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Von
  • Frank Boguschewski
  • Tobias Priess
Inhaltsverzeichnis

www.textdiebe.de

Die Textdiebe bieten Nachwuchsliteraten eine Plattform zur Selbstdarstellung und zum gegenseitigen Austausch. Interessierte verfolgen dort die Entstehung von Texten mit und kommentieren fertige Werke. Das Angebot ist in 14 Textgattungen von Lyrik bis Essay gegliedert.

Nach der Registrierung kann jeder seine Werke der Öffentlichkeit präsentieren, wobei schon rund 1050 Autoren mit über 7300 Texten das kostenlose Angebot nutzen. Alle Rechte bleiben beim Autoren. Die Betreiber der Textdiebe betonen, dass trotz des Titels der Site nichts „in irgendeiner Weise ohne ausdrückliche Einverständniserklärung des Autors weiterverwertet“ wird. (Frank Boguschewski/jo)

www.tvfeed.de

Schon wieder das c't Magazin im Dritten verpasst? Mit dem TV-Feed kann man sich an seine Lieblingssendungen erinnern lassen. Die TV-Suchmaschine durchkämmt das Programmangebot der kommenden zwei Tage aller analog ausgestrahlten öffentlich-rechtlichen sowie etlicher privater Sender nach Stichwörtern. Die Ergebnisse liefert sie per RSS-Feed oder E-Mail. Daneben stellt sie 19 vorgefertigte Feeds zu Themen wie „Auto/Verkehr“ bis „Wissenschaft“ bereit. (Frank Boguschewski/jo)

www.mtn.org/~quack/welcome.htm
http://beckerexhibits.wustl.edu/did

Eine Besonderheit des Web ist, dass man immer wieder interessante Dinge findet, von deren Existenz man ohne das Internet nie gehört hätte. Ein hochinteressanter Beleg dafür ist das Museum of Questionable Medical Devices, das zum Wissenschaftsmuseum in Minnesota gehört. Die Sammlung zeigt zum Beispiel ein Röntgengerät, das bis in die 50er in amerikanischen Schuhgeschäften zum Einsatz kam. Mit diesem durchleuchteten die Kunden ihre Füße und die zu erwerbenden Schuhe, bekamen aber auch eine bedenkliche Portion an Röntgenstrahlung von den schlecht abgeschirmten Geräten ab. Der 1932 entwickelte Rejuvenator versucht mit einer Kombination aus Magnetismus, Radiowellen und Infrarotstrahlen, den natürlichen Alterungsprozess des Menschen umzukehren.

Exotische Exponate finden sich auch in der ebenfalls englischsprachigen Online-Ausstellung Deafness in Disguise der Washington University of Medicine. Sie führt durch die geschichtliche Entwicklung von Hörhilfen aller Art. Für Männer gab es etwa einen Akustikverstärker, der bequem hinter einem Vollbart verschwand. (Frank Boguschewski/jo)

www.top-videonews.de/themen/bestof2005.htm

Das Internetmagazin Top-Videonews listet unter dem Titel „Best of 2005“ die 19 besten Filme des Jahres 2005 für Kinder, die auf DVD erhältlich sind. Vertreten sind Kinoerfolge wie „Die Unglaublichen“ und „Lauras Stern“, aber auch weniger bekannte Werke. Die farbenfroh gestaltete Site ordnet jeden Film nach pädagogischen Gesichtspunkten in eine Altersgruppe ein, fasst den Inhalt zusammen und begründet, warum er in die „Best of 2005“ aufgenommen wurde.

Die Top-Videonews sollen Erwachsenen bei der Auswahl von Filmen für ihre Kinder helfen. Sie präsentieren aktuelle News zur Jugend- und Kinderfilmszene, eine Filmdatenbank mit pädagogischen Empfehlungen und eine umfangreiche Linksammlung zu Videoanbietern und Medienpartnern. Das vom Kinder- und Jugendfilmzentrum Deutschland ins Leben gerufene Projekt wird vom Bundesfamilienministerium unterstützt. Es lohnt sich also, vor dem nächsten Videoabend einen Blick auf diese Site zu riskieren. (Tobias Priess/jo)

www.netz2006.de

Sie haben mit Ihrer Stammtischtruppe schon mal gegen Karl-Heinz Kravolski gespielt, den sagenumwobenen Stürmer von Wacker Elberfeld? Herzlichen Glückwunsch! Wer weiß, vielleicht hat Kravolski ja mal gegen jemanden aus der Regionalliga gespielt und der gegen den Kaiser - dann wären Sie nur drei Bekanntschaftsgrade von Franz Beckenbauer entfernt!

Um dem auf den Grund zu gehen, müssen sie sich bei Netz 2006 eintragen. Dort sind überhaupt alle Kicker aufgerufen, sämtliche Mitspieler zu notieren, mit denen sie jemals auf dem Fußballfeld standen - egal, ob in der Bundesliga oder auf dem Dorfplatz, egal, ob als Gegner oder als Teamkameraden.

Netz 2006 ist der Versuch, im Jahr der Fußball-WM ein Netzwerk der kickenden Welt zu stricken. Das Small-World-Phänomen der Sozialwissenschaften besagt, dass zwei beliebige Menschen nicht mehr als sechs gemeinsame Freunde oder Bekannte voneinander „entfernt“ sind (siehe c't 24/05, S. 188).

Auf dem Netz-2006-Server muss sich der Benutzer zunächst mit Namen und E-Mail-Adresse registrieren. Anschließend kann er nach ehemaligen Mitspielern suchen oder nach Begegnungen, an denen er teilgenommen hat. Indem er anzeigt, an einem Spiel beteiligt gewesen zu sein, verbindet er sich mit dem restlichen Netz. Außerdem kann er neue Spiele eintragen. Die Datenbasis scheint derzeit noch nicht sehr üppig zu sein. Um das Netz weiterzuspinnen, sollten sich also möglichst viele Kicker einloggen und ihre Begegnungen eintragen. (jo)

www.meldebox.de

Bei Umzügen kann alleine das Mitteilen der Adressänderung viel Zeit in Anspruch nehmen: Die Bank, diverse Versicherungen, Online-Händler et cetera müssen die neue Anschrift erfahren. Mit der Meldebox sind die Ummeldungen in einer Viertelstunde erledigt. Der Dienst kennt über 3000 Firmen und Behörden. Registrierte Benutzer geben einmal ihre neuen Koordinaten ein; die Meldebox leitet sie online an die Firmen, Behörden und Institutionen weiter, bei denen dies möglich ist. Muss die Adressänderung schriftlich erfolgen, so hält die Meldebox die benötigten Formulare im PDF-Format bereit.

Auch bei der Änderung der Handy-Nummer, der Bankverbindung oder der E-Mail-Adresse hilft der Dienst. Zahlreiche Tipps für Umziehende runden das Angebot ab. Der Clou: Privatpersonen nutzen die Site kostenlos, da sie sich ausschließlich durch die Übermittlung von Ummeldungen an gelistete Unternehmen und Organisationen finanziert. Laut seinen Datenschutzbestimmungen gibt der Dienst personenbezogene Daten nur an die Unternehmen weiter, bei denen der Nutzer eine Ummeldung in Auftrag gibt. (Frank Boguschewski/jo)


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