IT-Kenntnisse verbessern Berufschancen
Die Mehrheit der Bundesbürger sieht gute Berufschancen in der Informations-Technologie; umstritten ist, ob die EDV das Leben angenehmer macht und ob die Lehrer die Jugend auf die Neuen Medien vorbereiten können.
Die Mehrheit der BundesbĂĽrger sieht gute Berufschancen bei Unternehmen aus dem Bereich Informations-Technologie. Wie der Fototechnik-Hersteller Minolta per Umfage ermittelte, meinen 63 Prozent der Befragten mit Abitur oder Hochschulabschluss, dass Firmen aus der Branche anspruchsvolle Jobs zu bieten haben. Grundlage der Studie war eine Umfrage unter rund 1000 BĂĽrgern.
Rund 53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass im IT-Bereich neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen werden. Jeder Dritte verspricht sich darüber hinaus entscheidende Impulse für die gesamte Wirtschaft. Während knapp die Hälfte (43,3 Prozent) der Interviewten davon ausgeht, dass sich mit Hilfe von IT-Anwendungen effektiver arbeiten lässt, ist nur ein Viertel (26,6 Prozent) der Meinung, dass IT-Lösungen das Leben angenehmer machen und "für mehr Lebensqualität" sorgen.
Dem widerspricht eine von den VDI-Nachrichten in Auftrag gegebene Untersuchung. Hier zeigte die Mehrheit der Befragten eine positive Einstellung gegenüber den Neuen Medien. Von den rund 1000 befragten Schülern ab 14 Jahren empfindet die Mehrheit Technik primär als Erleichterung und Chance. Die meisten Schüler verbinden mit dem Stichwort "Technik" Zukunft, Fortschritt und Chancen, heißt es. Gefahren und Bedrohungen, die von technischen Entwicklungen ausgehen, stehen nur für eine Minderheit im Vordergrund.
Im Einzelnen ermittelte die VDI-Studie, dass 85 Prozent der Jungen und Mädchen meinen, Technik verändere die Welt und erleichtere langfristig das Leben. Dazu passt, dass 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, beruflicher Erfolg hänge auch davon ab, wie intensiv man sich mit Technik und technischem Fortschritt beschäftigt. Schlechte Noten geben 52 Prozent der 14- bis 20-Jährigen den Lehrern. Die Schüler behaupten, Lehrer hätten erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit technischen Geräten.
Die Lehrer sehen das anders, ergab eine parallel durchgeführte Befragung von 350 Pädagogen. Die technische Kompetenz der Lehrer werde erheblich unterschätzt, sagen sie. Die Hälfte der Befragten arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits mit dem Internet und Online-Diensten. 14 Prozent planen den baldigen Einstieg. Lehrer nutzen die elektronischen Medien für den Abruf von Informationen, den Austausch von E-Mails und für die Unterrichtsvorbereitung. Allein darin, dass die Ausstattung der Schulen mit neuen Technologien zu wünschen übrig lässt, sind sich die Lehrer und Schüler einig. (mbb)