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Inhaltsverzeichnis

www.songtapper.com

Ohrwürmer können einen in den Wahnsinn treiben. Besonders wenn einem partout nicht einfällt, wie das Lied heißt und von wem es stammt. Hilfe bei der Suche nach dem Urheber verspricht der Songtapper: Anhand des Rhythmus des Liedes wird eine Liste der wahrscheinlichsten Kandidaten aus der Datenbank mit über 13 000 Titeln erstellt. Wer hinreichend präzise auf die Leertaste einschlägt, hat eine gute Chance, das Rätsel auf diesem Wege zu lösen. Da das Verfahren nicht vollständig selbsterklärend ist, erläutert ein kleines Lehrvideo den Vorgang anhand von „Jingle Bells“. Lästig sind aber die gelegentlich recht langen Wartezeiten für die Auswertung. (uma)

www.woophy.com

Eine Datenbank mit etwa 60 000 Fotos aus aller Welt stellt Woophy bereit. Eine Anmeldung ist lediglich zum Hochladen von Bildern erforderlich. Jede Bilderserie wird mit geografischen Koordinaten versehen und erscheint anschließend auf einer Weltkarte. Das so entstehende Gewusel von kleinen Punkten lässt sich durch eine Zoomfunktion entzerren; beim Überfahren mit der Maus erscheint obendrein die Ortsangabe im Klartext. So lassen sich Bilder, etwa vom Ziel einer geplanten Reise, mit wenigen Mausklicks finden - ob in der chilenischen Atacama-Wüste, im mongolischen Ulan Bator oder auf Grönland. Lediglich in touristisch nicht erschlossenen Gegenden weist die Karte noch weiße Flächen auf. Die Bilderserien erscheinen als Thumbnails und lassen sich in zwei Stufen vergrößern.

Außer der rein geografischen Zuordnung rufen die Macher der englischsprachigen Seite auch zu monatlichen Themenwettbewerben auf. Neben Alltagsthemen wie Essen und Trinken, Arbeitswelt oder Transport findet sich auch Sozialkritisches wie „Müll, Verschmutzung und Umwelt“. Für Stichwörter oder Städtenamen gibt es eine Suchfunktion; bei einigen deutschen Großstädten muss man dabei die englische Schreibweise verwenden, also beispielsweise Cologne statt Köln oder Munich statt München. Die Anwendung ist recht rechenintensiv - bei älteren PCs muss man ein wenig Geduld mitbringen, bis sich die Weltkarte aufgebaut hat. (uma)

www.openclipart.org

Wer einmal eine Präsentation vorbereitet hat oder eine Schemazeichnung machen wollte, kennt das Problem: Kleine Cliparts sind nur mit viel Talent selber herzustellen, freie Quellen dafür nur schwer zu finden. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die englischsprachige Open Clip Art Library. Diese bietet zahllose Cliparts im .SVG-Format aus verschiedenen Kategorien zur unentgeltlichen Nutzung. Das Gesamtarchiv mit fast 7000 Bildchen ist übersichtlich nach Kategorien geordnet und steht wahlweise auf der Webseite als über 100 Megabyte große gezippte Datei zum Download bereit, die neben den Vektorgrafiken auch PNG-Thumbnails enthält. (uma)

www.bundeswettbewerbe.de
www.sciencegarden.de/forschung/wettbewerbe
www.studentenwettbewerbe.info
www.koerber-stiftung.de/wettbewerbe/studienpreis/links
www.wisu.de/service/frame4b.htm

Zahlreiche Organisationen schreiben unabhängig voneinander in Wettbewerben Preise für besonders gute Arbeiten von Schülern, Studenten und jungen Akademikern aus. Allerdings ist es schwierig, einen aktuellen Gesamtüberblick zu erhalten.

Bundeswettbewerbe.de verlinkt auf die Originalausschreibungen für Schülerwettbewerbe. Neben prominenten Preisen wie „Jugend musiziert“, dem Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels oder „Jugend forscht“ finden sich dort auch weniger bekannte Wettbewerbe wie etwa die Russisch-Olympiade des Deutschen Russischlehrerverbandes.

Sciencegarden listet aktuell 65 Wettbewerbe öffentlicher und privater Träger auf. Neben einer Kurzfassung der Ausschreibung nennt die Site Zielgruppe, Preise, Termine und den Ausrichter. Ein direkter Link führt zur ausschreibenden Site. Über eine Suchfunktion lassen sich die Ergebnisse nach Altersgruppe, erforderlichem Abschluss und Fachrichtung filtern.

Etwas dünner ist die Auswahl bei Studentenwettbewerbe.info. Der Löwenanteil der Daten findet sich dort im Bereich „Jugendwettbewerbe“. Zu einer Kurzübersicht lassen sich zusätzliche, ausführlich aufbereitete Informationen abrufen. Die Körber-Stiftung verweist direkt auf die Seiten der Anbieter und hält wenig Informationen zu den einzelnen Wettbewerben vor. Wer sich dort informieren will, muss also ein wenig mehr Zeit investieren. (uma)

www.feiertagskalender.ch

Die Feiertage von elf europäischen Ländern sammelt der Feiertagskalender. Der Vorwurf, die Deutschen hätten zu viele Feiertage, lässt sich dort schnell entkräften - oder kannten Sie den Fridolinstag (6. März, nur in Breitenbach/Schweiz) oder die in Liechtenstein am 8. September festlich begangene Mariä Geburt? Vor allem in der Schweiz haben zahllose uralte Lokalfeiertage bis heute überlebt.

Die Daten lassen sich in gängigen Kalender- (iCal, .vcs, .hol), Text- und Tabellenformaten exportieren. Praktisch für die Urlaubsplanung ist auch der Schulferienkalender für die deutschsprachigen und die skandinavischen Länder sowie für Benelux und Frankreich. Eine schlechte Nachricht zuletzt: Der Arbeitszeitrechner findet heraus, dass in diesem Jahr der März der anstrengendste Monat wird. Er hat in Deutschland keine Feier-, dafür aber 23 Arbeitstage. (heb)


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