Mehrkanalton bei PC-Spielen

Ich möchte auch bei meinen Computerspielen 5.1-Ton genießen. Was muss ich beachten?

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Ich möchte auch bei meinen Computerspielen 5.1-Ton genießen. Was muss ich beachten?

Generell lässt sich „diskreter“ Mehrkanalton mit voneinander getrennten Kanälen bei Computerspielen nur über eine analoge Verbindung (wie oben beschrieben) realisieren, da bei der digitalen Datenübertragung zwischen Soundkarte und externem Decoder bei der Übermittlung von Spiele-Sound das PCM-Audioformat mit maximal zwei Kanälen benutzt wird. Handelt es sich um Surround-kodierten Stereoton, lassen sich daraus mittels Matrix-Schaltung bis zu 7.1 Kanäle gewinnen (Dolby Surround ProLogic IIx). Solche Decoder stecken in modernen AV-Receivern.

Von dieser Regel gibt es zwei Ausnahmen: So sind einerseits Mainboards mit NForce-Chipsatz auf dem Markt, die einen eigenen Encoder enthalten, der den vom Spiel bereitgestellten Mehrkanal-Ton in Echtzeit in einen Dolby-Digital-Datenstrom verwandelt, der über den Digital-Audio-Ausgang des Mainboards zur Verfügung gestellt wird. Die Dekodierung der Signale übernimmt dann wiederum ein AV-Receiver mit Dolby-Digital-Decoder oder ein PC-Boxenset mit einem solchen.

Andererseits stellen einige Creative-Soundkarten über einen proprietären Anschluss („Digital-Mini-Jack“) drei digitale PCM-Datenströme mit jeweils zwei Audiokanälen zur Verfügung. Diese lassen sich aber nur mit einem Creative-Boxenset nutzen, das über einen entsprechenden proprietären digitalen Eingang („Digital-Mini-DIN“) verfügt. Diese drei PCM-Ströme zu trennen, bringt wenig: Man bräuchte für ihre Verarbeitung drei parallel arbeitende Digital/Analog-Wandler, was kein AV-Receiver bietet. (nij) (nij)