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www.zdf.de/ZDFmediathek/content/216668

Wussten Sie schon: Wer sich gesund ernährt, kein Übergewicht hat, auf Alkohol sowie Zigaretten verzichtet und stattdessen Sport treibt, der erhöht damit seine Lebenserwartung. Natürlich wissen Sie das, schließlich bekommt man es umso häufiger gesagt, je älter man wird. Aber leben Sie auch danach?

Detaillierter als die üblichen pauschalen Ermahnungen ist der Lebenszeitrechner des ZDF. Selbstverständlich kann Ihnen diese Flash-Seite nicht voraussagen, wie alt Sie werden. Aber sie fragt 24 Aspekte Ihrer Lebensumstände, Gewohnheiten und Konstitution ab. Jeder Aspekt fließt dabei direkt in die angezeigte statistische Lebenserwartung ein. Daran erkennt man unmittelbar, welche Punkte wichtig und welche weniger wichtig sind – auf statistischer Basis und ohne Gewähr.

Zu den einzelnen, teils etwas ausgefallenen Aspekten wie Religiosität oder Sexualleben kann man weitere Informationen abrufen, die meist aus Studien zum jeweiligen Thema stammen. Kurzum: Der Lebenszeitrechner hilft beim Feintuning der eigenen Lebenserwartung. Doch vergessen Sie über alle guten Vorsätze nicht dies: Man sollte sein Leben nicht nur um Tage bereichern, sondern auch die Tage um Leben. (ad)

www.sicherheit-macht-schule.de

Ein Blick beispielsweise in die Community von schülerVZ zeigt, dass junge Leute selbstverständlich und zwanglos mit dem Internet umgehen – etwas zu zwanglos, manchmal. Denn wer allzu freizügig Informationen über sich verbreitet, begibt sich damit in Gefahr. Microsoft möchte mit der Initiative Sicherheit macht Schule bei Schülern daher ein Bewusstsein für Sicherheit und Schutz der Privatsphäre bei der Nutzung neuer Medien wecken.

Da einseitige Ermahnungen wenig nützen, hat man etliche Projektideen für den schulischen Unterricht zusammengestellt. Angefangen beim Medientagebuch zur Analyse des eigenen Verhaltens, über Verschlüsselung und sichere Passwörter bis hin zum richtigen Verhalten bei Chats oder beim Online-Shopping reichen die Themen. Die einzelnen Projekte sind ausführlich dokumentiert; die benötigten Arbeitsblätter lassen sich herunterladen. Das Material ist nicht nur für Lehrer interessant, auch Eltern können damit ihren Kindern etwas beibringen. Etwa indem sie den Film „Das Netz“ ausleihen, gemeinsam anschauen und anschließend darüber sprechen. (ad)

www.sharewise.com

Ganz im Web-2.0-Trend liegt das Börsenportal Sharewise. Außer den üblichen Nachrichten und Analystenmeinung gibt es hier „User generated Empfehlungen“: Jedes Mitglied kann für Aktien einen Zielkurs vorhersagen. Deren Entwicklung wird dann automatisch verfolgt und mit der Prognose verglichen. Die Mitglieder erhalten eine umso bessere Bewertung, je besser ihre Empfehlungen sind. Anleger können sich an den Tipps der besten oder glücklichsten Sharewise-Teilnehmer orientieren. Eine Tag-Wolke zeigt aktuell empfohlene Papiere. Nach Angaben der Betreiber haben sich etwa während der Kursturbulenzen im Januar die Tipps der Sharewise-Community bewährt und lagen im Durchschnitt besser als Empfehlungen von Börsenprofis.

Wie schwer sich Kursentwicklungen vorhersagen lassen, lehrt das Spiel „Catch the Monkey“: Jede Woche tritt ein Mensch im Affenkostüm vor die Kamera und wirft fünf Dartpfeile auf eine Liste aktiennotierter Unternehmen. Die Treffer sind seine Empfehlung, der man eine eigene entgegenstellt. Die Zukunft zeigt dann, wer besser lag. Die Community ermöglicht die Vernetzung mit anderen Mitgliedern, die sich beispielsweise anhand ihrer Anlagestrategien sortieren lassen. Aber auch Standardfunktionen wie Watchlisten und Alerts gehören zum Funktionsumfang. (ad)

www.suite101.de

Das englischsprachige Webmagazin suite101.com veröffentlicht seit etwa elf Jahren Artikel freier Autoren und erreicht nach eigenen Angaben bis zu sieben Millionen Leser im Monat. Nun gibt es auch eine deutsche Ausgabe unter suite101.de. Sie widersetzt sich allen Web-2.0-Trends: Hier schreibt nicht jeder mit, die Autoren müssen sich vielmehr bewerben, und eine Redaktion prüft die Artikel. Der Leser kann sich nicht daran orientieren, was andere interessant fanden, sondern sucht sich seinen eigenen Weg im hierarchischen System aus Ressorts, Rubriken und Themengebieten.

Um gute Autoren anzulocken, zahlt suite101 ihnen eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, die auf den Seiten mit ihren Artikel erwirtschaftet werden. Das Themenspektrum ist recht beliebig, aber breit und lädt zum Stöbern ein. Häufig findet man interessante Artikel in Bereichen, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Das Artikelformat ist gewöhnungsbedürftig: Die Beiträge sind kurz und können komplexe Themen nur streifen. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass kontroverse Themen gelegentlich einseitig dargestellt werden. Außerdem vermisst man häufig Bilder als ergänzende Information; selbst weiterführende Links werden nur sparsam verwendet. (ad)

http://sproutbuilder.com

Mit Sprouts (engl.: Sprösslinge) verziert man die eigene Website. Oder man gibt sie weiter, damit andere ihre Seiten damit bepflanzen. Es sind kleine Flash-Anwendungen, die aktuelle Informationen zeigen, auf Knopfdruck Musik abspielen oder Bilderalben öffnen. Das Besondere an diesen Flash-Widgets ist ihre einfache Aufzucht: Sie werden auf Sproutbuilder.com in einer Online-Applikation per Drag & Drop erstellt und von dort verteilt. Außerdem kann der Züchter im Auge behalten, wie häufig seine Gewächse betrachtet oder weiterverpflanzt werden.

Beim Anlegen eines Sprout stehen fertige Templates zur Auswahl, man kann aber auch gänzlich neu anfangen. Multimedia-Inhalte lassen sich in vielen Formaten hochladen und einbinden. Fertige Komponenten wie die Diashow oder der Videoplayer ermöglichen das einfache Abspielen. Aktuelle Inhalte können als RSS-Feeds oder über eine Mashup-Schnittstelle von etlichen Webdiensten importiert werden. Ausprobieren lässt sich der Sproutbuilder ohne Registrierung, um das Ergebnis aber abzuspeichern, muss man sich mit Namen und E-Mail-Adresse bei dem kostenlosen Dienst anmelden. (ad)


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