Echte Schnäppchen

Bei Ebay und anderswo gibt es 200-Euro-Kisten mit magerer Ausstattung zuhauf. Darunter tummeln sich allerdings viele klapprige Gurken, die zu recht als Billigheimer verschrien sind. Bei sehr sorgfältiger Auswahl reicht das knappe Hardware-Budget aber tatsächlich für einen alltagstauglichen PC.

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Inhaltsverzeichnis

Der deutsche PC-Markt gilt im internationalen Vergleich als extrem preisbewusst. Ganz oben in der Gunst der Käufer stehen nicht die Rechner bekannter Marken, sondern jene von Aldi, Lidl oder Mediamarkt. Hier beginnt allerdings die Preisskala oft erst bei 399 Euro. Schon für die Hälfte oder weniger machen es viele Ebay-Anbieter, Versandhändler und kleine Ladengeschäfte – dann freilich ohne Betriebssystem und Extras. Doch für simple Alltagsaufgaben wie Surfen, Mailen oder die Steuererklärung sowie als Zweit-PC taugen auch mager ausgestattete Blechkisten aus älteren Komponenten, die unter Linux oder mit einer gebrauchten Windows-XP-Lizenz laufen.

Die RAM-Preise sind im Keller, bei Prozessoren und Gehäusen gibt es unterhalb der 30-Euro-Marke jeweils noch reichlich Auswahl. Es ist deshalb kein Problem, für 200 Euro sogar Vista-taugliche Hardware zu beschaffen. Wer nicht selbst schrauben mag und gewisse Anforderungen an Qualität, Service sowie Zuverlässigkeit stellt, muss allerdings sehr genau hinschauen, denn das Pannenrisiko ist größer als in höheren Preisklassen.

Das könnte sich aber ändern: Die enorme Aufmerksamkeit für das Mini-Notebook Eee PC von Asus lässt viele PC-Hersteller einen noch weitgehend unerschlossenen Markt im untersten Preissegment wittern. Die bisherige Strategie, veraltete Hardware zu verschleudern, trägt hier jedoch nicht weit – auch Schnäppchenjäger verlangen Kundendienst, und der kostet Geld. Die neue Billigrechner-Klasse soll deshalb trotz niedriger Preisen verlässliche Margen bringen: Geschickt abgespeckte, hübsch verpackte und in großen Stückzahlen produzierte Kompaktsysteme sparen Kosten bei Fertigung, Vertrieb und Support.

Die Nettops kommen: Billige Kompaktrechner schlucken weniger Energie als herkömmliche Blechkisten im ATX-Format.

Doch noch ist es nicht ganz soweit, und die neuen Minis erfüllen auch nicht alle Ansprüche. Der nachstehende Artikel bietet deshalb einen Überblick über aktuell lieferbare Komplettrechner mit 200-Euro-Hardware, die inklusive Versandkosten, vorinstalliertem Betriebssystem sowie Tastatur und Maus dann doch wieder fast 300 Euro kosten. Bei der Auswahl haben wir die Produktbeschreibungen genau studiert und darauf geachtet, dass die Geräte gewisse Minimalforderungen erfüllen. Ganz besonders wichtig war uns ein digitaler Monitoranschluss als Gewähr für eine scharfe Bildschirmanzeige. Bei der Performance von CPU und Grafikkarte haben wir dagegen gerne Abstriche akzeptiert, weil langsamere Bauteile sparsameren Betrieb und leisere Kühlung versprechen. Außerdem werden höhere Kosten für schnellere Komponenten gerne an anderer Stelle eingespart, und dann drohen hässliche Nebenwirkungen wie Krach oder Instabilität.

Wer sich das Geld für ein Betriebssystem sparen möchte, spielt entweder freie Software (wie Linux) auf oder nutzt eine alte, noch vorhandene oder gebraucht gekaufte Windows-Lizenz weiter. Tipps zum legalen Einsatz alter Windows-Lizenzen liefert der Artikel ab Seite 108.

Windows XP ist ohnehin die bessere Wahl, falls ein PC die von Microsoft für Vista verlangten Hardware-Mindestanforderungen nur knapp erfüllt (1-GHz-CPU, DirectX-9-Grafik, 512 MByte RAM). Für Vista Home Basic, das in der System Builder Edition rund 70 Euro kostet, sind allerdings die im folgenden Artikel vorgestellten Komplettrechner durchweg schnell genug. Linux ist eine gute Alternative und harmoniert im Großen und Ganzen mit den typischerweise schon etwas älteren Billig-PC-Komponenten, wie Fedora 9, Ubuntu 8.04 [1] und OpenSuse 11 (in Heft 15/08 auf S. 142) zeigen.

Genau wie für andere Kampfpreis-Angebote gilt auch für Billigrechner: Extras gehen kräftig ins Geld. Theoretisch lassen sich leisere Kühler, effizientere Netzteile und vibrationsentkoppelnde Festplattenaufhängungen zwar leicht nachrüsten, doch bereits für diese drei erwähnten Bauteile zahlt man zusammen schnell 100 Euro – also 50 Prozent vom Kaufpreis. Die Gefahr ist deshalb groß, dass man nach dem Umrüsten eines vermeintlichen Schnäppchens mit den Gesamtkosten in der nächst höheren Preiskategorie landet, wo man ohnehin ein besseres Produkt bekommen hätte.

Die nächste Sparfalle lauert bei der Systemperformance. Die höheren Kosten eines für die Preisklasse schnellen Prozessors sowie für mehr RAM- und Festplattenkapazität sparen die Hersteller gerne bei weniger prominenten Bauteilen wieder ein, etwa bei Kühler, Netzteil oder Mainboard. In der Blechkiste stecken dann zwar mehr Gigahertz und Gigabyte, aber auch instabile, völlig veraltete oder laute Komponenten. Hohes Lärmrisiko schlummert bei Grafikkarten mit winzigen, hochtourigen Ventilatoren. Auch Ramsch-Netzteile, die einige PC-Hersteller für weniger als 10 Euro einkaufen, sind oft laut.

Das bewusste Sparen bei der Performance setzt einiges Hintergrundwissen voraus und verringert das Fehlkauf-Risiko leider nicht zuverlässig. Einige Hinweise können die Preisvergleich-Webseiten im Internet liefern: Kosten Prozessor oder Festplatte des ins Auge gefassten Komplettrechners einzeln mehr als etwa 50 Euro, so deutet das auf verdeckte Sparmaßnahmen an anderer Stelle hin. Wichtig ist auch, auf die exakte Bezeichnung der eingebauten Bauteile zu achten. Schummel-Offerten mit übertakteten Prozessoren etwa fallen manchmal durch CPU-Fantasienamen auf. Leider geizen aber gerade die Schnäppchen-Spezialisten unter den PC-Händlern gerne mit Details oder verheddern sich im sprachlichen Dickicht der Produktbezeichnungen. Wenn man dann selbst auf Nachfrage keine korrekten Typennummern erfährt, sollte man den Einkauf noch einmal überdenken.

Ein klarer Schwachpunkt der Billigsysteme ist die Ersatzteilversorgung, auch späteres Aufrüsten ist oft schwieriger als bei Geräten mit aktueller Technik. Manchen Billig-Mainboards fehlt ein PCIe-x16-Slot für Grafikkarten (PCI Express for Graphics, PEG), sodass eine Aufrüstung nur mit lahmen und teureren PCI- oder PCIe-x1-Grafikkarten möglich wäre. Und für ein Mainboard-Auslaufmodell bekommt man im Falle eines Defekts möglicherweise schon nach wenigen Monaten keinen baugleichen Ersatz mehr, sodass eine Windows-Neuinstallation droht – selbst bei bestem Willen des Händlers.

Service und Gewährleistung können weitere Problemzonen sein. Selbstverständlich gilt auch für billige Neuware die gesetzliche Gewährleistungspflicht von 24 Monaten, je nach Händler erweitert um eine Garantie. Vor-Ort-Service kostet in der 200-Euro-Preisklasse Aufpreis. Service gibt es aber nur, so lange der Händler existiert, denn nur diesen (und nicht etwa den eigentlichen Hardware-Hersteller) nimmt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in die Pflicht. In den letzten Jahren haben einige Billig-Hardware-Versandhändler schon nach kurzer Zeit Insolvenzen hingelegt, etwa Brand-X, Comdax24 oder Sellcom. In solchen Fällen verliert man als Kunde meistens den Ansprechpartner für Gewährleistungsrechte. Nur selten übernehmen andere Firmen mit der Konkursmasse auch die Verantwortung für bereits ausgelieferte Geräte, wie es etwa die Firma Xada bei den ehemaligen Comdax24-Marken Pandaro und Ultraforce getan hat.

Bei der Suche nach gut geeigneten Komponenten für ausgewogene Billigrechner bleiben nicht allzu viele Bauteile übrig. Die Basis sollte ein Mainboard mit einem Chipsatz bilden, der einen integrierten Grafikprozessor enthält und eine DVI-Buchse für digitale Displays anbindet. Letzteres empfehlen wir dringend, weil gerade Onboard-Grafik dafür berüchtigt ist, am herkömmlichen (und bislang auch immer vorhandenen) VGA-Port nur sehr schlechte Signalqualität zu liefern. Selbst wer noch einen alten Röhrenmonitor nutzt oder ein Kampfpreis-LCD mit VGA-Strippe, sollte auf DVI bestehen – schon um später einen besseren Schirm anschließen zu können. HDMI-Buchsen taugen über 6-Euro-Adapter auch für DVI-Monitore.

DVI ist bei Mainboards mit Onboard-Grafik nicht mehr exotisch. Für AMD-Prozessoren gibt es hier die größere Auswahl mit den Chipsätzen AMD 690G, 780G/V und Nvidia 6100/6150 sowie 7025/7050, die auch als nForce 630a, 730a oder GeForce 8200 sowie MCP78S bezeichnet werden. Nicht jedes Board mit diesen Chipsätzen hat aber auch DVI- oder HDMI-Buchsen! Intel-Chipsätze sind teurer, günstige Boards mit DVI-Ausgang tragen oft einen aus der Reihe Nvidia 7050/7100/7150 (nForce 630i/610i). AM2- und LGA775- Mainboards mit DVI-Ausgang und Chipsätzen von SiS oder VIA sind uns nicht bekannt, auch die Grafikkerne der Produkte dieser Firmen sind veraltet. Die erwähnten Chipsätze von AMD und Nividia sowie jene von Intel ab 945G unterstützen DirectX 9 – damit funktioniert (meistens) die Aero-Glass-Oberfläche von Vista.

Wenn es unbedingt eine separate Grafikkarte sein soll, dann eine mit lĂĽfterlosem KĂĽhler. Mit einem 200-Euro-Budget ist es dabei sehr schwierig, ein System zu beschaffen, das zwei digitale Displays oder eines per Dual-Link-DVI anbinden kann.

Die Komponenten eines 200-Euro-PC: Das knappe Budget zwingt zu Magerkost.

Das Mainboard muss mit der zum Prozessor passenden Steckfassung bestückt sein. Sinnvoll für AMD-Prozessoren sind AM2- oder AM2+-Boards, Intel setzt seit 2004 auf LGA775. Sockel 939, 754 und 478 sind völlig veraltet. Während AM2-Prozessoren – bis auf jene mit dem größten Volllast-Leistungsdurst von über 100 Watt – prinzipiell mit allen AM2-Boards kompatibel sind, fächert sich Intels Chipsatz-Angebot auf zahlreiche unterschiedliche Frontsidebus-Taktfrequenzen auf. Die für Billigrechner interessanten Prozessoren laufen mit FSB800 oder FSB1066, was fast alle jüngeren Chipsätze beherrschen.

Das Mainboard sollte Steckplätze für DDR2-Speichermodule aufweisen. Die passenden DIMMs sind zurzeit sehr billig, ein PC2-6400-Modul (DDR2-800) mit 1 GByte Kapazität bekommt man für unter 20 Euro. Die Bestückung mit zwei baugleichen Speicherriegeln beschleunigt manche Prozessoren um Werte im einstelligen Prozentbereich, lohnt sich also kaum.

Weil man für einen sparsamen Doppelkern nicht mehr als 40 Euro zahlt, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, einen Einzelkern zu nehmen – Dual-Core-CPUs lassen einen PC in vielen Situationen flotter reagieren, auch wenn noch längst nicht jedes Anwendungsprogramm direkt davon profitiert. Ein AMD Sempron X2 2100+, Athlon X2 3600+ oder ein Celeron Dual-Core E1200 sind deshalb eine sinnvolle Wahl [2, 3]. Deutlich teurer ist bereits der Pentium Dual-Core E2140. Auch wenn sie sehr ähnlich heißen: Von den Doppelkernen namens Pentium D (805, 820, 915 und so weiter) raten wir wegen ihrer enormen Leistungsaufnahme klar ab. Der Celeron D ist übrigens kein Doppelkern.

Einzelkern-Prozessoren bekommt man mittlerweile fĂĽr weit unter 30 Euro. Vergleichsweise sparsam sind Semprons, Athlons und die Celerons 420, 430 sowie 440. Nicht empfehlenswert sind Celeron D und Pentium 4 wegen hoher Leistungsaufnahme sowie VIA C7 [4] und der selten angebotene AMD Geode LX wegen aufreizender Langsamkeit [5].

Wenn der Prozessor nicht allzu viel Strom schluckt, arbeiten auch jene Kühler einigermaßen leise, die AMD und Intel ihren für den Einzelhandel „In-a-Box“ verpackten Prozessoren beilegen. Hilfreich ist ein Mainboard mit integriertem Drehzahlregler, der mit dem jeweils verwendeten Lüftertyp (3-Pin/4-Pin) zurechtkommt.

Kritisch für die PC-Lärmentwicklung ist auch der Lüfter im Netzteil, den Laien niemals austauschen sollten. Es gilt also, ein von vornherein erträglich lautes Netzteil zu finden, was im Billigsegment einem Roulettespiel gleicht. Wirklich leise Netzteile gibt es im Grunde erst zu Preisen ab 50 Euro. Die meisten Billigrechner würden mit 200-Watt-Netzteilen locker auskommen, doch im Einzelhandel geht es überhaupt erst ab 300 Watt los, und der Wirkungsgrad billiger Wandler ist eher mäßig. Mit diesem Nachteil muss man meistens leben – oder draufzahlen.

Gehäuselüfter sind bei genügsamen Rechnern mit ausreichend großen Gehäusen meistens unnötig. Greift man bei der Festplatte zu einem sparsamen Einscheiben-Modell, so kann man auch hier auf zusätzliche Kühlung verzichten. Einige dieser Platten sind wegen der hohen Datendichte ihrer Scheiben auch recht flott. DVD-Laufwerke ohne Brennfunktion sind bereits ab 12 Euro zu haben – in dieser Preisklasse gibt es aber auch Lärmdüsen, die den DVD-Videogenuss torpedieren.

Dank des in letzter Zeit besonders starken Preisverfalls bei Prozessoren, Chipsätzen, Festplatten und Hauptspeicher gibt es von diesen Produkten mittlerweile auch im Billigst-Segment viele alltagstaugliche und zuverlässige Varianten. Risiken in Bezug auf Lärm, Stabilität und Energieeffizienz drohen aber bei den Komponenten Mainboard (Spannungswandler, Bauteil- und Signalqualität), CPU-Kühler (Lärm), Netzteil (Lärm und Wirkungsgrad) sowie bei Gestaltung und Montage des Gesamtsystems. Oder anders gesagt: Obwohl die Schlüsselkomponenten gut und billig sind, können PC-Hersteller noch viel falsch machen. Deshalb sind viele Billig-PCs nicht nur hässlich, sondern auch klobig, laut und ineffizient.

Was sich eigentlich gut verkaufen müsste, wäre also eine Art Apple Mac mini in billig – und genau solche Geräte hat Intel mit den sogenannten Nettops im Visier: Der dank kleiner Chipfläche billig herstellbare Prozessor Atom 230 (Silverthorne, [6]) braucht mit 4 Watt Thermal Design Power (TDP) nur einen Bruchteil der Leistung eines Celeron 430 (35 W), rechnet allerdings auch nur etwa halb so schnell. Intel empfiehlt dazu den älteren Chipsatz 945GC. Alternativ lässt sich die teurere, aber sparsamere und eigentlich für Netbooks à la Eee PC gedachte Hardware-Kombination Atom N270 plus 945GSE nutzen.

Nettops könnten zum halben Preis von rund 250 Euro ein Viertel der Performance eines Mac mini liefern – wir haben die Probe aufs Exempel bereits gemacht [6]. Schraubt man ein Mini-ITX-Mainboard mit Atom 230 in ein passendes Gehäuse wie das Morex 3310 mit 60-Watt-Laptop-Netzteil, steckt noch 1 GByte RAM und eine 60-GByte-Notebookplatte dazu, dann erhält man einen 200-Euro-PC, der im Leerlauf mit 26,5 Watt Leistungsaufnahme (Volllast: 33 Watt) auskommt – herkömmliche ATX-Rechner brauchen ungefähr das Doppelte. Wegen seines viel geringeren Materialaufwands ist das Mini-System auch sonst ökologisch günstiger als ein gewöhnlicher Midi-Tower-Kasten. Einige Haken hat die Sache aber: Das Intel-Mainboard D945GCLF passt in die bisherige Version des Morex 3310 nur unter Verzicht auf die 2,5-Zoll-Festplatte hinein (das soll sich aber bald ändern), wegen des lästigen Chipsatz-Ventilators ist das System unnötig laut, und ein optisches Laufwerk fehlt.

Mittlerweile ist es problemlos möglich, für weniger als 200 Euro alle Komponenten für einen alltagstauglichen PC zu kaufen. Im Vergleich zu aktuellen Systemen wirkt ein solches Gerät schlapp, doch es arbeitet häufig schneller als ein fünf Jahre alter Athlon-XP- oder Pentium-4-Rechner und enthält oft auch mehr RAM und eine flottere Festplatte. Aktuelle Onboard-Grafik rennt vielen alten Steckkarten davon. Damit eignen sich 200-Euro-Rechner gut als Ersatz für so manchen PC-Methusalem – und mit etwas Glück lässt sich dessen Windows-XP-Lizenz sogar weiternutzen.

Im Kontrast zu den niedrigen Hardware-Preisen stehen vergleichsweise hohe Kosten für Extras, hinzu kommen unsichere Ersatzteilversorgung und häufige Mängel bei Konfiguration, Service und Support. Um Energieeffizienz und Ressourcenschonung machen sich Billigrechner herkömmlicher Bauart nicht verdient – unter solchen Aspekten sind Gebraucht-PCs besser. Die Billigheimer taugen eher als Zweitgeräte für gelegentliche Nutzung. Besonders gut machen sie sich dort, wo ihre magere Ausstattung Vorteile bietet: Was nicht vorhanden ist, geht nicht kaputt und lässt sich auch nicht falsch konfigurieren.

Deutlich attraktiver als die grobschlächtigen ATX-Quader könnten gut gemachte Nettops sein. Mit der Atom-Plattform offeriert Intel jetzt die dazu passenden Komponenten. Endlich könnte es auch einmal die Firma Intel sein, die ihre Konkurrenten aus dem Tiefschlaf reißt: Der Mini-ITX-Erfinder VIA müsste bloß ein billiges Board mit dem neuen Nano-Prozessor auf den Markt werfen, AMD hat mit dem 9-Watt-Prozessor Sempron 2100+ und dem Chipsatz 690G schon seit einem Jahr alles Nötige in der Schublade.

[1] Andrea MĂĽller, Thorsten Leemhuis, Sonnenaufgang, Fedora 9, OpenSolaris 2008.05 und Ubuntu 8.04 im Test, c't 12/08, S. 132

[2] Christof Windeck, Gut genug, Hardware fĂĽr 200-Euro-Rechner, c't 14/08, S. 67

[3] Benjamin Benz, Pin-Wald versus Pad-Wiese, Wegweiser durch den x86-Prozessordschungel, c't 7/08, S. 178

[4] Benjamin Benz, Die Maus, die brĂĽllte, Mini-PC-Bausatz mit Nano-ITX-Mainboard, c't 14/08, S. 74

[5] Benjamin Benz, Edelschnecke, Lautloser Mini-PC fĂĽr Denker, c't 1/08, S. 66

[6] Christof Windeck, Atom-Versuche, Intel Diamondville alias Atom 230 und Atom N270, c't 13/08, S. 85

"Viel PC fĂĽr wenig Geld"
Artikel zum Thema "Viel PC fĂĽr wenig Geld" finden Sie in der c't 15/2008:
Hardware fĂĽr Billigrechner S. 92
Die 200-Euro-Klasse im Test S. 96
Windows-Lizenzen gĂĽnstig beschaffen S. 108

(ciw)