Ausbildung
- Frank Möcke
Die Universität Salzburg hat im Bachelorstudium Informatik neue Fächer in den Lehrkanon aufgenommen: unter anderem Compilerbau, IT-Sicherheit und Kryptographie, Anwendungen in Wirtschaft und Technik sowie Human Computer Interaction (HCI). Die Ausbildung dauert sechs Semester und schließt mit einem Softwarepraktikum sowie einer Bachelor-Arbeit ab.
Auch im Diplomstudienplan hat man verschiedene Anwendungsschwerpunkte in Modulen zusammengefasst. Sie können je nach Interessenlage der Studenten als Wahlfächer absolviert werden: Grafik und Bildverarbeitung, ICT&S (Information and Communication Technologies & Society), IT-Sicherheit, IT und Recht, Multimedia und Wirtschaftswissenschaften. Das Studium dauert vier Semester und schließt mit der Diplomarbeit und der Diplomprüfung ab (http://infstudium.sbg.ac.at).
Duale Ausbildungen
In Aachen und Jülich sind Ausbildungsplätze zum mathematisch-technischen Softwareentwick-ler (MATSE) zu besetzen. Schulungen finden im Forschungszentrum Jülich oder an der RWTH Aachen statt, die praktischen Arbeiten in den Instituten der RWTH, der Fachhochschule Aachen, im ForschungszentrumJülich sowie in Firmen des Umlandes. Parallel dazu lässt sich ein Bachelor-Studium im Studiengang Scientific Programming absolvieren (www.scientific-programming.de sowie www.matse-ausbildung.de).
Am Standort Meschede bietet die Fachhochschule Südwestfalen einen um eine Ausbildung ergänzten Bachelor-Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) an: Die Teilnehmer erhalten zusätzlich eine Ausbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration). Der Berufsschulunterricht erfolgt als Block in Paderborn im privaten, staatlich anerkannten Berufskolleg ATIW der Siemens AG. Abschlussgrad ist der Bachelor of Engineering.
Die Studierenden genießen eine Ausbildungsvergütung beziehungsweise ein Stipendium in Höhe von 700 bis 800 Euro pro Monat (www3.fh-swf.de/meschede/ikt.htm sowie www.siemens.de/ausbildung).
Internetbasierte Systeme
Der Fachbereich Informatik der Fachhochschule Trier offeriert erstmals den Bachelor-Studiengang internetbasierte Systeme. Die Schwerpunkte liegen in der Softwareentwicklung fĂĽr Internetanwendungen, der Internetkommunikation und -netzwerktechnik sowie der IT-Sicherheit. StudiengebĂĽhren werden in Rheinland-Pfalz nicht erhoben (www.fh-trier.de/go/ibs).
Wirtschaftsinformatik online
Konzeption, Entwicklung, Einführung und Betrieb von Informationssystemen für gewerbliche Unternehmen und öffentliche Verwaltung sind die Studienschwerpunkte des neu geschaffenen Online-Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel. Als Abschluss winkt der Bachelor in Computer Science (www.fh-wolfenbuettel.de).
Wirtschaftsinformatik in Augsburg
Im Oktober beginnt an der Universität Augsburg der Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik (WIN). Hier wirken die Fakultät für Angewandte Informatik und die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät unter der Koordination von fünf Professoren aus dem Bereich Wirtschaftsinformatik (www.uni-augsburg.de/win).
Medientechnologie in Wiesbaden
Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule beginnt im Wintersemester mit dem Studiengang Media and Communications Technology (MCT), der zum Master of Engineering führt. Er richtet sich an Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge und an Ingenieure mit Berufserfahrung, die sich in diesem Metier weiterqualifizieren möchten. Das Masterstudium kann als Voll- oder als Teilzeitstudium durchgeführt werden. (www.ite.fh-wiesbaden.de/mct).
Unterrichtshilfen fĂĽr den Informatikunterricht
Die Professur für Informationstechnologie und Ausbildung der ETH Zürich hat ein Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht gegründet. Es bietet unter anderem kostenlosen Informatikunterricht an Mittelschulen und unentgeltliche Veranstaltungen für die Weiterbildung von Informatiklehrkräften an. Das Zentrum hat einen ausführlichen Lehrplan für das Ergänzungsfach Informatik erarbeitet, der den Schweizer Gymnasien kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Weitere Angaben macht die Webseite www.abz.inf.ethz.ch. Dort lassen sich auch Unterrichtsmodelle für alle Schulstufen herunterladen – was sicher auch deutsche und österreichische Pädagogen anspricht.
Informatik fĂĽr Journalisten
Mit dem Masterstudiengang „Informatik für Journalisten“ bietet die Fakultät für Informatik der TU Chemnitz ab dem Wintersemester einen vollwertigen Informatikstudiengang an. Geisteswissenschaftler sollen in relativ kurzer Zeit eine umfassende Informatikausbildung in Praxis und Theorie erhalten: Eine erste Auseinandersetzung mit Algorithmen und Datenstrukturen soll die Studenten wappnen, sich aus 23 Lehrmodulen die Inhalte so zusammenstellen zu können, wie es ihnen für ihren weiteren Berufsweg am sinnvollsten zu sein scheint. Sie sollen befähigt werden, Lösungen der Informatik bis ins Detail nachzuvollziehen und innerhalb ihrer Tätigkeit als Journalisten auch selbst einzusetzen – etwa beim selbstständigen Auswerten von Fachthemen für klassische Medien oder als Online-Redakteur im Umgang mit Webtechnologie (www.tu-chemnitz.de/studium/studiengaenge).
Qualifizierung fĂĽr arbeitslose Akademiker
Die Fachhochschule Kaiserslautern bietet am Campus Zweibrücken zusammen mit der Otto-Benicke-Stiftung ab dem 1. Oktober 2008 arbeitslosen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, die ALG I oder II erhalten, eine 13-monatige Studienergänzung Mikrosystemtechnik an. Die Kosten für die Weiterbildung übernehmen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds (www.obs-ev.de/aqua). (fm)