Websites aktuell
- Jo Bager
- Inga Rapp
Frage-Communities
http://groups.google.de
http://iq.lycos.de
http://de.answers.yahoo.com
www.gutefrage.net
http://qna.live.com
http://answers.google.com/answers
Wie viel sollte ein Hund am Tag trinken? Wie bekommt man Wachsflecken von der Wand? Wie schützt man sein Auto gegen Marderbiss? Ausgefallene Fragen, für die Freunde keine Antwort parat haben, kann man sich im Usenet beantworten lassen. Dort finden sich zu allen erdenklichen Themen Gruppen und in der Regel auch auskunftsfreudige Surfer, die immer einen Tipp parat haben. Google Groups erschließt das Usenet mit einer leistungsfähigen Suchfunktion, mit der auch unerfahrene Benutzer die richtigen Newsgroups finden.
Neben diesem klassischen Medium treten immer mehr neue Web-2.0-Dienste als Peer-to-Peer-Hilfeportale an. Den Anfang machte hierzulande Lycos IQ (siehe c't 3/06, S. 49), mittlerweile finden sich mit Yahoo Clever und GuteFrage zwei ähnliche deutschsprachige Angebote. Auch im englischen Sprachraum gibt es etliche solcher Dienste, zum Beispiel Microsofts Live QNA.
Es gibt bei allen Diensten zwar keine Garantie, aber fragen kostet ja nichts. Angesichts von so viel Gratis-Konkurrenz hat Google sein kostenpflichtiges Angebot Google Answers im Dezember 2006 dichtgemacht. Auf dessen Homepage findet sich allerdings ein im Volltext durchsuchbares Archiv mit hunderten Fragen und Antworten. (jo)
Online-Taschenlexikon
http://lexikon.meyers.de
http://de.wikipedia.org
Bei der Anzahl der Beiträge - 150 000 Stichwörter - kann die Online-Ausgabe von Meyers Taschenlexikon zwar nicht mit Wikipedia mithalten. Dennoch kann es nicht schaden, die Adresse in der Bookmark-Sammlung zu haben, falls man sich etwa nicht sicher ist, ob ein Wikipedia-Eintrag richtig ist. Der Zugriff auf die komplette Enzyklopädie ist gratis und ohne Anmeldung möglich, kostenlos registrierte Nutzer können zusätzlich über Artikel diskutieren. (jo)
Web-2.0-Musikportal
Jamendo ist ein interessantes neues Musikportal. Musiker veröffentlichen ihre Stücke dort unter einer Creative-Commons-Lizenz, erlauben also, ihre Alben herunterzuladen und in Tauschbörsen einzustellen. Musikbegeisterten stehen die verschiedensten Möglichkeiten bereit, Musik zu entdecken, etwa Rezensionen und Wiedergabelisten anderer Benutzer oder die Tag Cloud mit Musikstilen. Jamendo enthält Musik aller Richtungen, derzeit ist ein Großteil der gut 2000 Alben und rund 70 000 Mitglieder der in Luxemburg beheimateten Plattform französisch.
Jedermann kann ohne Anmeldung nach Musik suchen und sich über den integrierten Player Stücke vorspielen lassen. Wer mitdiskutieren und sich eigene Playlists anlegen will, benötigt einen kostenlosen Account. Jamendo setzt auf die Fairness der Benutzer. Gefällt ihnen Musik eines Künstlers, sind sie aufgerufen, ihm per Paypal Geld zu spenden. (jo)
Wagner für Einsteiger und Liebhaber
www.richard-wagner-werkstatt.com
Wagner-Fans und solche, die es werden wollen, finden in der Richard-Wagner-Werkstatt einen großen Wissensfundus über den deutschen Komponisten. Beeindruckend sind vor allem die Recherchemöglichkeiten nach Stichwörtern und Leitmotiven. So kann man in den Textbüchern stöbern, die Suchergebnisse sortiert die Wagner-Werkstatt nach Opern. Neben dem Textauszug präsentiert die Site die musikalischen Motive. Ein Knopfdruck lässt ein Motiv als MIDI-Datei erklingen oder zeigt das Notenbild inklusive einer Übersicht darüber, an welchen Stellen seiner Werke Wagner das Motiv noch verwendet hat.
Der Biographie-Bereich präsentiert das Wichtigste auf einen Blick, bestimmte Jahre im Leben des Meisters oder nur die biographischen Daten, die mit einem bestimmten Werk in Zusammenhang stehen. Und wer für Günther Jauch oder ähnliche Gelegenheiten trainieren will, nutzt einfach die Lernfunktion. Bei der Suche nach der richtigen Aufnahme helfen Ausschnitte aus Wagner-Opern zum Reinhören, sortiert nach Dirigent oder Interpret. Wer eine Beratung wünscht, erhält sie per Mail. (Inga Rapp/jo)
Erstklassiger Web-Rechercheur
Die aus Frankreich stammende Suchmaschine Exalead übezeugt mit vielen kleinen Details, die Google allesamt nicht bieten kann: Zum Beispiel zeigt sie Vorschauen der gefundenen Webseiten neben den Suchergebnissen an und generiert dynamisch zu einer Abfrage passende Begriffe und Kategorien, mit denen der Benutzer die Suche verfeinern kann. Genauso simpel - nämlich mit einem Klick - lassen sich die Ergebnisse nach Sprache oder Dateityp filtern. Bei Google muss man dazu erst das Formular für die erweiterte Suche aufrufen.
Der Suchdienst, der derzeit in einer deutschen, französischen und englischen Version läuft, indexiert nach Betreiberangaben mehr als acht Milliarden Seiten. Außer nach Webseiten kann der Benutzer auch nach Bildern fahnden. Exalead lässt sich auch als individuelle Startseite nutzen, bei der der Surfer eine Reihe von Lieblingssites hinterlegt. Dazu benötigt er einen kostenlosen Account, für den er sich mit der E-Mail-Adresse anmelden muss. (jo)
Lebenshacks
www.lifehacker.com
www.rememberthemilk.com
Die Macher des Blogs Lifehacker haben sich zum Ziel gesetzt, Anwendungen und Tipps zusammenzutragen, die das Leben mit und ohne Computer produktiver machen sollen. Der Besucher findet dort zum Beispiel Hinweise auf Vista-Tweaks und praktische neue Webdienste, etwa den Erinnerungsservice Remember The Milk. Daneben verweist Lifehacker aber auch auf nicht PC-spezifische Projekte, Tricks und Informationen, etwa eine Liste cholesterinarmer Speisen und eine Anleitung für die Gestaltung einer Magnetwand. (jo)
Die Websites aus c't 03/2007