Erdbeben in Japan legt vorübergehend LCD-Produktion lahm

Das Erdbeben im Westen Japans beeinträchtigte vorübergehend die Produktion von Flüssigkristallanzeigen in den LCD-Fabriken von Fujitsu und Sanyo.

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Das Erdbeben von Freitag sowie Nachbeben am Wochenende im Westen Japans beeinträchtigten die Produktion von Flüssigkristallanzeigen in den LCD-Fabriken von Fujitsu und Sanyo. Fujitsus Produktionsstätte liegt in Yonago nur 20 Kilometer nördlich des Epizentrums. Da das dortige Beben bei über 5 auf der Richterskala lag, musste die Panel-Herstellung unterbrochen und die Fabrik evakuiert werden.

Fujitsu fertigt in Yonago unter anderem 15- und 12-Zoll-Panels für Monitore und Notebooks. Welche Schäden das Erdbeben tatsächlich anrichtete, steht noch nicht abschließend fest. Sanyos LCD-Fabrik in Tottorio, 90 Kilometer vom Epizentrum entfernt, konnte die Produktion bereits am Freitag wieder aufnehmen. Ein Sicherheitscheck hatte keine nachhaltigen Probleme ergeben.

Obwohl das Erdbeben als das Stärkste seit dem verheerenden Beben von 1995 gilt, das die Stadt Kobe nahezu zerstörte und mehr als 6400 Menschen tötete, hielten sich die Schäden allgemein in Grenzen, da das Epizentrum mehrere tausend Meter tief unter der Erdoberfläche lag. Nach den Angaben der japanischen Regierung brachen ein Shinto-Schrein und etwa 10 ältere Häuser zusammen; mindestens 30 Personen wurden verletzt, meist aber nur leicht. (uk)