Luxusfalter
Daimler hat den Mercedes SL modellgepflegt. Nun bietet der Roadster ein fahrend versenkbares Hardtop und mehr Leistung. Erkennbar macht die neue Modellgeneration ein neuer Kühlergrill und weitere kleine Karosserie-Retuschen. Weltpremiere des luxuriösen Cabrios ist auf der Autoshow in Los Angeles
- Stefan Grundhoff
München, 18. November 2015 – Daimler hat den Mercedes SL modellgepflegt. Nun bietet der luxuriöse Roadster ein während der Fahrt versenkbares Hardtop und mehr Leistung. Erkennbar macht die neue Modellgeneration ein neuer Kühlergrill und weitere kleine Karosserie-Retuschen. Zur Weltpremiere auf der Autoshow in Los Angeles (Publikumstage 20. bis 29. November) wollte Daimler noch nichts zum Preis des SL sagen.
Optisch hat sich ähnlich wie bei den Modellpflegen der meisten SL-Vorgängergenerationen nicht allzu viel getan. Die Front des ab April 2016 erhältlichen Mercedes SL wurde neu gestaltet. Sie ist künftig an einen neuen Kühlergrill mit Diamant-Effekt, serienmäßigen LED-Scheinwerfern und einer Haube mit prominenteren Powerdomes zu erkennen. Endlich öffnet und schließt das vollautomatische Klappdach bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h, zudem soll eine elektrische Trennwand im Kofferraum automatisch zusätzlichen Platz freimachen, wenn das Verdeck geschlossen ist.
Luxusfalter (17 Bilder)

(Bild: Daimler (alle))
Höhere Leistung, mehr Stufen und Neigetechnik
Basismotor bleibt wie bisher der auf 270 kW / 367 PS erstarkte V6 des Mercedes SL 400 und dem 335 kW / 455 PS starken Volumenmodell des SL 500. Neu ist eine Neun- anstelle der Siebenstufen-Wandlerautomatik. Daimlers Haustuner AMG steuert wie schon bisher zwei weitere SL-Versionen bei. Der Mercedes AMG SL 63 leistet 430 kW / 585 PS und 900 Nm maximales Drehmoment; der V12 des AMG SL 65 legt mit 463 kW / 630 PS und 1000 Nm nochmals deutlich nach. Die Verbräuche liegen zwischen 7,7 und 11,9 Litern Super auf 100 Kilometern, alle Modelle sind bei 250 km/h abgeregelt und werden nur gegen Aufpreis freigegeben. Das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern bietet auf Wunsch eine sportliche Abstimmung oder eine Wankstabilisierung mit Kurvenneigefunktion. In einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 180 km/h legt sich der rund zwei Tonnen schwere Roadster mit bis zu 2,65 Grad in die Kurve.
Auch der Innenraum wurde zum Modelljahr 2016 nur leicht modifiziert. Luxuriöser ließ sich in einem offenen Zweisitzer ohnehin kaum reisen. Deutlich aufgestockt wurden jedoch die aufpreispflichtigen Assistenzsysteme, mit der SL nunmehr zur S-Klasse aufschließt. Die Preise will Daimler erst im Januar nennen, wir vermuten das jeweilige Niveau der Vorgängermodelle. Aktuell geht es für Mercedes SL 400 bei knapp 98.000 Euro los. (fpi)