SGI verkauft Immobilien zur "finanziellen Restrukturierung"

Der Server- und Workstationhersteller SGI hat Teile seines Immobilienbesitzes an eine Tochterfirma der Investment-Banker Goldman Sachs verkauft.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der Server- und Workstationhersteller SGI hat einen Teil seines Immobilienbesitzes in Mountain View, Kalifornien, an eine Tochterfirma der Investment-Banker Goldman Sachs verkauft. Der Verkaufswert beträgt nach Angaben der beiden Firmen 276 Millionen US-Dollar. SGI wird das bisherige Eigentum in Zukunft als Leasingnehmer nutzen und das Firmengelände auch weiterhin belegen.

Der Verkauf ist Teil einer "umfassenden finanziellen Restrukturierung", die der neue CFO des Unternehmens, Harold Covert, im letzten Oktober ankündigte. "Wir wollen unsere Immobilienverhältnisse ordnen und unsere Vermögenswerte besser nutzen", sagt Covert. "Der Vertrag mit Goldman Sachs erlaubt uns, sowohl mehr Investitionen in unser Kerngeschäft zu tätigen als auch den Shareholder-Value zu verbessern."

Silicon Graphics Inc., nach eigenen Angaben "marktführender Anbieter im Bereich Technical Computing" und Hersteller der "weltweit leistungsfähigsten Server, Supercomputer und Visual Workstations" kämpft seit Jahren mit herben wirtschaftlichen Problemen. Die Grafik-Workstations-Pioniere, die mit den Dinosaurier-Animationen für Jurassic Park auch in der Öffentlichkeit bekannter geworden sind, hatten nach Angaben von Analysten den notwendigen Wechsel zu lange hinausgezögert. Im Herbst letzten Jahres verkündete SGI einen Kurswechsel, der dem Unternehmen noch in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen bescheren soll. Das Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals (zum 31.12.2000) wird SGI am 18. Januar 2001 bekannt geben. (wst)