Vorteile des Digital-TV
In letzter Zeit sprechen alle vom Digitalfernsehen. Was ist denn daran so toll?
In letzter Zeit sprechen alle vom Digitalfernsehen. Was ist denn daran so toll?
Beim Digitalfernsehen werden die Videoströme im MPEG-Format übertragen und sind damit wie geschaffen für die direkte Speicherung auf dem heimischen PC. Tatsächlich gilt beim Digital-TV die einfache Gleichung „Empfangsqualität = Sendequalität“. Ein störungsfrei empfangenes Signal liefert also exakt die Qualität, die der Sender eingespeist hat. Das bedeutet aber nicht, dass die Bildqualität stets besser sein muss als bei gutem Kabelempfang. Denn aufgrund der MPEG-2-Komprimierung können sich Blockartefakte einschleichen - in der Regel umso mehr, je niedriger die verwendete Bitrate des MPEG-Stroms ist.
Natürlich wird beim Digitalfernsehen auch der Ton digital übertragen. Die Standard-Stereotonspur bei DVB-T wird mit 192 kBit/s als MPEG Layer 2 übertragen, was in etwa der Qualität von MP3-Sound mit 128 kBit/s entspricht. ZDF, Pro7, SAT.1 und neuerdings auch Das Erste strahlen ausgewählte Sendungen mit diskretem 5.1-Sound in Dolby Digital bei 448 kBit/s aus - hier bekommt man deutlich mehr geboten als beim analogen Fernsehen.
Mit den digitalen TV-Signalen erhält man zudem eine kostenlose digitale Programmzeitschrift (Electronic Program Guide, EPG). Leider ist der Video Programming Service (VPS) zur Aufnahmesteuerung von Videorecordern beim Digitalfernsehen auf der Strecke geblieben. Ein Pendant zum VPS-System ist in der Spezifikation zwar enthalten, wird jedoch momentan von Sendeanstalten und Geräteherstellern nicht stringent genutzt. Dank des EPG lässt sich zwar im Idealfall mit einem Knopfdruck die Wunschsendung programmieren, doch wenn Thomas Gottschalk mal wieder überzieht, hilft auch das beste EPG nichts. (nij) (nij)