OpenSunTracker: Immer der Sonne folgen – für bessere Energieausbeute

Daniel Stegmaier hat für seine Bachelor-Arbeit ein einachsiges Sonnen-Nachführ-System für Solarpanels entwickelt und das Ergebnis unter Open-Source-Lizenz gestellt. Bauanleitungen und Code gibt es online.

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OpenSunTracker

(Bild: Screenshot aus der Präsentation aus dem verlinkten Archiv)

Lesezeit: 2 Min.

Manche Leute widmen die Abschlussarbeit ihres Studiums einem eher theoretischen Thema – Daniel Stegmaier hingegen hat sich eine sehr konkrete Aufgabe ausgesucht, als er daranging, seine Bachelor-Arbeit im Studiengang Software-Engineering an der Fakultät Elektronik und Informatik der Hochschule fur Technik und Wirtschaft Aalen zu schreiben: Er hatte vor, ein einachsiges Sonnen-Nachführ-System für Solarpanels zu entwickeln, das konzeptionell möglichst einfach sein sollte und verschieden große Systeme und Antriebe unterstützt. Außerdem sollte ein möglichst großer Teil der Arbeit im Betrieb von Software erledigt werden – und nicht zuletzt setzte er sich das Ziel, das System mit einer nachbausicheren Anleitung zu dokumentieren.

Folgt ein Solarpanel aktiv der scheinbaren Wanderung der Sonne im Tagesverlauf, steigt die Energieausbeute deutlich.

(Bild: Screenshot aus der verlinkten Dokumentation des Projekts)

Herausgekommen ist der OpenSunTracker – ein Open-Source-System zur Sonnenverfolgung. Dabei griff er auf den Netduino zurück, ein Mikrocontroller-Board, dass sich über Microsofts .NET Micro Framework programmieren lässt, und entwickelte als Brücke zwischen dem Netduino und dem Antriebsmotor des Solarpanels ein eigenes Control-Shield. Die ausführliche Bauanleitung dafür sowie für den Rest des Systems gibt es komplett online – jetzt auch in der Projekt-Rubrik auf unserer Webseite.

OpenSunTracker (4 Bilder)

Controlshield-Bau

Das Netduino-OST-Controlshield – Materialliste, Werkzeugliste sowie eine Lötanleitung gibt es online.
Leserprojekte
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In den vergangenen Wochen sind neben dem OpenSunTracker noch weitere Projekte unserer Leser online gegangen: Bei der RaspiTrap handelt sich um eine Lebendfalle für Mäuse, die auf einen Raspberry Pi aufgebaut ist. Geht der ein Nager auf dem Leim, bekommt ihr Erbauer Alain Mauer aus Luxemburg eine Kurznachricht aufs Telefon geschickt und eine E-Mail – mit Beweisfoto. Dann kann er die Maus umgehend befreien und in sicherer Entfernung vor die Tür setzen, ohne dass sie zu Schaden kommt. Besonders beeindruckt an Mauers Projekt hat uns nicht zuletzt das schicke Video, das seinen mit der kostenlosen 3D-Zeichensoftware SketchUp konstruierten CAD-Entwurf für das Gehäuse der Falle hübsch in Szene setzt:

Auch das Projekt PiCar ist eine Raspberry-Pi-Anwendung: Die in Python geschriebene Software ermöglicht nicht nur die Fernsteuerung eines Modellautos, sie soll auch teilautonomes Fahren beherrschen.

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(pek)