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www.space-invaders.com

Vor allem ältere Semester erinnern sich an das Computerspiel Space Invaders, das das Genre Ende der 70er-Jahre entscheidend prägte. Die kleinen, per Folie bunt eingefärbten Figuren, die es abzuschießen galt, blieben den meisten in Erinnerung.

Auf den Wiedererkennungseffekt setzt ein anonymer Künstler. Er empfindet die groben Klötzchengrafiken der Aliens mit bunten Kacheln nach und hinterlässt sie auf Wänden auf dem ganzen Globus - etwa in New York, Manchester, Berlin, Dhaka, Mombasa, Tokio oder Sydney. Die fachgerecht mit Zement und Fugenmasse angebrachten Mosaiken dokumentiert er in Bildern und kurzen Filmsequenzen.

Mit dieser Art von Kunst ist allerdings nicht jeder einverstanden, denn der Künstler holt nicht erst langwierig die Erlaubnis für seine Tätigkeit ein, sondern greift vorzugsweise in schützender Dunkelheit zu Fugbrett und Kelle. Die Stadtverwaltung von Amsterdam etwa betrachtete die Aktivitäten als „verboden graffiti“, wie ein Zeitungsausschnitt belegt. Die von den besorgten Stadtvätern dort ausgemachte Guerilla-Werbung für das Computerspiel kommt allerdings ein wenig zu spät, die ursprünglichen Space Invaders gibt es nur noch im Museum oder als Nachbau. (uma)

www.burgenperlen.de
www.burgen-und-schloesser.net
www.burgenwelt.de

Das bekannteste deutsche Schloss ist ohne Frage Neuschwanstein. Besonders im Ausland prägt es das Bild deutscher Schlösser und zieht Tag für Tag viele tausend Touristen an. Daneben gibt es aber noch unzählige andere sehenswerte Bauwerke, die weniger überlaufen sind.

Eine Auswahl bietet Perlen deutscher Burgen und Schlösser. Nur „historische Wehr- und Wohnbauten“, die einen ganzen Katalog strenger Kriterien erfüllen, werden von der Deutschen Burgenvereinigung aufgelistet. Übersichtlich sortiert nach Bundesländern finden sich lohnende Ausflugsziele.

Deutlich mehr Einträge weist die Datenbank Burgen und Schlösser in Deutschland auf. Rund 700 Beschreibungen mit 13 000 Fotos und detaillierten Informationen zur Besichtigung laden zum Stöbern ein. Per Umkreissuche lässt sich der Bestand in Reichweite eines Urlaubsdomizils mit wenigen Mausklicks ausmachen. Zusätzliche Informationen, etwa über Öffnungszeiten und Eintrittspreise, runden das Angebot ab.

Noch umfangreicher ist der Datenbestand von Burgenwelt, der über 2000 Einträge umfasst. Der Schwerpunkt dieses Webauftritts liegt auf Wehrbauten. Die Angaben zum jeweiligen Objekt sind ein wenig kärglicher als bei den anderen Seiten, dafür sind aber Bauwerke aus ganz Europa und sogar Teilen Kleinasiens erfasst; außerhalb Deutschlands gibt es aber nur wenige Einträge. Schön gelöst ist die Navigation, die über Land, Bundesland und Regierungsbezirk einen schnellen Überblick gibt. (uma)

http://xanten.afg.hs-anhalt.de

Xanten steht auf historischem Boden. Vor über 2000 Jahren richteten die Römer auf dem heutigen Stadtgebiet für mehrere Jahrhunderte Garnisonen für ihre Legionen ein. Nach dem Abzug der Truppen verfielen die Anlagen, und aus den Dörfern in der Nähe entstand anschließend im Laufe der Zeit die Stadt Xanten. Das Informationssystem Der Xantener Raum in der Antike vermittelt einen Eindruck über die freigelegten Anlagen, die heute im Freilichtmuseum „Archäologischer Park Xanten“ besucht werden können.

Der Schwerpunkt des Informationssystems stellt eine Zeitreise anhand von Karten dar, die verschiedene Aufbau- und Verfallsstadien der Anlagen veranschaulichen. Mit einem Schieberegler kann man bequem entlang der Zeitskala navigieren. Alternativ stehen eine Draufsicht und eine Perspektivansicht zur Verfügung. Die Lage der Bauten lässt sich im aktuellen Stadtplan ausmachen, der transparent über die Karte mit den historischen Stätten gelegt werden kann.

Zusätzliche Informationen, etwa zum Straßenbau, geben einen kleinen Einblick in die Römerzeit. Gesammelte Filme berichten über das Leben der antiken Römer sowie über die Arbeit der Archäologen. (Heiko Kothhöfer/uma)

www.widgipedia.com

Immer beliebter werden in der letzten Zeit so genannte Widgets, jene kleinen in HTML und Javascript programmierten Helferlein. Mittlerweile existieren Unzählige verstreut über das Internet. Widgipedia sammelt und listet in loser Folge Neuerscheinungen auf, beschreibt und kategorisiert diese. Die Funktionsvielfalt der Widgets reicht von Wettervorhersagen, Aktienkursen oder diversen Webdiensten über kurzweilige Unterhaltung bis hin zu Systeminformationen im Schnellzugriff.

In der großen Zahl durchsuchbarer Kategorien auf Widgipedia spiegelt sich die große Verbreitung dieser Erweiterungen wider. Apples Dashboard etwa wird als Laufzeitumgebung genauso berücksichtigt wie die Gadgets unter Vista, die systemübergreifenden Widgets von Yahoo, oder die Erweiterungen für den Webbrowser Opera. Ebenso finden sich frei benutzbare Codeschnipsel zum Einbau in eigene Webprojekte. Benutzerkommentare und Wertungen runden das Webangebot ab. (Heiko Kothhöfer/uma)


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