutzmaßnahmen der Musik- und Filmindustrie gestartet. Auf der zugehörigen Website consumersdigitalrights.org fordern sie von der Wirtschaft „technologische Neutralität“, also den Verzicht auf DRM-Verfahren, die „missbräuchlich das Recht auf Interoperabilität von digitalen Inhalten einschränken“. Edda Müller, Vorstand des deutschen Bundesverband der Verbraucherzentralen vzbv, warnt eindringlich vor „einer zunehmenden Kriminalisierung privater Verbraucher wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen“. Abgerundet wird das Angebot von einer eigens produzierten CD, die im MP3-Format zum Download bereitsteht. Im Rahmen der Creative-Commons-Lizenz, der die Musik unterliegt, darf jedermann den Inhalt für private Zwecke „vervielfältigen, verbreiten und öffentlich aufführen“.

Mit Vorsicht zu genießen ist die Urheberrechts-FAQ auf der Site, da sie nicht auf die Spezialitäten des deutschen Rechts eingeht und daher teilweise falsche Tipps gibt. Wer derlei Infos sucht, sollte lieber einen Blick auf irights.info werfen. Die Autoren geben wertvolle Tipps zu allen möglichen Aspekten des Urheberrechts. Konsumenten werden hier genauso fündig wie Filmproduzenten oder Programmierer. (hob)

www.sheppardsoftware.com/country_europe_G2_drag-drop.swf

Wer glaubt, Europa zu kennen, kann seine Geografiekenntnisse mit dem englischsprachigen Länderquiz auf die Probe stellen. Das in Flash realisierte Rätsel lässt den Besucher die Umrisse von 45 Staaten an der richtigen Stelle des Kontinents einpassen - nicht nur bei kleineren Ländern wie Andorra oder Liechtenstein knifflig. Als Orientierungshilfe stehen lediglich Flüsse und Küstenumrisse zur Verfügung. Abweichungen bewertet das Quiz anhand von Zusatzkilometern auf der virtuellen Europakarte. (Frank Boguschewski/jo)

www.godchecker.com

Falls Sie der Meinung sind, dass man religiösen Gefühlen mit äußerster Zurückhaltung begegnen sollte, ist Godchecker.com die falsche Website für Sie. Reich an Kenntnissen, aber vollkommen respektlos berichtet Godchecker über die teilweise bizarren Eigenheiten von bisher 2850 übersinnlichen Wesen.

Das Gros der Gottheiten stammt dabei aus untergegangenen polytheistischen Kulturen. So erfährt der Leser nicht nur Details über bekannte Religionen wie die der Griechen, Römer und Ägypter (allein die Griechen bringen es auf 368 Götter). Auch Azteken, australische Aborigines oder Tibeter glaub(t)en an Dutzende von Göttern, Dämonen und Naturgeistern.

In der „Holy Database“ findet der nach spiritueller Erleuchtung Suchende diverse Gottheiten von Sonne, Tod und Fruchtbarkeit, aber auch den Gott der Schokoloade (der Maya-Gott Ek-Chuah) oder des Kopfsalats - den ägyptischen Gott Min, der auch für männliche Potenz zuständig war. Und wie der im Kongo verehrte Bumba zum Weltenschöpfer wurde, liest man am besten selbst nach. Unter den zahlreichen Fan-Artikeln im Shop finden sich auch T-Shirts mit dem Wahlspruch der Site: „The Gods told us to do it“. (heb)

www.esnips.com

Nachrichten, Bilder, technische Artikel - im Web finden sich etliche nützliche und interessante Infoperlen. Ärgerlich nur, wenn sie nach ein paar Tagen nicht mehr auffindbar sind, etwa weil man vergessen hat, sie zu bookmarken, oder weil sie vom Urheber schon wieder gelöscht wurden.

Der Dienst esnips tritt als Archivar für solche Fundstücke an. Hat der Benutzer die Funktionsleiste für den Internet Explorer installiert, kann er im Browser markierte Texte und Bilder mit einem Mausklick auf dem Server speichern. Ein Windows-Programm lädt Dateien und Bilder direkt von der Festplatte hoch. Insgesamt stellt esnips ein Gigabyte Plattenplatz gratis bereit. Bei der Anmeldung muss man seine E-Mail-Adresse hinterlegen. (jo)

www.worth1000.com

Die amerikanische Plattform Worth1000 verschreibt sich ganz der Manipulation von Fotos und Bildern aller Art. Täglich ruft sie Wettbewerbe zu Themen wie „was berühmte Personen wirklich während des Tages machen“, „essbare Architektur“ oder „schlechte Werbung“ aus. Es ist beeindruckend, zu welch unterschiedlichen Ergebnissen die Grafiker bei einem Wettbewerb kommen.

Dass sich die Kreativen stark ins Zeug legen, beruht nicht auf Selbstlosigkeit. Worth1000 ist ein Marktplatz, auf dem man seine Fähigkeiten zeigen und sogar bares Geld gewinnen kann. Einige der Wettbewerbe werden im Namen von Firmen durchgeführt, die ein paar hundert Dollar ausloben, um etwa zu einem neuen Firmenlogo oder einem Werbemotiv zu kommen. Ein Besuch lohnt auch für Photoshop-Neueinsteiger. Etliche Tutorials erläutern ihnen die Kunst der Manipulation. (Frank Boguschewski/jo)

www.whatsthatbug.com

Was krabbelt denn da an der Küchenwand? Die Insektenfreunde vom englischsprachigen Whats that Bug helfen bei der Identifizierung von Tausendfüßlern, Motten und sonstigem Getier. Sendet man den Schnappschuss eines Insekts per E-Mail ein, versuchen die Betreiber, seine Gattung zu bestimmen. Aus den Bildern speist sich die mittlerweile recht stattliche Insektengalerie. Darüber hinaus berichten die Besucher über ihre einprägsamsten Erlebnisse mit dem Krabbelgetier. (Frank Boguschewski/jo)


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