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Bildperlensammelstelle
FFFFOUND! ist ein Bookmark Manager für Bildfundstücke im Web. Die Nutzer des kostenlosen Dienstes scheinen dabei zu wesentlichen Teilen der künstlerisch/grafischen Szene zu entstammen. So finden sich in der Blog-artigen Gemeinschaftsliste fast ausschließlich einschlägige Abbildungen aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst, Werbung et cetera.
Wer sich für ausgefallene, interessante oder auch einfach nur schöne Illustrationen, Gebäude, Kunstwerke oder Fotos interessiert, läuft Gefahr, sich in FFFFOUND! zu verlieren. Denn interessiert er sich für ein Bild und klickt darauf, so präsentiert der Dienst ihm weitere, etwa ähnliche oder thematisch verwandte Bilder, die ihm auch gefallen könnten. Darunter finden sich neben einer automatisch angefertigten Auswahl auch diejenigen Bilder, die Benutzer zuletzt gespeichert haben, welche das ursprüngliche Bild als Lesezeichen angelegt haben. (jo)
Archiv des Gelöschten
http://deletionpedia.dbatley.com
http://en.wikipedia.org/wiki/Deletionism_and_inclusionism_in_Wikipedia
Wie eine Gemeinschaft tickt, lässt sich an den Informationen ablesen, die sie für bewahrenswert erachtet und in Enzyklopädien wie der Wikipedia festhält. Wesentlich schärfer wird die Kontur, wenn man auch weiß, welche Informationen sie nicht für lexikonwürdig erachtet. Insofern bietet die deletionpedia, die die aus der englischsprachigen Wikipedia gelöschten Artikel sammelt, ein vielsagendes Abbild der aktuellen Auseinandersetzung zwischen den „Inklusionisten“ und den „Deletionisten“. Die Verfechter dieser zwei gegenläufigen Strömungen von Wikipedianern streiten für den Verbleib beziehungsweise die Löschung von kurzen, unreferenzierten oder nur mit Web-Quellen belegten Artikeln.
Wer die mehr als 60 000 Artikel der deletionpedia durchforsten will, findet sie unter anderem nach dem Datum der Löschung, nach der Anzahl der Editiervorgänge sowie der Länge des Zeitraums, den sie auf Wikipedia gelistet waren, sortiert vor. Sämtliche aus der Enzyklopädie gelöschten Artikel führt allerdings auch die deletionpedia nicht auf. So fehlen etwa Urheberrechtsverletzungen und beleidigende Beiträge. (jo)
Formatwandler
http://media-convert.com
www.zamzar.com
www.webpdf.net
www.youconvertit.com/convertfiles.aspx
www.pdfmenot.com
Praktisch, wenn man mit dem Organizer unterwegs E-Mails lesen und bearbeiten kann. Unpraktisch allerdings, wenn etwa der Geschäftspartner ein Datenblatt als PDF-Anhang mitschickt, mit dem der PDA nichts anfangen kann. Praktisch wiederum, dass es für solche Fälle Web-Dienste gibt, die online Dokumente in ein anderes Formular wandeln können. An dieser Stelle haben wir bereits einige davon vorgestellt, Media Convert etwa, Zamzar oder das webPDF.portal.
Als gute Ergänzung unterstützt YouConvertIt weitere Grafikformate als Zielformate. Der Dienst ist wie die anderen kostenlos, verlangt aber die E-Mail-Adresse des Benutzers. Wer ganz schnell mal einen Blick in eine PDF-Datei werfen will, der kann sie bei PdfMeNot hochladen. Der Gratisdienst wandelt sie dann in eine Flash-Datei um, in der der Besucher komfortabel blättern kann. PdfMeNot eignet sich auch für im Web verlinkte Dokumente, für die Google keine HTML-Version bereitstellt. (jo)
Dicke Steine
http://tw.strahlen.org/praehistorie.html
Megalithen, Großstein- oder Hünengräber, Menhire, Dolmen: Zahlreiche Namen tragen die imposanten Zeugnisse aus der Vorzeit. Überraschend viele davon kann man auch in Deutschland besichtigen, vor allem in den nördlichen Bundesländern, sowie in den Nachbarstaaten Niederlande und Dänemark. Auf stonepages.de zeigt eine interaktive Karte Megalith-Standorte, die umfangreiche Liste lässt sich aber auch nach (Bundes-)Ländern oder etwa Orten sortieren und es gibt sogar GPS-Koordinaten. Viele Zusatzinformationen und weiterführende Links machen Lust auf Ausflüge. Bei einigen Fundorten kommen – besonders bei Kindern – noch echte Entdeckergefühle auf, so unspektakulär liegen sie anscheinend vergessen in der Landschaft. Auch mancher Geo-Cache für eine Schnitzeljagd mit dem GPS-Empfänger findet sich bei den dicken Steinen.
Viele Fotos und ebenfalls oft GPS-Daten präsentiert die Webseite von Thomas Witzke alias Stollentroll, der sich auch sehr für Mineralien interessiert. Bezüglich der Megalithgräber und anderer prähistorischer Hot-Spots liefert er Informationen zu zehn deutschen Bundesländern und vor allem auch zu Standorten in der Bretagne und der Dordogne – hier finden sich bekannte Namen wie Carnac, Cro Magnon und Lascaux. (ciw)
Elementarvideos
Eine Periodentabelle ist so ungefähr das Langweiligste der Welt; man beschäftigt sich eigentlich nur mit einer besonderen Leidenschaft für die Chemie freiwillig damit. Das muss nicht so sein, wie das Team um Professor Martyn Poliakoff von der Universität Nottingham und den Videojournalisten Brady Haran zeigt. In seiner Online-Periodentabelle hat es für jedes Element einen kurzen Film hinterlegt.
Falls möglich, präsentiert The Periodic Table of Videos Elemente in Form und Farbe, und auch krachen und rauchen darf es, wenn zum Beispiel Natrium mit Wasser reagiert. Zwischengeschnitten vermittelt Professor Poliakoff aber auch chemische Grundlagen, zum Teil garniert mit persönlichen Anekdoten. Man merkt den Akteuren an, dass ihnen die Arbeit an den Clips Spaß gemacht hat. So lässt man sich gerne Grundwissen vermitteln. (jo)
Die Websites aus c't 21/2008