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www.smashingmagazine.com/2006/10/30/cheat-sheet-round-up-ajax-css-latex-ruby

Lästig, wenn man erst armdicke Schwarten durchblättern muss, nur um den Namen einer PHP-Variable oder eines CSS-Attributs wiederzufinden, der einem entfallen ist. Die Idee, dass es außerordentlich nützlich wäre, alle wesentlichen Informationen kompakt auf einem DIN-A4-Zettel oder zumindest auf einer Webseite zu sammeln, ist die Mutter sogenannter Cheat Sheets.

Es gibt schon etliche solcher Spickzettel, insbesondere für Webmaster-Belange. Das Smashing Magazine hat eine Link-Sammlung zu solchen Spickzetteln aller Art zusammengetragen. Neben gängigen Web- (PHP, Perl, Python) und anderen Programmiersprachen (C++, ActionScript) finden sich Hilfen für das Webdesign (XHTML, CSS), die Administration der Server (Apache, MySQL, Oracle) und von Content-Management-Systemen (MovableType, Wordpress). Der Anwender findet Cheat Sheets unter anderem zu Firefox- und Gmail-Tastaturkürzeln. (jo)

http://audacity.sourceforge.net
www.findsounds.com
www.hoerspielbox.de
www.tank-fx.de

Mit dem PC, einem Mikrofon und kostenlos verfügbarer Software, etwa dem Audio-Editor Audacity, ist es ein Leichtes, ein Hörspiel aufzunehmen. Als schwierigste Aufgabe erweist es sich mitunter, an passendes Sound-Material zu kommen, etwa um einen stimmigen Klangteppich für den Hintergrund zu basteln. Einfach Material aus einer CD zu kopieren, kann im schlimmsten Fall eine teure Abmahnung nach sich ziehen.

Außer bei FindSounds, das wir in c't 24/00 bereits vorgestellten haben, finden sich auch in der Hörspielbox Tonschnipsel, die frei verwendbar sind. Die Site erschließt tausend im MP3-Format vorliegende Dateien thematisch und per Volltextsuchmaschine, außerdem lässt sich eine Liste mit den Beschreibungen aller Sounds als RTF-Datei herunterladen.

Einen ganz besonderen Effekt machen die Betreiber von Tank-FX Soundbastlern zugänglich, nämlich nicht-virtuellen Hall. Als Hallraum dient ein elf Meter hoher Stahlbetontank mit einem Durchmesser von sieben Metern im Oberhausener Hauptbahnhof, der früher einmal als Wasserspeicher für Dampfloks diente. Der heute leer stehende Tank wurde mit Lautsprechern und Mikrofonen versehen, um jedermann die einmalige Akustik via Internet zur Verfügung zu stellen.

Um eine Aufnahme mit Hall zu versehen, lädt man sie zum Beispiel im MP3-Format hoch, wählt das Ausgabeformat (mp3, ogg, flac) und drückt auf den Aufnahmeknopf. Quasi in Echtzeit steht das verhallte Ergebnis bereit. Auf der Homepage findet der interessierte Besucher noch weitere Hintergrundinformationen, etwa zu den verwendeten Studiokomponenten. (jo)

www.grundschulwiki.de
www.zum.de/wiki

Früh übt sich, wer ein Wikipedianer werden will. Allerdings dürften das Expertenwissen und die Rechtschreibkenntnisse von Grundschulkindern nur im Ausnahmefall den Qualitätsanforderungen genügen, die die große Online-Enzyklopädie stellt. Um Kindern dennoch schon so früh wie möglich eine Plattform zu geben, auf der sie sich mit einem Wiki-typischen Content-Management-System vertraut machen können, unterhält die Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet (ZUM) ein Grundschulwiki. Die ZUM betreibt übrigens auch ein Wiki für Lehrinhalte und Lernprozesse, auf dem alle Lehrer und andere Interessierte eingeladen sind, sich zu beteiligen. (jo)

www.global-itv.com

Beim Fernsehen übers Internet stehen oft Zugangskomplettangebote mit überteuren Abonnements im Vordergrund. Dabei gibt es eine Unmenge frei empfangbarer Fernsehsender im Web - mehr als 5000 in über 200 Ländern verzeichnet alleine das Global internetTV Portal. Für Deutschland enthält der Katalog eine stattliche Auswahl von mehr als 300 Sendern, dabei allerdings viele Exoten wie den Regionalsender „Blickpunkt Ingelheim“ oder Übertragungen aus dem bayrischen Landtag.

Die Auswahl lässt sich auf eine von zehn inhaltlichen Kategorien, auf die Art des Streams (Live-TV, Video on Demand, kein Stream) sowie auf den Typ des Fernsehbetreibers (konventionelles Fernsehen, Web-TV, IPTV, Lokalfernsehen) einschränken. Das Portal informiert bei vielen Stationen über die verwendete Technik und die Bandbreite der Übertragung. (jo)

http://qwiki.caltech.edu/wiki/Complexity_Zoo

Die Komplexitätstheorie ist eine komplexe Sache. Falls Sie sich noch nicht näher mit der theoretischen Informatik befasst haben, müssen Sie dazu wissen, dass es bei der Komplexitätstheorie darum geht, welche algorithmischen Probleme - etwa das Sortieren von Zahlen - wie viele Ressourcen - also zum Beispiel Rechenzeit und Arbeitsspeicher - auf theoretischen Rechnermodellen benötigen. Algorithmische Probleme, die sich ähnlich in Bezug auf den Ressourcenverbrauch verhalten, werden in Klassen mit Namen wie P oder NLOG zusammengefasst: ziemlich abgehobener Stoff also.

Wer Informatik studiert, kommt häufig intensiver mit dieser Materie in Kontakt, als ihm lieb ist. Bei Dutzenden von Komplexitätsklassen gilt es, den Überblick zu behalten. Dabei will der Complexity Zoo helfen, der für jede Klasse eine kurze Definition enthält. Daneben finden sich viele Beispiele für typische algorithmische Probleme und viele Links auf Literaturstellen. (jo)


Die Websites aus c't 25/2006