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www.fotolia.de

Fotolia ist ein Marktplatz für Bilder. Die Plattform versteht sich als preisgünstige Alternative zu herkömmlichen Bildagenturen und möchte Fotografen und Illustratoren mit Bildkäufern zusammenbringen. Profis und versierte Amateure verkaufen Bilder, die Grafiker, Webdesigner, Art-Direktoren, Marketingexperten und private Konsumenten nutzen können. Legales Bildmaterial ist bereits für weniger als einen Euro zu haben.

Jedes eingereichte Motiv muss zunächst von ausgewählten Fotolia-Mitgliedern bewertet werden, bevor es für alle Benutzer freigegeben wird. Mit jedem Verkauf steigt die Freiheit des Fotografen, seine Preise zu variieren. Steigende Verkaufszahlen führen zu höheren Verkaufspreisen und Umsatzbeteiligungen. Der Anbieter hat dann nämlich die Möglichkeit, den Preis zwischen einem und 100 Euro selber zu bestimmen.

Mittels detaillierter Such- und Sortierkriterien können Besucher die umfangreiche Motivauswahl durchforsten. Im angegliederten Forum tauschen sich die registrierten Anwender aus. Weitergehende Informationen zu den Nutzungsmöglichkeiten der Seite, der Preisgestaltung und den Vertragskonditionen findet man im zugehörigen Blog. (pen)

www.grocerylists.org
www.foundmagazine.com
http://todolistblog.blogspot.com/
http://gutnotes.blogspot.com/

Mit den als Gedächtnisstützen angefertigten Notizzetteln kann man seine liebe Not haben. Vor allem dann, wenn die hastig auf kleinen Papierschnipseln angefertigten Merkhilfen sich vor ihrem angedachten Verwendungszweck von ihrem Besitzer trennen. Grocerylists könnte beim Wiederfinden behilflich sein. Dort hat sich bereits eine beachtliche Sammlung gefundener Einkaufszettel angesammelt. Hat man etwas anderes verloren, könnte das Found Magazine weiterhelfen. Das ist weniger auf Einkaufszettel spezialisiert, sondern hebt einfach alles zumindest virtuell auf, was andere Leute verloren haben.

Vermisst man eine Arbeitsliste, klickt man sich weiter in die Sammlung To-Do-List. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee dabei, was man sonst noch so erledigen könnte - falls der eigene Zettel sich immer noch nicht angefunden hat. Erheblich gefühlvoller stellen sich die unbekannten Autoren auf Gut Notes dar. Diese Seite sammelt vor allem alte Liebesbriefe. Die verliert man zwar üblicherweise nicht, aber dort kann man sich Anregungen für eigene Werke holen. (Heiko Kothhöfer/uma)

http://blogs.demokratie24.de/
www.abgeordnetenwatch.de

Demokratie24 hebt sich von den gängigen „Watchblogs“ ab, indem es keine eigenen Beiträge serviert. Diese im Weblog-Stil gehaltene Seite offeriert vielmehr in loser Folge unterschiedliche Meinungen etablierter Gruppierungen und Privatpersonen. Die veröffentlichten Beiträge werden nach ihren Quellen, etwa Medien, Verbände oder Wähler, kategorisiert.

Einen anderen Weg, die hiesige Demokratie zu verfolgen, bietet Abgeordnetenwatch. Mitglieder des deutschen Bundestages können dort teilweise auch direkt erreicht werden. Über eine Recherche lässt sich der Abgeordnete des eigenen Wahlkreises durch Eingabe der Postleitzahl ermitteln. Die Nutzer der Seite können die gewählten Volksvertreter auch gezielt befragen. Eventuelle Antworten erscheinen zeitnah auf der Startseite. Auf den Seiten der einzelnen Abgeordneten kann man nachvollziehen, wie sie in namentlichen Abstimmungen votiert haben. (Heiko Kothhöfer/uma)

www.kabarett-news.de

Kabarettisten haben es schwer in Deutschland. Abseits des Comedy-Mainstreams ist das Interesse an ihrer Arbeit oft eher gering. Gegen das Informations-Defizit will der gemeinnĂĽtzige Verein NĂĽrnberger Burgtheater mit einer eigenen Website angehen. In den Kabarett-News listen die Betreiber Neuigkeiten auf, etwa Fernsehtipps, interessante Webadressen oder Berichte ĂĽber Preisverleihungen.

Wer dadurch Lust bekommt, Kleinkunst live zu erleben, kann sich zu den Premieren durchklicken. In einem Kalender finden sich Veranstaltungen im gesamten deutschen Sprachraum. Eine Ortsliste, die für Deutschland nach Bundesländern sortiert ist, zeigt, wo Kleinkunst geboten wird. Alle Angebote sind direkt verlinkt, sodass sich Interessenten direkt beim Veranstalter informieren können. Abgerundet wird das Angebot durch ein Künstlerverzeichnis. (uma)

www.bbc.co.uk/science/humanbody/body/interactives/organs/brainmap/

Für eine erste Orientierung in der Topographie des menschlichen Gehirns braucht man keinen Zugriff auf einen Computertomografen oder gar chirurgisches Besteck und Kenntnisse in Schädelpenetration - ein gewöhnlicher Rechner mit Internetzugang reicht dank des interaktiven Gehirnmodells auf den leider nur auf englisch verfügbaren Webseiten des britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC aus. Klicks auf gelb markierte Hotspots öffnen schematische Darstellungen, etwa des Kleinhirns oder des limbischen Systems, anhand derer man durch weitere Klicks beispielsweise etwas über die unterschiedlichen Funktionen des Thalamus und des Hypothalamus erfährt.

Umgekehrt kann man sich auch anhand einzelner bewusster oder unbewusster Gehirntätigkeiten in die tieferen Hirnfurchen durchhangeln: „Search by function“ hebt jene Teile des Denkorgans farbig hervor, die aktiv werden, wenn sein Besitzer beispielsweise riecht, Durst und Hunger leidet oder nicht mehr zurechnungsfähig erscheint vor lauter Glück. Das Online-Hirnmodell zeigt jede Menge Details und Informationen, ist aber gleichzeitig genügend vereinfacht, um Einsteigern einen verständlichen Einblick in die Struktur der eigenen grauen Zellen zu geben. (pek)


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