Das Web Ă la Microsoft
- Dr. Harald Bögeholz
Das Web Ă la Microsoft
Juhu, Visual Studio 2008 ist da! Als MSDN-Abonnent darf ich es mir direkt herunterladen. Auf den Download-Seiten funktioniert aber erst mal gar nichts, ach natĂĽrlich, ich bin ja auch mit Firefox unterwegs. Also noch mal mit Internet Explorer.
Am erwarteten Ort gibts nur eine Readme-Datei und den Hinweis, dass mein Microsoft Download Manager veraltet ist und zuerst aktualisiert werden muss. Na gut, von mir aus. Der Download-Manager befördert binnen eines Wimpernschlags die 175 KByte große Readme-Datei auf die Platte, aber o weh, mein Office ist nicht neu genug, um sie zu öffnen. Zum Glück gibts kostenlos das "Compatibility Pack für 2007 Office System", und einen Download später erscheint die Readme auf dem Bildschirm.
Eine Seite, nur ein paar Zeilen Text: Visual Studio 2008 finden Sie nicht hier zum Download, sondern daunddort, illustriert mit einem Screenshot für die Doofen. Na, das hätte man auch direkt sagen können! Für den eigentlichen Download ist der gerade aktualisierte Download-Manager anscheinend nicht gut genug, ich möge doch den von Akamai installieren. Ja, ich bin mit allem einverstanden, wirklich. Die Geschichte spielt übrigens unter Vista, wo die UAC bei jedem Schritt zwei- bis dreimal nachfragt, ob ich auch wirklich bei Sinnen bin, das lass ich jetzt mal weg.
Jetzt aber: "Download Visual Studio 2008". Nichts passiert. Noch ein Klick. Nichts passiert. Ach doch: Oben blitzte kurz was Gelbes, da wird doch nicht der Popup-Blocker ...? Tatsächlich, nachdem ich msdn2.microsoft.com in die Ausnahmeliste eingetragen habe, fragt man mich, wo die Datei hinsoll. Gerne hätte ich vorab gewusst, wie groß sie wird, aber das größere Problem: Egal, welchen Speicherort ich angebe, ich habe angeblich nicht die erforderliche Berechtigung, sie dort zu speichern.
Entnervt nehme ich das Angebot an, sie in einem vorgeschlagenen Ordner abzulegen - nur ist der anschlieĂźend leer. Auf der Administratorkonsole finde ich die Datei mit dir *.iso /s schlieĂźlich wieder, in irgendeinem dieser Vista-virtualisierten Ordner. Puh, geschafft!
Microsoft hätte natürlich auch einfach einen Link auf einen FTP-Server setzen und eventuell nötige Zusatzinformationen in ASCII oder HTML verfassen können. Das hätte mit jedem Browser und einem beliebigen Download-Manager funktioniert - und ohne Office 2007. Aber das wäre vielleicht zu einfach gewesen. (bo)